{"id":108071,"date":"2023-05-01T17:03:51","date_gmt":"2023-05-01T15:03:51","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=108071"},"modified":"2023-05-01T17:45:51","modified_gmt":"2023-05-01T15:45:51","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-lipiny-wola-mlocka","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=108071","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Lipiny &#8211; Wola M\u0142ocka"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das pommersche Dorf Lipiny wurde um 1820 gegr&uuml;ndet. Die Kolonien Wola M&#322;ocka und P&#322;ociszewo wurden erst um 1860 angelegt. Sie geh&ouml;rten anf&auml;nglich zum Kirchspiel Przasnysz. Da aber ihre Entfernung zum Pfarrort 20 km und mehr betrug, was deren religi&ouml;se Betreuung sehr erschwerte, entstanden ernste Spannungen und Differenzen zur Muttergemeinde. Die Opposition &auml;u&#223;erte sich im Widerwillen der Eingepfarrten zur Zahlung der Kirchensteuern, in sch&auml;rferer Form sogar im Vollzug der Taufen und Trauungen durch r&ouml;misch-katholische Geistliche. Auf Grund dieser Umst&auml;nde ordnete 1837 das Warschauer Generalkonsistorium die Gr&uuml;ndung des Filials in Lipiny an. Durch diese Ma&#223;nahme normalisierten sich die Verh&auml;ltnisse auch wenn Lipiny galt im 19. Jahrhundert als Sammelbecken verschiedener Sekten galt.<br>\r\nIm Laufe der Jahrzehnte empfand man im Filial die Notwendigkeit der Erstellung einer Kirche. Wola M&#322;ocka, wo die Mehrzahl der Filialmitglieder ans&auml;ssig war, und Lipiny rivalisierten miteinander um den Bauort der neuen Kirche, um so mehr als das alte bauf&auml;llige Bethaus den Bed&uuml;rfnissen nicht mehr gen&uuml;gte. Man einigte sich schlie&#223;lich auf Wola M&#322;ocka, wo auf dem h&ouml;chstgelegenen Platz der Umgebung eine Kirche im gotischen Stil f&uuml;r etwa 1.000 Personen errichtet wurde. Sie wurde am 8. Juni 1914 unter Assistenz der Pastoren Ernst, Nowy Dw&#243;r, und Gloeh, Warschau, eingeweiht. Letzter verwaltete damals das Filial Lipiny. Durch den Bau der Kirche in Wola M&#322;ocka, die f&uuml;r alle Filialmitglieder bestimmt war, nannte man fortan das Filial als das zu Lipiny-Wola M&#322;ocka. Die Anregung zum Kirchbau gab Administrator Ernst, w&auml;hrend sich f&uuml;r dessen Realisierung Lehrer und Kantor Utta eingesetzt hatte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis zum Ersten Weltkrieg z&auml;hlte das Filial sechs deutsche Schulgemeinden: Wola M&#322;ocka, Lipiny, P&#322;ociszewo, Kondrajec, Grabowiec und Wola Wodzy&#324;ska. Sie alle wurden nach 1918 bis auf Wola M&#322;ocka an polnische Schulen angeschlossen.<br>\r\nIm Jahre 1918 kehrten zahlreiche Kolonisten aus russischer Verbannung w&auml;hrend des Ersten Weltkrieges zur&uuml;ck. Sie waren besonders durch ihr Bem&uuml;hen, schlicht und m&auml;&#223;ig zu leben gekennzeichnet. Rauchen, Trinken und Tanzen waren verp&ouml;nt. Selbst auf Hochzeiten soll weder Alkohol genossen noch getanzt worden sein. Diesem Vorbild soll mit wenigen Ausnahmen die ganze Gemeinde gefolgt sein. Ab 1. April 1933 wurde das Filial verselbst&auml;ndigt. Pastor Friedrich Arlt gelang es nicht, den 1931 zur luth. Freikirche &uuml;bergetretenen Gemeindeteil (bes. in P&#322;ociszewo), den Pfarrer Lerle bediente, zur&uuml;ckzugewinnen und die Spaltung zu beheben.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1936 unterhielt die Gemeinde 6 Kantorate: Wola M&#322;ocka, Lipiny, P&#322;ociszewo, Wola Wodzy&#324;ska, Lipowiec und Kondrajec Szlachecki sowie 10 Friedh&ouml;fe.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1913 gab es 650 Kommunikanten, im Jahr 1923 derer 698 und 1936 hatte die Kirchengemeinde 2.500 Seelen.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\"><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/><\/a>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=108067\">Evangelische Kirchengemeinde Lipiny &#8211; Wola M&#322;ocka<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das pommersche Dorf Lipiny wurde um 1820 gegr&uuml;ndet. 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