{"id":108180,"date":"2023-06-13T21:47:23","date_gmt":"2023-06-13T19:47:23","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=108180"},"modified":"2025-02-07T20:24:56","modified_gmt":"2025-02-07T19:24:56","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-plock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=108180","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde P\u0142ock"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Stadt P&#322;ock wies bereits 1237 eine zahlreiche deutsche Bev&ouml;lkerung auf, die sich im Laufe der Zeit assimilierte. Zu einer neuen deutschen Besiedlung des P&#322;ocker Raumes kam es nach der im Jahr 1795 erfolgten 3. Teilung Polens. So war 1797 Schr&ouml;ttersdorf (<em>Maszewo<\/em>), 4 km von P&#322;ock entfernt, die erste preu&#223;ische Koloniegr&uuml;ndung mit 549 Familien. Schulen entstanden 1805 in P&#322;ock, in Maszewo 1825, in Powsino 1828, in Boryszewo 1834 (1837), in Bia&#322;kowo 1837, in Karwosieki und Podolszczyce 1840, in Bia&#322;obrzegi 1842, in Liszyno 1860, in Bronowo 1909 und in Bielino 1911.<br>\r\nIm Jahre 1804 stifteten die preu&#223;ischen Beh&ouml;rden die Gemeinde P&#322;ock und vermachten ihr 54 polnische Morgen und 217 Ruten Land, das 7 km von der Stadt entfernt lag und verpachtet wurde. Auf Grund des Kaiserlichen Ukas wurde sp&auml;ter das Land dem Ehepaar Johann und Katharina Keller &uuml;bereignet. Am 9. Juni 1804 &uuml;berlie&#223;en die preu&#223;ischen Beh&ouml;rden den Evangelischen die im 17. Jahrhundert erbaute ehemalige Dominikanerkirche mit einem Nebengeb&auml;ude. Pastor Hinnig aus Thorn weihte sie am 30. September 1804 feierlich ein. Bei der \u00dcbergabe des Gotteshauses erhielt die Gemeinde auch drei Glocken. Von 1804 bis 1808 amtierte Johann Daniel Hellmann, Pastor, Sup. und Pr&auml;sident des P&#322;ocker evangelischen Konsistoriums, dessen Nachfolger Johann Karl Hevelke aus Gumbinnen und Ignatius Karl Wilhelm Boerner waren. Da die polnische Revolutionsregierung 1831 die mittlere Glocke beschlagnahmte, schenkte 1849 die Familie Maltze, P&#322;ock, eine dritte Glocke, die sie von der Firma Petersilge, Warschau, bezog. Im Jahr 1854 wurde das Pfarrhaus erbaut.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 15., 16. und 17. Januar 1915 wurden 2.806 evangelische Deutsche aus dem Kirchspiel verbannt. Es kehrten 2.557 Personen aus der Verbannung zur&uuml;ck. Aus Boryszewo z. B. wurden im Ersten Weltkrieg fast alle Kantoratsmitglieder verbannt. Das Bethaus und viele Bauerngeh&ouml;fte waren bei der R&uuml;ckkehr von der Erdoberfl&auml;che verschwunden. Nach der R&uuml;ckkehr erbauten 1918\/19 die Evangelischen von Boryszewo eine ger&auml;umige Schule. An Stelle der 1918 requirierten drei Glocken bezog das Kirchenkollegium zwei neue Glocken von der Firma Karl Schwabe in Bia&#322;a bei Bielitz, deren Einweihung am 29. September 1926 stattfand. Von 1916-1934 wirkte in P&#322;ock Pastor Robert Gregor Gundlach. Ihr 125j&auml;hriges Jubil&auml;um beging die Gemeinde am 29. September 1929. Im Jahr 1938 errichtete die kleine Br&uuml;dergemeine Powsino einen Saalbau. In Karwosieki erbauten die Kolonisten eine Kapelle und besteuerten sich f&uuml;r diesen Zweck mit 82 Z&#322;oty vom Morgen. Sie wurde am 31. Oktober 1937 eingeweiht. Die Kantorpflichten erf&uuml;llte dort Otto Lange, der &uuml;ber die deutschen Siedlungen und Kantorate in der Weichselniederung ver&ouml;ffentlichte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1929 wurden 118 Taufen, 68 Konfirmationen und 41 Trauungen durchgef&uuml;hrt, es gab 76 Todesf&auml;lle und 1.156 Kommunikanten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1934 unterhielt die Gemeinde 1 Kirche, 1 Pfarrhaus sowie ein Haus f&uuml;r den Totengr&auml;ber auf dem Friedhof, 2 Kapellen, 3 Bets&auml;le sowie 12 Friedh&ouml;fe. Im Jahr 1939 geh&ouml;rten ihr 3.500 Seelen an.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\"><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/><\/a>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=108165\">Evangelische Kirchengemeinde P&#322;ock<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt P&#322;ock wies bereits 1237 eine zahlreiche deutsche Bev&ouml;lkerung auf, die sich im Laufe der Zeit assimilierte. Zu einer neuen deutschen Besiedlung des P&#322;ocker Raumes kam es nach der im Jahr 1795 erfolgten 3. 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