{"id":110419,"date":"2024-02-28T15:05:39","date_gmt":"2024-02-28T14:05:39","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=110419"},"modified":"2024-02-29T18:53:51","modified_gmt":"2024-02-29T17:53:51","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-pultusk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=110419","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Pu\u0142tusk"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Nach dem Jahre 1800 zogen evangelische Deutsche in die Gegend von Pu&#322;tusk. In Pu&#322;tusk war die Zahl der Evangelischen nie gro&szlig;, h&ouml;chstens 30 Familien. Dies verringerte sich noch mehr in der Stadt und auf dem Lande nach den beiden polnischen Aufst&auml;nden 1830\/31 und 1863\/64. Wobei nach dem letzten Aufstand &uuml;ber 100 evangelische Familien nach Wolhynien und Innenrussland auswanderten.<br>\r\nDas Warschauer Generalkonsistorium musste wiederholt gegen den unberechtigten Anspruch auf Stolgeb&uuml;hren seitens der katholischen Priester einschreiten. Bis 1842 versorgten\r\nhier religi&ouml;s die Evangelischen die Prediger der benachbarten Parochien.<br>\r\nIm Jahre 1842 wurde Pu&#322;tusk Filial von Wyszog&#243;d und dessen Pfarrer bediente einmal im Monat Pu&#322;tusk und zweimal im Jahr Nury, Wincentowo und Marjanowo.<br>\r\nIm Jahr 1848 verselbst&auml;ndigte das Konsistorium Pu&#322;tusk und besetzte es mit dem Pfarrer Otto Hevelke. Die neue Gemeinde wurde mit &uuml;ber 8 Morgen Acker- und Wiesenland ausgestattet. 1847 kaufte der Kirchenvorstand die unbenutzte und bis auf die Grundmauern zerst&ouml;rte r&ouml;misch-katholische St.-Marien-Kirche zu Pu&#322;tusk und baute sie aus, so dass in ihr seit 1861 notd&uuml;rftig Gottesdienst gehalten wurde. Kanzel, Orgel und Glocken fehlten damals noch. 1864 errichtete man ein steinernes Pfarrhaus. Am 18. November 1858 hielten die Baptisten in Adamowo den ersten &ouml;ffentlichen Gottesdienst im Bereich der Parochie und &uuml;berhaupt der augsburgischen Kirche. Bis 1864 traten 40 Familien zum Baptismus &uuml;ber. Der ehemalige Dorflehrer Friedrich Alf, der in der Pu&#322;tusker Gegend f&uuml;r die neue Lehre missionierte, verlegte seine T&auml;tigkeit in den Przasnyszer Raum. Im Jahre 1879 lie&szlig; Gutsbesitzer W. Ludwig Rau auf eigene Kosten einen Kirchturm erbauen und stiftete Glocken. Eine kleine Orgel erwarb man schon fr&uuml;her von der Benediktiner-Kirche in Pu&#322;tusk. 1912 wurde sie durch eine neue ersetzt.<br>\r\nIm Ersten Weltkrieg wurden 2.300 Eingepfarrte bis auf 65 Personen nach Russland verbannt. Durch Kriegshandlungen sind 2 Kirchen sowie 8 Schul- und Beth&auml;user vernichtet worden. Z&auml;hlte man um 1867 in der Parochie noch eine Elementar- und elf Kantoratsschulen, so waren es um 1925 nur noch vier, drei mit polnischer und eine mit deutscher Unterrichtssprache. Am 3. Mai 1928 wurde eine neue Glocke und am 2.-3. Juli 1932 das neue Bethaus in Nury eingeweiht.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify\">Im Jahr 1923: 66 Taufen, 25 Trauungen, 62 Konfirmanden und 43 Beerdigungen<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=27341\"><a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=110299\">Evangelische Kirchengemeinde Pu&#322;tusk<\/a><\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Jahre 1800 zogen evangelische Deutsche in die Gegend von Pu&#322;tusk. 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