{"id":100250,"date":"2020-12-09T20:40:50","date_gmt":"2020-12-09T19:40:50","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=100250"},"modified":"2020-12-09T22:27:54","modified_gmt":"2020-12-09T21:27:54","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-kolmar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=100250","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Kolmar"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Zeit der Reformation geh&ouml;rte die Stadt Chodschesen (poln. Chodzicz), sp&auml;ter Kolmar i. P. benannt, der Familie Potulicki. Als August Potulicki das evangelisch-lutherische Bekenntnis annahm, &uuml;bergab er die dortige katholische Kirche seinen Glaubensgenossen, denen sie auch verblieb, bis im Anfang des 17. Jahrhunderts der Kastellan von Santok Johann Potulicki zur katholischen Kirche zur&uuml;ckging.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutschen evangelisch-lutherischen Christen, welche sich vornehmlich seit der ersten H&auml;lfe des 18. Jahrhunderts in und um Kolmar niederlie&#223;en, mussten sich anfangs zum Gottesdienst bis nach Gramsdorf in die Kirche begeben, ihre Taufen und Trauungen aber von dem katholischen Ortsgeistlichen verrichten lassen. Nachdem die Stadt dem Netzedistrikt Westpreu&#223;ens einverleibt war, kam der Pfarrer Samuel Gottlieb Benicke aus Gramsdorf einige Male im Jahr her&uuml;ber und hielt in einem Privathaus Andacht und Abendmahl. Im Jahr 1774 erteilte der Grundherr der Stadt, Graf Sigismund Grudzinski, den evangelischen Bewohnern der Stadt das Recht, eine eigene Kirche zu bauen; er schenkte dazu den Bauplatz, und wenig sp&auml;ter wurde der Bau einer h&ouml;lzernen Kirche begonnen, auch 1776 ein Pfarrhaus mit Pfarrgarten angekauft. Benicke blieb bis zu seinem Tod 1778 Gastprediger der Gemeinde. Da erst wurde Kolmar der Mittelpunkt eines eigenen Kirchspiels; der erste Pfarrer Kr&uuml;ger wurde berufen, und die Kirchenmatrikel erhielt am 25. Mai 1779 die Best&auml;tigung der K&ouml;nigl. Regierung in Marienwerder.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kirche hatte bei einem Brand in der N&auml;he schon 1780 Schaden erlitten und wurde nach und nach so bauf&auml;llig, dass sie 1820 abgerissen werden musste. An ihrer Stelle wurde im Jahr 1829 ein massives Gotteshaus errichtet, wozu K&ouml;nig Friedrich Wilhelm III. die ganze veranschlagte Summe schenkte. Es wurde durch den Bischof Freymark, der in Kolmar geboren wurde, am 18. Oktober 1831 geweiht. Diese Kirche wurde nach 1945 abgebrochen.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu diesem Kirchspiel geh&ouml;ren au&#223;er der Stadt Kolmar ansehnliche D&ouml;rfer mit deutscher Bev&ouml;lkerung, wie Podanin, wo schon im 17. Jahrhundert eine Kirche war, die auf Betreiben der katholischen Geistlichkeit 1719 zerst&ouml;rt wurde, und wo um 1898 ein Bethaus war, Strozewo-Hauland, wo eine 1793 erbaute Filialkirche ist (bildet mit Knarrh&uuml;tte eine besondere Filialgemeinde), Strozewo, wo lange Zeit im Schullokal Gottesdienst stattfand, seit 1893 aber ein Bethaus steht, Ostrowke und Milsch-Hauland mit einem Bethause, ferner Rattay, Ober- und Unterlesnitz, Milsch mit Neukrug, Studzin mit Klo&#223;m&uuml;hle, Kamionke, Nikolskowo, Christinchen, Chodschesen-Stadtmuhle, Schloss Chodschesen, Busczkowo, Krumke, Neuwerder, Helmsgr&uuml;n, Pietronke, Strau&#223;berg, Wilsbach, Adolfsheim. Im Jahr 1867 wurde Zachasberg und 1894 Radwonke und Alyrode von hier abgezweigt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zahl der  Gemeindeglieder betrug um 1889 6.045  und 1937 1.650  Personen. Dokumente zur Filia Hermstal mit Knarrh&uuml;tte wurden beispielsweise unter Strau&#223;berg und unter Kirchdorf gefunden.<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abschrift und Bearbeitung des Textes aus Werner\/Steffani, \u00dcberarbeitung und Erg&auml;nzung: Jutta Grube im Dezember 2020<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nGolon, Arnold und Steffani, Johannes: Posener Evangelische Kirche. Ihre Gemeinden und Pfarrer von 1548 bis 1945, 1967<br>\r\nKr&uuml;ger, Paul (Hrsg.): Antlitz und Geschichte des Kreises Kolmar (Posen), Heimatkreisgemeinschaft Kolmar, Posen;  Kiel 1970, S. 60.<br>\r\nWerner, Albert u. Steffani, Johannes: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, Posen 1898, Seite 209 ff.<br>\r\n<br>\r\nArtikel in Wikipedia <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unierte_Evangelische_Kirche_in_Polen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unierte Evangelische Kirche in Polen<\/a> (zuletzt besucht am 09.12.2020)<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<hr \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p><a href=\"?p=100239\">Evangelische Kirchengemeinde Kolmar<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Zeit der Reformation geh&ouml;rte die Stadt Chodschesen (poln. Chodzicz), sp&auml;ter Kolmar i. P. benannt, der Familie Potulicki. Als August Potulicki das evangelisch-lutherische Bekenntnis annahm, &uuml;bergab er die dortige katholische Kirche seinen Glaubensgenossen, denen sie auch verblieb, bis im Anfang des 17. Jahrhunderts der Kastellan von Santok Johann Potulicki zur katholischen Kirche zur&uuml;ckging. Die deutschen <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=100250\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Kolmar<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[2193],"tags":[2722,50],"class_list":["post-100250","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-posen-ev-kirchengemeinde","tag-kolmar-ev-kirchengemeinde","tag-posen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100250","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=100250"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100250\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":100261,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/100250\/revisions\/100261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=100250"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=100250"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=100250"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}