{"id":111337,"date":"2024-06-05T10:19:05","date_gmt":"2024-06-05T08:19:05","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=111337"},"modified":"2024-08-26T22:46:11","modified_gmt":"2024-08-26T20:46:11","slug":"heimatortskartei-sensburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=111337","title":{"rendered":"Heimatkreiskartei Sensburg"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach Flucht und Vertreibung war der gr&ouml;&#223;ere Teil der Einwohner des Kreises Sensburg wie der anderen Ostdeutschen auf dem Gebiet der vier Besatzungszonen verstreut. Die als Masuren identifizierten Einwohner galten als Polen und blieben dadurch im Land, konnten oft aber sp&auml;ter auf eigenen Wunsch auswandern.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der neuen Heimat gab es schnell Versuche sich zu sammeln und den Kontakt zueinander wieder zu finden. Dazu wurde am 3. Oktober 1948 in Hamburg die Heimatkreisgemeinschaft Sensburg gegr&uuml;ndet. Durch aktives Bem&uuml;hen von Gustav Waschke (Remscheid, Lenneper Str. 15) &uuml;bernahm 1954 die Stadt Remscheid die Patenschaft f&uuml;r den Kreis Sensburg. Dadurch bekam die Arbeit des Heimatkreises einen erheblichen Aufschwung, seit Dezember 1957 erschien der &#8222;Sensburger Heimatbrief&#8220; und wenig sp&auml;ter eines von zwei B&uuml;chern &uuml;ber den Kreis.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Jahr 1954 begann der Heimatkreis auch die Anlage einer Heimatkreiskartei. Die erste d&uuml;rfte die am 17. M&auml;rz 1954 f&uuml;r Agnes Arndt gewesen sein. &Auml;ltester Einwohner ist der in Schmidtsdorf am 15. Februar 1880 geborene und sp&auml;ter in Juliush&ouml;fen wohnende Julius Babst. Die Landsmannschaft Ostpreu&#223;en e.V. stellte gedruckte Karteikarten zur Verf&uuml;gung. Auf diesen waren die Rubriken Heimatkreis, Gemeinde, Stra&#223;e, Name, Vorname, Geburtstag, Geburtsort, Familienstand, Konfession, Kinder,Beruf zu Hause, jetzige T&auml;tigkeit, jetzige Anschrift, Datum der Eintragung, Ehefrau, Kinder, Familienverluste vorgesehen. Nur bei Sensburg wurden Stra&#223;ennamen vermerkt.<br>\r\nDie Kartei besteht aus zwei Teilen mit insgesamt 11157 Karten, wobei auf Teil A 6761 und auf Teil B 4396 entfallen. Nur die Karten des Teils A waren alphabetisch geordnet und wurden best&auml;ndig fortgef&uuml;hrt und erg&auml;nzt. Der Bestand Teil B verblieb wahrscheinlich in der Reihenfolge des Anlegens, viele Karten befanden sich ungeordnet in einzelnen Briefumschl&auml;gen oder mit B&uuml;roklammern zusammengeheftet. Erst f&uuml;r die Digitalisierung wurden sie von allem Metall befreit und in eine alphabetische Reihenfolge gebracht.<br>\r\nDie Karten wurden handschriftlich und oft mit Bleistift, erst sp&auml;te Karten ab 1987 mit Schreibmaschine ausgef&uuml;llt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Daten parallel elektronisch erfasst und durch Eugen Ammern verwaltet. Deshalb trugen die nach dieser Zeit neu angelegten Karten auch Nummern. Die F&uuml;hrung der Kartei oblag Gustav Waschke. Im Laufe der Jahre gab es immer wieder Erg&auml;nzungen und Korrekturen, die auf der Kartei vermerkt wurden. Das waren Adress&auml;nderungen, Sterbedaten, aber auch weitere Hinweise zu den Kindern. Vermerke sind auch &#8222;kein Interesse&#8220;, &#8222;unbek. Zur&uuml;ck&#8220;, &#8222;Familie noch in der Heimat&#8220; oder &#8222;Frau Mai 57 rausgek.&#8220;. Wenn die aktuelle Anschrift unbekannt war, versuchte die Kreisgemeinschaft durch Nachfragen bei den Einwohnermelde&auml;mtern diese zu erhalten. Daf&uuml;r gab es vorgedruckte Antwortkarten, adressiert an Freiherr v. Ketelhodt, Kirschallee 11, Ratzeburg. Manche dieser Anfragen sind der Kartei beigef&uuml;gt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Heimatkreis Sensburg hat die Kartei der AGoFF zur Digitalisierung und Auswertung dankenswerterweise zur Verf&uuml;gung gestellt. Nachdem diese im April in Berlin gescannt und die Bilder inzwischen f&uuml;r die Erschlie&#223;ung mittels unseres Erfassungsungsprogramms AGo-DES aufgenommen wurden, leitet Lothar Krieger die Erfassung der Daten. Er nimmt daf&uuml;r gern Hilfe von Mitgliedern in Anspruch, denn nur so k&ouml;nnen in absehbarer Zeit alle gemeinfreien Informationen allgemen zug&auml;nglich gemacht werden.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Berlin, den 24. August 2024.<br>Andreas R&ouml;sler<\/em><\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nPaul Gla&#223;: <i>Der Kreis Sensburg<\/i>, W&uuml;rzburg, 1960<br>\r\nNikolaus von Ketelhodt: <i>Unvergessene Heimat<\/i>, Rheinbach, 2005<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppe_kopf\" width=\"100%\">\r\n\t<thead>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td width=\"50%\"><a href=\"?p=111343\">Zur Datenbank Heimatkreiskartei f&uuml;r Stadt und Kreis Sensburg<\/a><\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t<\/thead>\r\n<\/table>\r\n<br>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"?p=168\">Zur&uuml;ck zu Projekte\/Datenbanken<\/a><br>\r\n<a href=\"?p=89716\">Zur&uuml;ck zu Forschungsstelle Ost- und Westpreu&#223;en \u2013 Sammlung von Personen- und Familiendaten<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Flucht und Vertreibung war der gr&ouml;&#223;ere Teil der Einwohner des Kreises Sensburg wie der anderen Ostdeutschen auf dem Gebiet der vier Besatzungszonen verstreut. 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