{"id":100022,"date":"2020-11-20T19:43:14","date_gmt":"2020-11-20T18:43:14","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=100022"},"modified":"2020-11-20T19:44:16","modified_gmt":"2020-11-20T18:44:16","slug":"geschichte-der-katholischen-kirchengemeinde-schrotz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=100022","title":{"rendered":"Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Schrotz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirche wurde als Pfarrkirche angelegt, war Filiale von Deutsch Krone, wurde aber 1660 vom Bischof Adalbert Tholibowski zur Pfarrkirche erhoben. 1694 lie&#223; der Starost die Vorkriegskirche erbauen, die bis 1698 ausgemalt wurde. Die Schrotzer Wallfahrtskirche nimmt im Deutsch Kroner Land eine hervorragende Stellung ein. Als Dorfkirche sehr alt, war sie seit alters der Pfarrkirche Deutsch Krone als Filiale beigegeben. Vermutlich wurde sie in der Reformation evangelisch, und kam 1602 wieder in katholischen Besitz. Sie wurde neben allen Eink&uuml;nften bei der Wiedererrichtung der Deutsch Kroner Pfarrei dieser mit den Orten Wittkow, Rosenfelde, Neu Freudenfier und Quiram &uuml;berstellt. F&uuml;r die Vorkriegs-Ausnahmestellung der Pfarrei Schrotz waren zwei Gr&uuml;nde ma&#223;geblich: die Einrichtung der Starostei Neuhof mit Sitz in Schrotz und die Aufstellung des Gnadenbildes, das ein Schneidem&uuml;hler T&ouml;pfer vermutlich in Quast bei T&uuml;tz, wo es schon lange Zeit als Gnadenbild verehrt wurde, im Dorfteich fand und von den M&auml;nnern, welche die Gnadenst&auml;tte zerst&ouml;rt hatten, kaufte. 1660 wurde auf Betreiben des Starosten von Neuhof die Pfarrei Schrotz errichtet. 1690 wurden durch Urkunde des K&ouml;nigs Johann III. Von Polen die L&auml;ndereien der Kirche bedeutend erweitert. Der Pfarrer in Schrotz wurde zum Propst ernannt und erhielt f&uuml;r sich und seine Nachfolger das Recht, das Mantolett der Pr&auml;laten und Domherren der Kathedralkirche zu Posen zu tragen. 1692 wurden die zur Starostei geh&ouml;renden Ortschaften Rosenfelde und Wittkow von Deutsch Krone abgezweigt und in Schrotz eingepfarrt. 1914 wurden alte Freskomalereien wieder freigelegt.<br>Quellen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges erstellt wurden, bezeichnen Schrotz Mari&auml; Himmelfahrt als zugeh&ouml;rig zur Di&ouml;zese Schneidem&uuml;hl und zum Dekanat Deutsch Krone. Der letzte deutsche Seelsorger war Franz Garske.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Filialkirchen<ul>\r\n<li>Rosenfelde<br>\r\nDie Laurentius-Kapelle in Rosenfelde war seit Bestehen des Dorfes, etwa seit 1400, Filiale von Deutsch Krone. 1692 wurde sie nach der n&auml;her gelegenen neuen Pfarrkirche von Schrotz eingepfarrt. 1807 war sie bauf&auml;llig und wurde ersetzt. Der Vorkriegsbau stammt von 1898 und wurde 1905 konsekriert.<br>\r\nRosenfeld war ein k&ouml;nigliches Starosteidorf gleichen Alters wie Schrotz und geh&ouml;rte mit Wittkow und Schrotz zu den Burgd&ouml;rfern von Deutsch Krone.<\/li>\r\n<li>Wittkow\r\nDie Herz-Jesu-Kapelle wurde erst im Jahr 1909 auf Kosten der Gemeinde erbaut. Wittkow geh&ouml;rte schon 1249 dem Templerorden und 1337 zum Lande B&ouml;thin, war aber damals ver&ouml;det. Es wurde nach der Aufhebung des Templerordens k&ouml;nigliches Starosteigut, sp&auml;ter Burgdorf. Die Losl&ouml;sung von der Mutterkirche in Deutsch Krone geschah erst unter Protest des Deutsch Kroner Propstes Johannes Minzenberg im Jahr 1692.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ortschaften:<ul>\r\n<li>Marienfelde, Neum&uuml;hl, Rosenfelde, Schrotz, Seegenfelde, Wissulke, Wittkow und Ulrichsfelde. Es muss erw&auml;hnt werden, dass fr&uuml;her noch Haferberg, Klein Wittenberg, Krummflie&#223;, Rosenthal und Springberg dazugeh&ouml;rten.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kirchenb&uuml;cher:<ul>\r\n\t<li>* 1658<\/li>\r\n\t<li>oo \/ &#8224; seit 1659<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfreulicherweise ist ein Gro&#223;teil der Kirchenb&uuml;cher erhalten geblieben und befindet sich im Di&ouml;zesanarchiv K&ouml;slin. Nicht &uuml;berliefert sind hingegen die seinerzeit beim Amtsgericht in Deutsch Krone eingelagerten Kirchenbuchduplikate.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In den &auml;ltesten Kirchenb&uuml;chern finden sich ltd. Volkmann u.a. die Familiennamen Gramse, Dobberstein, Lenz, Frommholz, Franz, Zodrow, Fritz, Kr&uuml;ger, Brose, Hinz, Mallach, Durke und Klatt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abgeschrieben und bearbeitet im Februar 2020<br>von Jutta Grube<\/em><\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Literatur:<br\/>\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>Handbuch &uuml;ber die katholischen Kirchenb&uuml;cher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz &ouml;stlich von Oder und Nei&#223;e und dem Bistum Danzig, M&uuml;nchen 1962<\/li>\r\n\t<li>Volkmann, W.: Die Kirchenb&uuml;cher der katholischen Pfarreien in der fr&uuml;heren Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en, Schneidem&uuml;hl 1939 (Sonderheft der Grenzm&auml;rkischen Heimatbl&auml;tter)<\/li><\/ul>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"?p=99932\">Katholische Kirchengemeinde Schrotz<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kirche wurde als Pfarrkirche angelegt, war Filiale von Deutsch Krone, wurde aber 1660 vom Bischof Adalbert Tholibowski zur Pfarrkirche erhoben. 1694 lie&#223; der Starost die Vorkriegskirche erbauen, die bis 1698 ausgemalt wurde. 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