{"id":107262,"date":"2023-02-11T13:06:16","date_gmt":"2023-02-11T12:06:16","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=107262"},"modified":"2023-02-12T18:04:43","modified_gmt":"2023-02-12T17:04:43","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-belchatow-filial-pozdzienice","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=107262","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Be\u0142chat\u00f3w \u2013 Filial Po\u017adzienice"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Norden des Kirchspiels, und zwar die Ortschaften Po&#378;dzienice, Paw&#322;owa, Korablew und Jan&#243;w-Grabiecki, waren bis 1849 in die reformierte Gemeinde zu Zelow eingepfarrt. Nach Aufl&ouml;sung des Generalkonsistoriums hat man diese lutherischen Kantorate an die Parochie Be&#322;chatow angeschlossen, wodurch ihre Seelenzahl um 800 gestiegen war. Im Jahr 1857 wurden die vorhin erw&auml;hnten Ortschaften zum Filial Po&#378;dzienice zusammengefa&#223;t. Der Be&#322;chatower Pastor hielt hier dreizehnmal im Jahr Gottesdienst. Um 1867 z&auml;hlten die Kantoratsschulen in Po&#378;dzienice (mit drei Morgen Land dotiert), Paw&#322;owa, Korablew und Jan&#243;w-Grabiecki, an denen 4 Lehrer unterrichteten, im ganzen 183 Kinder. Aus der Lebensbewegung des Filials werden ohne Angabe der Jahreszahl angef&uuml;hrt: 69 Geburten (1 uneheliches Kind), 57 Konfirmanden, 16 Trauungen, 43 Verstorbene und 809 Kommunikanten. Hieraus l&auml;sst sich schlie&#223;en, da&#223; das Filial um 1867 (nach dem Erscheinen der Ver&ouml;ffentlichung von E. H. Busch) einen Bestand von etwa 2.500 Seelen hatte. Der sank sp&auml;ter fast um ein Drittel und bewegte sich ohne gr&ouml;&#223;ere Ver&auml;nderungen auf diesem Niveau. Der Administrator des Filials erhielt 45 Rubel Gehalt von den Gemeindegliedern und 30 Rubel von der Krone. Seine Stolgeb&uuml;hren u. a. betrugen etwa 75 Rubel.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1912 wanderte der gr&ouml;&#223;te Teil des Kantorats Korablew in die Provinz Posen aus, wodurch es sehr geschw&auml;cht wurde. 1936 war hier Kantor der Wirt August Klingbeil; in Paw&#322;owa ein gewisser Oskar Kr&uuml;ger, weil &#8222;der Lehrer dieses Amt (als Kantor) nicht annehmen wollte&#8220;. In Po&#378;dzienice versah das Amt des Filialkantors seit Jahren Lehrer Hermann Kurzmanowski. Nach 1934 wurden die Schulen in Po&#378;dzienice und Pawlowa polonisiert. In Zelow, das im Bereich des Filials lag und sich immer mehr zu einem kirchlichen Mittelpunkt entwickelte, wurde die evang.-luth. Gustav-Adolf-Kirche erbaut \u2014 Grundsteinlegung am 27. September 1931 \u2014 und vom Gen.-Sup. Bursche am 17. Mai 1936 eingeweiht. Die Baukosten betrugen 35.000 Z&#322;. &#8222;Arme Weber zahlten w&ouml;chentlich einen Z&#322;. f&uuml;r den Bau. In zwei Jahren haben 80 Weberfamilien 24.000 Z&#322;. aufgebracht, und der Rest von 11.000 Z&#322;. wurde au&#223;erhalb gesammelt.&#8220; Allein Ritter, der Sohn eines ehem. Filialkantors in Po&#378;dzienice, sammelte in seinem Freundes- und Bekanntenkreis in Lodz 5.000 Z&#322;. Dem Kirchbaukomitee geh&ouml;rten an: Oberfeldscher Rudolf Zielke, Bauunternehmer Edmund Kr&uuml;ger, die Arbeiter Gustav Fliegner und Adolf Krenz, die Wirte Karl Zachaei, H. Doberstein, Ferdinand Gah und August Gr&uuml;ning. In Zelow gab es zahlreiche Mischehen zwischen Deutschen und Tschechen, Polen und Tschechen. Das religi&ouml;se Bild war hier ziemlich bunt: au&#223;er Lutheranern waren vertreten eine tschechisch-reformierte Gemeinde (500 Familien), eine tschechische Freikirche (15 Familien), eine baptistische Parochie mit einer gro&#223;en Kapelle (100 tschechische und 20 deutsche Familien), Pfingstler (10 deutsche und 5 tschechische Familien), ernste Bibelforscher (8 Familien, Tschechen und Deutsche).<\/p> \r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Filial geh&ouml;rten 1938 1 Kirche in Zelow, 3 Beth&auml;user und 4 Friedh&ouml;f. Dem Filial geh&ouml;rten 1938 1.600 Seelen an.<br>Im Jahr 1923 58 Taufen, 11 Trauungen und 38 Beerdigungen, sowie 826 Kommunikanten.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\t\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\"><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/><\/a>\r\n<hr \/>\r\n\r\n<p><a href=\"?p=107191\">Zur&uuml;ck zur evangelischen Kirchengemeinde Be&#322;chat&#243;w \u2013 Filial Po&#378;dzienice<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Norden des Kirchspiels, und zwar die Ortschaften Po&#378;dzienice, Paw&#322;owa, Korablew und Jan&#243;w-Grabiecki, waren bis 1849 in die reformierte Gemeinde zu Zelow eingepfarrt. 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