{"id":107937,"date":"2023-04-08T09:47:44","date_gmt":"2023-04-08T07:47:44","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=107937"},"modified":"2023-04-08T09:49:44","modified_gmt":"2023-04-08T07:49:44","slug":"personen-der-evangelischen-kirchengemeinde-wloclawek-leslau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=107937","title":{"rendered":"Personen der evangelischen Kirchengemeinde W\u0142oc\u0142awek (Leslau)"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n&nbsp;\r\n&nbsp;\r\n<h3 style=\"text-align: center;\">1. Die Pfarrer<\/h3>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Julius Adolf Theodor Ludwig, 1829-1835<\/b><br>\r\nIn P&#322;ock am 19. Februar 1808 als Sohn eines j&#252;dischen Schneiders geboren.\r\nEr studierte an der Warschauer Universit&#228;t und an der theologischen Fakult&#228;t der Universit&#228;t zu Berlin Theologie. In Warschau\r\nmachte er die Bekanntschaft des jungen polnischen Philosophen und Mystikers Bronis&#322;aw\r\nTrentowski, in Berlin waren Schleiermacher und Hegel seine Universit&#228;tslehrer. \r\nNach einer kurzen Zeit als Vikar wurde er Pfarrer in W&#322;oc&#322;awek 1829\u20141835. Seine Wahl zum\r\nPfarrer in Warschau best&#228;tigte das Generalkonsistorium am 12. November 1835,\r\nhier wirkte er als 1. Pastor. Bereits am 30. M&#228;rz 1836 wurde er Mitglied des Konsistoriums\r\nund 1838 Superintendent der Warschauer Di&#246;zese. Am 20. Februar 1849 wurde er zum Generalsuperintendenten und Vize-Pr&#228;sidenten des Konsistoriums ernannt und &#252;bernahm damit eine leitende geistliche Funktion in der Evangelisch-Augsburgischen Kirche. Nach seinem R&#252;cktritt amtierte er nur noch bis Oktober 1875 als 1. Pastor der Warschauer evangelischen Gemeinde. Am 24. Oktober 1875 hielt er seine Abschiedspredigt und trat in den Ruhestand. Er verstarb 1876 und war verheiratet in kinderloser Ehe.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Johann Gottlieb Tydelski, 1844-1868<\/b><br>\r\nIn Dombie am 15. Juli 1817 geboren. Er studierte Philosophie und Theologie in Dorpat 1839\u20141842 und ordinierte am 5. M&#228;rz 1843. Anschlie&#223;end wurde er als Vikar in P&#322;ock eingesetzt. Pfarrer Tydelski administrierte in \u0141om&#380;a 1843\u20141844 und &#252;bernahm das Pfarramt in W&#322;oc&#322;awek 1844\u20141868. Er verstarb am 28. M&#228;rz 1868 und hinterlie&#223; eine Witwe und\r\n4 Kinder.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Rudolf Zirkwitz, 1869-1894 <\/b><br>\r\nGeboren am 10. Juli 1829. Er studierte Theologie in Dorpat 1849\u20141853 und ordinierte am 20. M&#228;rz 1853.\r\nEr amtierte als Vikar in Mariampol 1853\u20141854 und in Warschau 1854\u20141855. Als Pfarrer war er in Wiskitki 1855 bis\r\n1869 und zuletzt in W&#322;oc&#322;awek 1869\u20141894, von wo aus der Nieszawa betreute, eingesetzt. Er verstarb am 18. April 1895 und war verheiratet mit Auguste, geb. Wendt. Sein Sohn Theodor Zirkwitz war Pfarrer in Bia&#322;ystok.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Ernst Julius Filtzer, Administrator 1896-1917<\/b><br>\r\nGeboren am 25. Oktober 1866 in Warschau, studierte er Theologie in Dorpat 1886\u20141890 und ordinierte am\r\n30. November 1890. Pastor Filtzer war Vikar in Warschau und Pfarrer in Micha&#322;ki 1891\u20141895, au&#223;erdem Administrator in Rawa\r\n1895. Die Pfarrstelle in W&#322;oc&#322;awek und das Amt des Administrators von Nieszawa &#252;bernahm er 1896\u20141917. Nachdem er 1917 aus\r\ndem Warschauer Konsistorialbezirk ausgeschieden war, amtierte er in Brunnd&#246;bra\/Vogtl.\r\n1917\u20141918. Ab 1919 war er an der evang.-luth. Heiligen-Geist-Kirche in Danzig und in Neuendorf\/\r\nErzgeb. 1927\u20141931 eingesetzt. Er verstarb am 29. Dezember 1932.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Theodor Hugo Wosch, 1918-1938<\/b><br>\r\nAm 9. November 1870 als Sohn des Lehrers und Kantors Adolf Heinrich Wosch geboren.\r\nEr studierte Theologie in Dorpat und ordinierte am 24. M&#228;rz 1895. Nach seiner Vikariatszeit\r\n&#252;bernahm er das Pfarramt in Gostynin 1897\u20141898 und in &#379;yrard&#243;w 1898\u20141918. In den Kriegsjahren\r\n1914\u20141918 war er zus&#228;tzlich erster stellv. Pastor in Warschau. Au&#223;erdem war er Vertreter\r\nder Evang.-Augsb. Kirche in der Staatsratskommission f&#252;r Kultus und Unterricht 1917-1918.\r\nIn W&#322;oc&#322;awek war er als Pfarrer 1918\u20141938 t&#228;tig und ab 1932 Superintendent der Di&#246;zese P&#322;ock bis 1938.\r\nPfarrer Wosch verstarb am 12. August 1938 und wurde in W&#322;oc&#322;awek beerdigt. Er war verheiratet in kinderloser Ehe mit\r\nHedwig, geb. Angerstein.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Helmut Pr&#252;fer, Administrator 1938-1939<\/b><br>\r\nGeboren am 3. August 1913. Er studierte Theologie in Warschau und ordinierte am 25. Oktober 1936.\r\nUnd war anschlie&#223;end als Vikar in Turek 1936\u20141938 t&#228;tig. Er administrierte in W&#322;oc&#322;awek 1938\u20141939 und in Mo&#347;cice (Neudorf\r\nam Bug) 1940. W&#228;hrend des Krieges dienste er zeitweise in der Wehrmacht\r\nNachdem er 1949 nach Kanada auswanderte wurde er Pfarrer in Kitchener, Ontario, wo er die von ihm erbaute Kirche\r\nam 23. Juni 1963 einweihen konnte. Pfarrer Pr&#252;fer war verheiratet mit Ida, geb. Ro&#223;nagel, 3 Kinder.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Friedrich Oskar Berthold, 1939-1945<\/b><br>\r\nIn Ko&#322;o an der Warthe am 21. Juli 1903 geboren, studierte er Theologie in Warschau, Erlangen und Berlin und wurde am 17. M&#228;rz 1929 in Zgierz ordiniert. Als Vikar wurde er in Pabianice 1920\u20141931 eingesetzt. Danach &#252;bernahm er das Pfarramt in Nieszawa 1931\u20141939 und anschlie&#223;end den Posten des 2. Pfarrers in W&#322;oc&#322;awek 1939\u20141945. Nach 1945 amtierte er in Arnstadt\/Th&#252;r. 1947\u20141949 und ab 1949 in Kistritz, Krs. Wei&#223;enfels. Verheiratet gewesen in erster Ehe mit Alexandra, geb. Teschner, eine Tochter.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Rudolf Reinhold Henke, 1940-1945<\/b><br>\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/pastoren\/henke_rudolf.jpg\" alt=\"Rudolf Reinhold Henke\" width=\"110px\" height=\"150px\" style=\"float:left; margin:4px 12px 4px 0px;\" \/>\r\nAm 13. M&#228;rz 1893 in Dermanka als Sohn des Eduard Henke und Christine, geb.\r\nNeumann, geboren. Er besuchte das Zedelmannsche Gymnasium in Dorpat und studierte\r\ndort, in Halle und in Berlin Theologie und ordinierte am 4. November 1923. Anschlie&#223;end wurde er als Vikar in Pabianice\r\n1923\u20141924 eingesetzt und &#252;bernahm das Pfarramt in Rozyszcze 1924\u20141939.\r\nIn den Kriegsjahren 1940\u20141945 wirkte er als erster Pfarrer und Superintendent in W&#322;oc&#322;awek.\r\nNach 1945 amtierte er von 1945\u20141947 als Oberpfarrer in Allstedt\/Th&#252;r. und 1947\u20141960\r\nin Droyssig, Krs. Zeitz, bzw. von 1951\u20141960 als Superintendent. Pfarrer Henke verstarb am 10. Mai\r\n1961 und wurde in Nieder-Beerbach bei Darmstadt beerdigt. Er war verheiratet mit Edith, geb. Schmidt, Tochter des\r\nPfarrers Rudolf Schmidt in Pabianice, 5 Kinder.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Emil Dawid, Administrator 1945-1946 <\/b><br>\r\nGeboren am 7. April 1907 in Utrata bei \u0141ask als Sohn des Albert Dawid und Anna, geb.\r\nGwiazdowska. Er studierte Theologie in Warschau 1930-1935 und ordinierte am 17. November 1935. Er &#252;bernahm das Amt des Vikars in Tschenstochau 1935-1939. In den Jahren 1939-1945 war er als Arbeiter besch&#228;ftigt.\r\nNach Kriegsende verwaltete er W&#322;oc&#322;awek, Lipno und Gostynin. 1946\u20141951 bediente er von Gizycko aus 24 evangelische Restgemeinden im Masurenlande. 1951 kehrte er nach W&#322;oc&#322;awek zur&#252;ck und verwaltete noch Kutno, zeitweilig auch Lipno, P&#322;ock, Rypin und Gostynin. Er verstarb am 6. September 1963 und war verheiratet mit Klara, geb. Otto.\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: center;\">2. Die Vikare<\/h3>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Karl Joseph Jonscher, 1836-1837<\/b><br>\r\nGeboren in P&#322;ock am 4. M&#228;rz 1809. Er studierte Theologie in Dorpat 1832\u20141836 und war anschlie&#223;end Vikar in W&#322;oc&#322;awek\r\n1836\u20141837. Das Pfarramt in Lublin &#252;bernahm er 1838\u20141884. Pfarrer Jonscher verstarb am 6. Januar 1887 in \u0141&#243;d\u017a und wurde auf dem evang. Friedhof in Lublin beigesetzt. Seine Tochter Marie war mit dem sp&#228;teren Generalsuperintendenten Karl Gustav Manitus verheiratet.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Kurt Alexander Mergel <\/b><br>\r\nIn \u0141&#243;d\u017a am 2. Mai 1911 als Sohn des Pfarrers Ferdinand Mergel in Sobiesenki geboren.\r\nEr studierte Theologie in Warschau und ordinierte am 18. November 1934. Als Vikar war er in W&#322;oc&#322;awek und als\r\nPfarrer in Poddembice 1938\u20141939 t&#228;tig. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges wurde er inhaftiert\r\nund am 6. September 1939 in Helen&#243;wek bei Zgierz vom polnischen Milit&#228;r erschossen. Pfarrer Mergel war verheiratet mit Margarete, geb. Weckwerth, 2 T&#246;chter<\/p>\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nKneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Di&ouml;zese, Plauen im Vogtland 1937<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n<hr \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p><a href=\"?p=97852\">Evangelische Kirchengemeinde W&#322;oc&#322;awek (Leslau)<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; 1. 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