{"id":108704,"date":"2023-09-20T18:17:12","date_gmt":"2023-09-20T16:17:12","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=108704"},"modified":"2025-08-01T13:36:39","modified_gmt":"2025-08-01T11:36:39","slug":"heimatortskartei-kolmar-i-posen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=108704","title":{"rendered":"Heimatkreiskartei Kolmar i. Posen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Das Gebiet um die St&auml;dte Kolmar, damals noch unter dem offiziellen Namen Chodziesen und Schneidem&uuml;hl, geh&ouml;rte nach der Ersten Polnischen Teilung von 1772 bis 1807 noch zum Netzedistrikt in der preu\u00dfischen Provinz Westpreu\u00dfen, nach dem Frieden von Tilsit 1807 zum Herzogtum Warschau und nach dem Wiener Kongress zu Preu\u00dfen. Im April 1815 kam der S&uuml;dteil des alten Kreises Deutsch Krone zum Regierungsbezirk Bromberg der Provinz Posen, und aus diesem Gebiet wurde durch eine Kreisreform erst am 1. Januar 1818 der neue Kreis Chodziesen gebildet und am 18. Januar 1871 Teil des neu gegr&uuml;ndeten Deutschen Reichs. Am 6. M&auml;rz 1877 wurden der Kreis sowie die Kreisstadt nach dem damaligen Landrat Axel von Colmar in Kolmar i. Posen umbenannt. Am 1. April 1914 schied die Stadt Schneidem&uuml;hl aus dem Kreis aus und wurde ein eigener Stadtkreis.<br>\r\nAm 28. Juni 1919 trat die deutsche Regierung mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrags drei Viertel des Kreises einschlie\u00dflich der Kreisstadt Kolmar offiziell an das neu gegr&uuml;ndete Polen ab. Die R&auml;umung des abzutretenden Kreisgebietes und &Uuml;bergabe an Polen erfolgte zwischen dem 17. Januar und dem 4. Februar 1920. Aus dem gr&ouml;\u00dften Teil des Kreises Kolmar i. Posen wurde der polnische Powiat Chodzieski, nur die Gemeinden Sch&ouml;nfeld, St&ouml;wen und Usch Hauland im Nordteil des Kreises verblieben ebenso wie der Stadtkreis Schneidem&uuml;hl im Deutschen Reich und kamen zur preu\u00dfischen Provinz Grenzmark Posen-Westpreu\u00dfen. Sch&ouml;nfeld kam zum Kreis Flatow, St&ouml;wen und Usch Hauland kamen zum neugebildeten Netzekreis.<br>\r\nNach dem &Uuml;berfall auf Polen im September 1939 wurde das ehemalige Kreisgebiet am 26. Oktober 1939 vom Deutschen Reich annektiert und kam als Landkreis Kolmar (Wartheland) zum Regierungsbezirk Posen im Reichsgau Wartheland. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fl&uuml;chteten die Deutschen oder wurden vertrieben. Das Kreisgebiet wurde im Januar 1945 von der Roten Armee besetzt und wieder Teil Polens. <\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bereits im Laufe des Jahres 1954 wurde die Heimatkreiskartei begonnen. Zeitgleich gr&uuml;ndete sich mit Unterst&uuml;tzung der LWW (Landsmannschaft Weichsel-Warthe) in Braunschweig aus den Reihen der ehemaligen Bewohner eine Heimatkreisgemeinschaft (HKG), f&uuml;r die im Februar 1965 der Kreis Lemgo die Patenschaft &uuml;bernahm und in dessen Nachfolge als Patenschaftstr&auml;ger der Kreis Lippe.<br>  \r\nDas letzte Heimattreffen fand 2019 statt, aber trotzdem bleibt der Kreis Lippe weiterhin gerne der Ansprechpartner der Kolmarer Freunde, auch deshalb, weil die offizielle Partnerschaft zum Kreis Chodzie&#380; seit Jahren erfolgreich besteht. Daran hat die ehemalige HKG einen gro\u00dfen Anteil. Die HKG Heimatkreisgemeinschaft Kolmar i. Posen trat f&uuml;r die Verst&auml;ndigung und Vers&ouml;hnung zwischen ehemaligen und heutigen Bewohnern von Chodzie&#380; und in der ganzen Welt ein.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Heimatkreisgemeinschaft Kolmar l&ouml;ste sich mit Wirkung zum 31. Dezember 2014 als Verein auf. Pastor i. R. Winfried Schiller (+ 2025) als letzter Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der aufgel&ouml;sten Heimatkreisgemeinschaft Kolmar und Klaus Steinkamp als Sprecher der Kolmarer Freunde &uuml;bergaben insgesamt 8 Karteik&auml;sten mit mehr als 6.400 Karten zum Scannen und Indexieren an die AGoFF.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>Heimatbuch: Antlitz und Geschichte des Kreises Kolmar (Posen), hrg. von der HKG Kolmar, Kiel 1970<\/li> \r\n\t<li>Archiv der HKG Kolmar<\/li>\r\n\t<li>Mitteilungen von Herrn Klaus Steinkamp, Kolmarer Freunde<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppe_kopf\" width=\"100%\">\r\n\t<thead>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td width=\"50%\"><a href=\"?p=108711\">Zur Datenbank Heimatkreiskartei f&uuml;r Stadt und Kreis Kolmar i. Posen<\/a><\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t<\/thead>\r\n<\/table>\r\n<br>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"?p=168\">Zur&uuml;ck zu Projekte\/Datenbanken<\/a><br>\r\n<a href=\"?p=90123\">Zur&uuml;ck zu Forschungsstelle Posen \u2013 Sammlung von Personendaten<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Gebiet um die St&auml;dte Kolmar, damals noch unter dem offiziellen Namen Chodziesen und Schneidem&uuml;hl, geh&ouml;rte nach der Ersten Polnischen Teilung von 1772 bis 1807 noch zum Netzedistrikt in der preu\u00dfischen Provinz Westpreu\u00dfen, nach dem Frieden von Tilsit 1807 zum Herzogtum Warschau und nach dem Wiener Kongress zu Preu\u00dfen. Im April 1815 kam der S&uuml;dteil <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=108704\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Heimatkreiskartei Kolmar i. 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