{"id":105766,"date":"2022-12-04T17:03:11","date_gmt":"2022-12-04T16:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=105766"},"modified":"2022-12-04T18:12:40","modified_gmt":"2022-12-04T17:12:40","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-koschmin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=105766","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Koschmin"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon im 16. Jahrhundert, als Koschmin (<em>poln. Ko&#380;min<\/em>) ein Besitztum der der Reformation zugewandten Familie G&#243;rka war, fand im dortigen Schloss evangelischer Gottesdienst statt. Im Jahr 1555 hielten hier die Reformierten und b&ouml;hmischen Br&uuml;der eine Synode betreffs einer Vereinigung. Als Ende des 16. Jahrhunderts der Kastellan von Meseritz Andreas  G&#243;rka starb, und Koschmin an eine katholische Familie &uuml;berging, wurden die evangelischen Regungen vollst&auml;ndig unterdr&uuml;ckt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die evangelische Kirche unter dem Patronat der Besitzer der Herrschaft Koschmin entstand aufgrund einer Genehmigung des Bischofs von Posen von 1775 und einer Stiftungsurkunde von 1777 mit Bewilligung der damaligen Besitzerin von Koschmin, F&uuml;rstin Elisabeth Sapieha, welche den in und um Koschmin wohnenden evangelisch-lutherischen Deutschen einen Platz nebst dem erforderlichen Material zur Errichtung eines kleinen h&ouml;lzernen Schuppens als Bethaus schenkte, gleich aber auch zwei H&auml;user als Pfarrer- bzw. Lehrerwohnung. Einige Jahre hindurch verwaltete der General-Substitut Karl Benjamin Axt die neue Pfarre, denn erst nach dessen Tod berief die Gemeinde den ersten eigenen Pfarrer Weitzmann. 1846 schenkte K&ouml;nig Friedrich Wilhelm IV. Geld zum Neubau eines Pfarrhauses.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu s&uuml;dpreu&#223;ischer Zeit kam die Herrschaft Koschmin in den Besitz des Feldmarschall von Kalkreuth, der dem Pfarrer einen j&auml;hrlichen Gehaltszuschu&#223; von 150 Mark gew&auml;hrte, und die s&uuml;dpreu&#223;ische Regierung gab 100 Mark j&auml;hrlich hinzu.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">1827 wurde anstelle des bauf&auml;lligen Bethauses eine Fachwerk-Kirche errichtet, welche aber wohl weder in Bezug auf Gr&ouml;&#223;e noch Bauart ihrem Zweck entsprach. Es kam also zu einem weiteren Neubau f&uuml;r 63.000 Mark. Unterst&uuml;tzt durch reichliche Zuwendungen wurde die Gemeinde durch die Patronin Frau Rittergutsbesitzerin B&ouml;hm in Liegnitz, den Gustav-Adolf-Verein und den Besitzer der zur Parochie geh&ouml;renden Herrschaft Radenz, Graf zu Stolberg-Wernigerode. 1881 wurden 15.600 Mark an Baugeld defektiert, was erhebliche Zeitverz&ouml;gerung bedeutete. Dennoch wurde im Herbst 1881 der Grundstein gelegt und die Kirche genau 2 Jahre sp&auml;ter geweiht.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die urspr&uuml;nglich sehr ausgedehnte Parochie wurde nach und nach durch Abtrennungen nach Dobrzyca, Krotoschin, Pleschen, Jarotschin und Pogorzela bedeutend verkleinert. Die Kirche stand Ende des 20. Jahrhunderts unter dem Patronat des jeweiligen Besitzers des Gutes Hundsfeld. Um 1898 geh&ouml;rten 47 Ortschaften und Gutsbezirke, deren evangelische Bewohner sehr zerstreut und zum Teil sehr entfernt vom Pfarrort wohnten.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Inhaber der Pfarrstelle in Koschmin haben wegen des &uuml;beraus geringen Gehalts, der gro&#223;en Unordnung im Rechnungswesen der Gemeinde und der dadurch hervor gerufenen Unstimmigkeiten auff&auml;llig oft gewechselt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kirchspiel z&auml;hlte um 1898 2255 und 1937 570 Gemeindeglieder.<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abschrift und Bearbeitung des Textes aus Werner\/Steffani, &Uuml;berarbeitung und Erg&auml;nzung: Jutta Grube im Dezember 2022<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nGolon, Arnold und Steffani, Johannes: Posener Evangelische Kirche. Ihre Gemeinden und Pfarrer von 1548 bis 1945, 1967<br>\r\nWerner, Albert u. Steffani, Johannes: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, Posen 1898, Seite 156 ff.<br>\r\n<br>\r\nArtikel in Wikipedia <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unierte_Evangelische_Kirche_in_Polen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unierte Evangelische Kirche in Polen<\/a> (zuletzt besucht am 17.11.2022)<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=105217\">Evangelische Kirchengemeinde Koschmin<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon im 16. Jahrhundert, als Koschmin (poln. Ko&#380;min) ein Besitztum der der Reformation zugewandten Familie G&#243;rka war, fand im dortigen Schloss evangelischer Gottesdienst statt. Im Jahr 1555 hielten hier die Reformierten und b&ouml;hmischen Br&uuml;der eine Synode betreffs einer Vereinigung. Als Ende des 16. 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