{"id":1480,"date":"2011-07-10T13:56:54","date_gmt":"2011-07-10T13:56:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=1480"},"modified":"2023-02-26T20:11:35","modified_gmt":"2023-02-26T19:11:35","slug":"geschichte-der-kirchengemeinde-prazuchy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=1480","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Pra\u017cuchy"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/2011\/09\/siegel-prazuchy.jpg\" alt=\"Kirchensiegel von Pra&#x017C;uchy\" width=\"200px\" \/><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Bereich der jetzigen Pfarrgemeinde Pra&#x017C;uchy liegt am Fl&uuml;sschen Szwendra, ein in der polnischen Reformationsgeschichte bekannter Ort. &#8211; Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts geh&ouml;rte Ko&#378;minek den Grafen Ostror&#243;g, die in der Folgezeit Anh&auml;nger der reformatorischen Bewegung wurden. Im Jahre 1555 gr&uuml;ndete hier Graf Jakob Ostror&#243;g eine B&ouml;hmisch-br&uuml;derische Gemeinde und &uuml;bergab ihr die fr&uuml;here r&ouml;misch-katholische Pfarrkirche. Vom 24. August bis 2. September 1555 tagte in Ko&#378;minek die Verbr&uuml;derungssynode zwischen den b&ouml;hmischen Br&uuml;dern und den Reformierten Kleinpolens. Die Beratungen verliefen insofern erfolgreich, als es zu einem Vergleich kam, kraft dessen die Kleinpolen sich einverstanden erkl&auml;rten, das Bekenntnis und die Ordnungen der Br&uuml;der, bei gleichzeitiger Beibehaltung ihres bisherigen Kirchentums, in ihren Gemeinden einzuf&uuml;hren. Diese Synode war f&uuml;r die weitere Entwicklung des Protestantismus in Polen von gro&#223;er Bedeutung. Die Gegenreformation ging auch an Ko&#378;minek nicht spurlos vorbei. Im Jahre 1620 l&ouml;ste sich hier die Gemeinde auf. Ihre Prediger waren:\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Albert Serpentin,<\/b> (&#8224; 1570)<br>\r\nAls r&ouml;m.- katholischer Propst und Kanonikus trat er zum lutherischen Bekenntnis &uuml;ber, wandte sich aber sp&auml;ter den b&ouml;hmischen Br&uuml;dern zu und war hernach Prediger in Ko&#378;minek und Lobsens.\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Johann Rokyta,<\/b><br>\r\nBekannt durch seine Verhandlungen am 10. und 18. Juni 1570 mit dem russischen Zaren Iwan dem Schrecklichen.\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Walenty Kornelius<\/b>\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Christoph Musonius<\/b> (&#8224; 1612)\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>Johann Musonius,<\/b>(&#8224; 1618)<br>\r\nSohn des Pfarrers und Konseniors von Liszk&#243;w, dann Pakosc und Ko&#378;minek Christoph Musonius. Er studierte in Frankfurt und Basel und wurde, nachdem er 1604 die Weihe empfangen hatte, Rektor in Lissa und polnischer Prediger. Sp&auml;ter in Ko&#378;minek und Marszewo bei Kalisch; &#8224; in Scharfenort, wohin er sich zur Synode begeben hatte. Schon fr&uuml;her, gegen Ende des 16. Jahrhunderts ging in Ko&#378;minek die h&ouml;here Schule ein, die f&uuml;r die S&ouml;hne der in der Gegend sesshaften evangelischen Adelsfamilien bestimmt war. Auf ihren Niedergang wird das 1595 von den Jesuiten in Kalisch gegr&uuml;ndete &#8222;Kollegium Nobilium&#8223; f&uuml;r die Adelsjugend des Kalischer Landes nicht ohne Einfluss gewesen sein. Ebenso bestand um 1561 nur kurze Zeit eine Druckerei in Ko&#378;minek. Aus der gro&#223;en Vergangenheit dieses Ortes ist au&#223;er denkw&uuml;rdigen geschichtlichen Erinnerungen sonst nichts &uuml;briggeblieben.\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Einwanderung deutsch-evangelischer Kolonisten in die Gegend von Ko&#378;minek und Pra&#x017C;uchy in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts wurde der Protestantismus wieder bodenst&auml;ndig. Am 28. April 1772 erteilte Martin Stanislaus von Zaremba, Generaladjutant des &#8222;Kron-Gro&#223;-Feldherrn&#8220; den arbeitsamen Haul&auml;ndern Martin Lehmann, Friedrich Jacubzik u. a. ein Privileg, das ihnen die Ansiedlung auf den L&auml;ndereien seines Dorfes Przespolew &#8222;ohne einige Abgaben sieben Jahre lang&#8223; erm&ouml;glichte. Nach Ablauf der sieben Jahre sollten die Kolonisten von einer Hufe 12 Taler Zins j&auml;hrlich zahlen, dazu noch je drei Tage im Jahr Frondienste verrichten. Wie es im Privileg weiter hei&#223;t, &#8222;erlaube ich (Zaremba) ihnen eine Schule in dieser Gemeinde zu bauen und einen Schulmeister oder Vorleser zu halten, f&uuml;r den ich ihnen auch erlaube, eine halbe Hufe zum freien Gebrauch ohne einige Abgaben und Dienste abzumessen. Auch soll ihnen frei stehen, einen Ort zum Begr&auml;bnis zu umz&auml;unen&#8223;. An den r&ouml;misch-katholischen Propst sollten die Kolonisten bestimmte Geb&uuml;hren f&uuml;r Amtshandlungen entrichten. Die auf den L&auml;ndereien von Przespolew gegr&uuml;ndete Siedlung nannte man Poro&#x017C;e. Nach der Landtabelle des Jahres 1798 wohnten hier 44 deutsch-evangelische Wirte, deren Namen waren u. a.:<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<thead>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td colspan=\"3\">1798 &#8211; 44 Wirte in Poro&#x017C;e<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t<\/thead>\r\n\t<tbody>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Kasper Weber<\/td>\r\n\t\t\t<td>Georg Ceydler<\/td>\r\n\t\t\t<td>Gottfried Gutschlink<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t\t<tr>\r\n            <td>Friedrich Lehmann<\/td>\r\n\t\t\t<td>Bernhard B&uuml;rschel<\/td>\r\n\t\t\t<td>Gottfried David<\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Gottfried David<\/td>\r\n\t\t\t<td>Jakob J&uuml;ngling<\/td>\r\n\t\t\t<td>Friedrich F&ouml;rster<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Gottlieb Becker<\/td>\r\n\t\t\t<td>Georg Fuhrmann<\/td>\r\n\t\t\t<td>Michael Kurtz<\/td>\r\n\t\t\t\r\n\t\t<\/tr> \r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Christian Ulm<\/td>\r\n\t\t\t<td>Friedrich F&ouml;rster<\/td>\r\n\t\t\t<td>Gottfried Franck<\/td>\r\n\t\t<\/tr> \r\n\t\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Georg Fechner<\/td>\r\n\t\t\t<td>Gottfried Gutsch<\/td>\r\n\t\t\t<td>Christian Schultz<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Friedrich Beyer<\/td>\r\n\t\t\t<td><\/td>\r\n\t\t\t<td>Gottfried Bresch<\/td>\r\n\t\t<\/tr> \r\n\t<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Dorf Czachulec soll nach der Schulchronik bereits 1726 angelegt worden sein. Als erste Einwanderer werden genannt:<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<thead>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td colspan=\"3\">1726 &#8211; erste Einwanderer in Czachulec<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n\t<tbody>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Johann Brauer<\/td>\r\n\t\t\t<td>Matthias Franke<\/td>\r\n\t\t\t<td>Martin Reschke<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t\t<tr>\r\n            <td><\/td>\r\n\t\t\t<td>Friedrich Tomaske<\/td>\r\n\t\t\t<td><\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\r\n\t<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">1795\/96 folgten ihnen die Kolonisten:<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<thead>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td colspan=\"3\">1795\/96 &#8211; Kolonisten in Czachulec<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n\t<tbody>\r\n\t\t<tr>\r\n\t\t\t<td>Gottfried Lange<\/td>\r\n\t\t\t<td>Johann Georg Weber<\/td>\r\n\t\t\t<td>Franz Siebert<\/td>\r\n\t\t<\/tr>\r\n\t\t<tr>\r\n            <td>Andreas Zeidler<\/td>\r\n\t\t\t<td>Franz Schmidt<\/td>\r\n\t\t\t<td>Martin Lehmann<\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\t\t\t<tr>\r\n            <td>Gottfried Fl&ouml;ter<\/td>\r\n\t\t\t<td>Andreas Pfeifer<\/td>\r\n\t\t\t<td>Christian Reimann<\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\t\t<tr>\r\n            <td>Johann Iwaniak<\/td>\r\n\t\t\t<td>Martin Jaroszewski<\/td>\r\n\t\t\t<td>Nikolaus Tzechowski<\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\t\t\t<tr>\r\n            <td>Friedrich Ostwald<\/td>\r\n\t\t\t<td><\/td>\r\n\t\t\t<td>Tobias Schmidt<\/td>\r\n        <\/tr>\r\n\t<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Grundherrn des Dominiums Skarzyn, Andreas und Ignatius Zab&#322;ocki, wiesen den Einwanderern ihre Grundst&uuml;cke zu, desgleichen auch einen Schul- und Friedhofsplatz. Darauf erbauten die Kolonisten eine einfache Schule, &#8222;und es fand sich unter ihnen der eine oder der andere, der die Kinder unterrichtete und Andachten aus mitgebrachten B&uuml;chern ihnen vorlas&#8223;. Bis 1795-1796 siedelten in Czachulec 27 deutsch-evangelische Wirthe, die indessen die Feststellung machten, dass die ihnen zugeteilten Grundst&uuml;cke viel zu klein waren. Auf ihren Einspruch hin lie&#223;en die Gebr. Zab&#322;ocki von Skarzyn das Land nochmals vermessen und die Wirtschaften der Kolonisten, nachdem sie sich von der Rechtm&auml;&#223;igkeit ihrer Klagen &uuml;berzeugt hatten, vergr&ouml;&#223;ern, wobei sie aber gleichzeitig die Wirte zu Leistungen f&uuml;r das Gut verpflichteten. 1780 entstanden Zakrzyn und Jaszczury. Auf den L&auml;ndereien des Gutes Cek&#243;w wurde um 1782 Pra&#x017C;uchy gegr&uuml;ndet. Im 19. Jahrhundert wurden dann bei Pra&#x017C;uchy die Siedlungen Celestyny, Feliks&#243;w, Annopol und Wygoda angelegt. Die Einwanderer stammten haupts&auml;chlich aus Schlesien, z.T. aus dem Posener Lande. Angeblich sollen sich die Kolonisten vor 1776 zum hl. Abendmahl nach Zduny &#8222;im Posenschen&#8223; begeben haben.<img decoding=\"async\" style=\"margin: 42px 0px 0px 8px; float: right;\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/kozminek_1.jpg\" alt=\"Ko&#378;minek\" \/><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut den Kirchenb&uuml;chern der W&#322;adys&#322;aw&#243;wer evangelisch-lutherischen Gemeinde bereiste von 1777 deren erster Pastor Martin August Marggraf die evangelischen Kolonien um Pra&#x017C;uchy. So vollzog er 1777 in Poro&#x017C;e die Taufe der Marie Elisabeth Redlich, wor&uuml;ber er berichtet &#8222;Dieses Kind habe ich als das erste aus dieser Gemeinde im Poroscher Haulande selbst getauft&#8223;. Seit 1782 bediente Pastor Karl Jeremias Callmann aus Stawiszyn die Evangelischen von und um Pra&#x017C;uchy, indem er dreimal j&auml;hrlich in Pra&#x017C;uchy und zw&ouml;lfmal in Ko&#378;minek Gottesdienst hielt. Da er dieser Administration wegen Schwierigkeiten mit seiner Gemeinde und den Beh&ouml;rden hatte, so nahm er in den Jahren 1790\/94 davon Abstand. Am 23. August 1797 entschloss sich Pastor Callmanns Nachfolger, Pastor Friedrich Heinrich Wilhelm Ernst Jonathan Grimm, die Betreuung der sich selbst ganz &uuml;berlassenen Evangelischen von Pra&#x017C;uchy wieder zu &uuml;bernehmen. &#8222;Trauungs-Acta vom Jahre 1800 in der Parochialkirche zu Pra&#x017C;uchy verrichtet bis zum Jahre 1808 d.T. Junius vom Herrn Pastor Grimm dem bereisenden Prediger. Von da an aber vom vocirenden Prediger Siegmund Wilhelm Valentin K&uuml;nzel&#8223;. Von 1809-1824 wurden die Geburtsakten deutsch gef&uuml;hrt; ab 1823 polnisch. Nach Pastor K&uuml;nzels Tode (&#8224; 1824) unterzeichnete vertretungsweise Kantor Schinschke die Akten. Er beabsichtigte anf&auml;nglich, nach Pra&#x017C;uchy, wo er ein Filial zu gr&uuml;nden vorschlug, gottesdiensthalber zw&ouml;lfmal j&auml;hrlich zu kommen, dagegen nach Ko&#378;minek nur dreimal. Weder die Evangelischen von Pra&#x017C;uchy noch die von Ko&#378;minek konnten sich mit seinem Vorschlag anfreunden. W&uuml;nschten die Ersten die Gr&uuml;ndung einer selbstst&auml;ndigen Gemeinde in Pra&#x017C;uchy, so forderten wiederum die Andern, der Stawiszyner Pastor solle sie mehr als dreimal j&auml;hrlich besuchen. Sie weigerten sich auch, nach Pra&#x017C;uchy eingemeindet zu werden. Der Gegensatz zwischen beiden Gemeinden f&uuml;hrte sogar dahin, dass 1799 Pra&#x017C;uchy mit Ko&#378;minek, das man zu einem Filial erhob, wider eigenen Willen verbunden wurde. 1799 fanden in Ko&#378;minek die Gottesdienste im Rathause statt. Dort war, wie es hei&#223;t, &#8222;ein gro&#223;er Saal, der sich sehr gut zu gro&#223;en Versammlungen schickte, &#8230; auch ist lutherischer Gottesdienst gehalten worden&#8223;. Schon nach einem Jahre zeigte sich aber, dass das Filial infolge der ablehnenden Haltung von Pra&#x017C;uchy nicht lebensf&auml;hig war. Darum fiel es der Aufl&ouml;sung anheim.<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<tbody>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/kozminek_2.jpg\" alt=\"Die Kirche in Ko&#378;minek\" \/><\/p><\/td>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/kozminek_3.jpg\" alt=\"Der Altarraum im Jahr 2003\" \/><\/p><\/td>\r\n\t<\/tr>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p>Die Kirche in Ko&#378;minek<\/td>\r\n\t\t<td><p>Der Altarraum im Jahr 2003<\/td>\r\n\t<\/tr>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/kozminek_4.jpg\" alt=\"Das Kantorhaus in Ko&#378;minek\" \/><\/p><\/td>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/kozminek_5.jpg\" alt=\"Die erste Schule in Ko&#378;minek\" \/><\/p><\/td>\r\n\t<\/tr>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p>Das Kantorhaus in Ko&#378;minek<\/p><\/td>\r\n\t\t<td><p>Die erste Schule in Ko&#378;minek<\/p><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1797 wirkte als Lehrer in Pra&#x017C;uchy Gottfried Wojt, dem die Gemeinde zwei Morgen Land zu seinem Unterhalt gab und den &#8222;vor zehn Jahren Pastor Callmann angestellt hat&#8220;. Die Zahl der Schulkinder betrug damals in Pra&#x017C;uchy 23. In Czachulec war 1797 Lehrer Johann Friedrich Ulrich; 17 evangelische Kinder besuchten hier die Schule. Als Lehrer von Ko&#378;minek wird 1806 der ehemalige Student der Theologie Karl Gottlob Geyer erw&auml;hnt. 1800 wohnten hier 23 evangelische Familien; schulf&auml;hige Kinder gab es 15.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30. November 1799 baten die Evangelischen von und um Pra&#x017C;uchy die s&uuml;dpreu&#223;ischen Beh&ouml;rden, ihnen die Gr&uuml;ndung einer selbstst&auml;ndigen Pfarrgemeinde und den Bau eines Gotteshauses zu gestatten. Wildegans, der damalige Besitzer von Pra&#x017C;uchy und Alt Cek&#243;w, &auml;u&#223;erte seine Bereitwilligkeit, den Kirchbau durch materielle Hilfe in Form von Bauholz und Geld zu unterst&uuml;tzen. Am 22. Juni 1800 lehnten die Beh&ouml;rden die Bitte der Prazucher Evangelischen ab und teilten ihnen gleichzeitig mit, dass der Stawiszyner Pastor an katholischen Feiertagen in Pra&#x017C;uchy zw&ouml;lfmal und in Ko&#378;minek dreimal im Jahr Gottesdienste abhalten d&uuml;rfe. Diese Entscheidung erregte gro&#223;e Unzufriedenheit. Hielt man einerseits an der Absicht der Gemeindegr&uuml;ndung fest, so w&uuml;nschte man andererseits, der Stawiszyner Pastor m&ouml;chte nicht an katholischen Feiertagen, sondern jeden vierten Sonntag im Monat nach Pra&#x017C;uchy kommen. Am 4. April 1804 wiederholten die Evangelischen der Prazucher Gegend ihr Ersuchen bez&uuml;glich der Gemeindeeinrichtung und des Kirchbaues. Diesmal wurden sie vom Gutsbesitzer Christoph von Celinski aus Cek&#243;w unterst&uuml;tzt, der sich um die Bildung &#8222;eines separaten evangelischen Kirchensystems f&uuml;r die umliegenden Haul&auml;nder&#8223; bem&uuml;hte. In dem am 22. Dezember 1804 an die Beh&ouml;rden gerichteten Gesuch wurde er &#8222;wegen Versetzung der Stawiszyner Mutterkirche nach Cek&#243;w&#8223; vorstellig, wobei er seine Hilfe &#8222;zur k&uuml;nftigen Unterhaltung des Kirchensystems&#8223; in Aussicht stellte. Pastor Grimm wandte sich entschieden gegen die Verlegung des Pfarrsitzes von Stawiszyn nach Cek&#243;w. Auch die preu&#223;ischen Beh&ouml;rden waren dagegen, teils weil durch die Verselbstst&auml;ndigung von Pra&#x017C;uchy die Gemeinde Stawiszyn eine Schw&auml;chung erf&uuml;hre, teils auch weil ihr Celinskis Unterst&uuml;tzung nicht ausreichend zu sein schien. Am 16. Januar 1805 unternahm Celinski wiederum Schritte bei den Beh&ouml;rden. Am 21. Januar d.J. bef&uuml;rwortete in einem Schreiben Garczynski, der Gutsbesitzer von Kosm&#243;w, die Errichtung einer evangelischen Kirche in Szadek. Er erbot sich, f&uuml;r diesen Zweck das gesamte Bauholz sowie ein j&auml;hrliches Deputat zum Unterhalt des jeweiligen Pastors zu bewilligen. Am 29. Januar 1805 und am 28. Februar d.J. wurden Garczynskis und Celinskis Antr&auml;ge beh&ouml;rdlicherseits abgelehnt. Dies bewog die Evangelischen von Pra&#x017C;uchy, am 15. M&auml;rz 1805 nun zum dritten Male die Erreichung des von ihnen mit hei&#223;em Bem&uuml;hen erstrebten Zieles der Begr&uuml;ndung eines eigenen Kirchspiels bei den Beh&ouml;rden zu versuchen. Am 1. Mai 1805 wurde endlich die gew&uuml;nschte Genehmigung erteilt, mit dem Hinweis, dass Pra&#x017C;uchy und die in seiner N&auml;he liegenden evangelischen Kolonien von Stawiszyn getrennt werden. Die endg&uuml;ltige Losl&ouml;sung geschah jedoch erst nach drei Jahren. Am 1. Mai 1808 ordnete n&auml;mlich Konsistorialrat Herzberg aus Kalisch an  &#8222;Cek&#243;w, Pra&#x017C;uchy, Przespolew, Jaszczury werden von &#8230; Stawiszyn getrennt und zu einem eigenen Kirchspiel vereinigt&#8223;.<br \/>\r\nDer 1. Mai 1808 ist somit das Gr&uuml;ndungsdatum der Gemeinde Pra&#x017C;uchy.<br \/>\r\nKo&#378;minek schloss sich der neuen Parochie nicht an, sondern blieb weiter mit Stawiszyn, sp&auml;ter sogar mit der Gemeinde Kalisch verbunden. Nachdem es sich fast 100 Jahre von Pra&#x017C;uchy fernhielt, wurde es 1907 dem Kirchspiel Pra&#x017C;uchy einverleibt. Im Gr&uuml;ndungsjahr der Parochie wurden auch Kirche und Pfarrhaus aus Holz erbaut. Gutsbesitzer Celinski schenkte den Platz zum Gotteshaus wie auch 6 Morgen Pfarr- und 2 Morgen Kantoratsland. Er verpflichtete sich noch, dem jeweiligen Pastor ein j&auml;hrliches Deputat zu geben, bestehend aus 4 Viertel Roggen, 2 Viertel Weizen, 2 Viertel Gerste, 1 Viertel Erbsen, 1 Viertel Buchweizen, 10 Klafter Holz, 5 Tonnen Bier. Zum Friedhof in Pra&#x017C;uchy schenkte Celinski 1 Morgen Land. In diesem Zusammenhang sei noch darauf hingewiesen, dass bei der Parzellierung des Gutes Cek&#243;w die Pfarrgemeinde als Entsch&auml;digung f&uuml;r das fr&uuml;her erhaltene Deputat 14 Morgen Land zugewiesen bekam, davon 12 Morgen zur Nutznie&#223;ung des Pastors und 2 des Kantors.<br \/>\r\nNach der &auml;u&#223;eren Einrichtung des Gemeindewesens wurde als erster Seelsorger von Pra&#x017C;uchy Pastor Sigismund Wilhelm Valentin K&uuml;nzel, vordem (seit 1798) Kandidat und Informator an dem Kgl. Kadetten Institut zu Kalisch, &#8222;am 5.Juni des Jahres 1808 voziert&#8223;. <em>Bis zu seinem Antritt wurden in den ganzen 74 standesamtlich in Pra&#x017C;uchy eingetragenen Taufen vollzogen; bis 1808 sind 23 Personen gestorben.<\/em> In seine Amtszeit fiel Napoleons Kriegszug gegen Russland, der auch die Gemeindeglieder in Mitleidenschaft zog. Die fremden Truppen pl&uuml;nderten die D&ouml;rfer, beschlagnahmten Lebensmittel, Vieh, Geschirr u.a., so dass die Not unter der Landbev&ouml;lkerung gro&#223; war. Nach Kriegsende erholten sich die Kolonisten dank emsiger Arbeit und z&auml;her Ausdauer wirtschaftlich wieder. Pastor K&uuml;nzel bediente Pra&#x017C;uchy bis zu seinem Tode am 17. M&auml;rz 1824. Die Pastoren Modl aus Kalisch und Grimm aus Stawiszyn vollzogen seine Beerdigung auf dem Prazucher Friedhof.<br \/>\r\nNoch im gleichen Jahr trat das freie Pfarramt der aus Schawoine bei Trebnitz in Schlesien geb&uuml;rtige Pastor Friedrich R&uuml;diger an. An Stelle der kleinen Holzkirche, die der Gemeinde 25 Jahre als Gotteshaus gedient hat, errichtete er 1833 eine massive Kirche,deren Baukosten sich auf 20.011 Z&#322;. 25 Gr. beliefen.Die Regierung gew&auml;hrte eine Beihilfe von 5.000 Zl., die betr&auml;chtliche Restsumme bestritt die Gemeinde selbst. Pastor R&uuml;diger amtierte hier gleichfalls bis zu seinem Tode am 17. August 1843.<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<tbody>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_kirche_1933_1.jpg\" alt=\"Portalansicht der Kirche im Jahr 1933\" \/><\/p><\/td>\r\n\t\t<td><p><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_kirche_1933_2.jpg\" alt=\"Seitenansicht der Kirche im Jahr 1933\" \/><\/p><\/td>\r\n\t<\/tr>\r\n\t<tr>\r\n\t\t<td><p>Portalansicht der Kirche im Jahr 1933<\/td>\r\n\t\t<td><p>Seitenansicht der Kirche im Jahr 1933<\/td>\r\n\t<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Nachfolger wurde 1845 der im Dorf Klein Ellguth bei Oels beheimatete Pastor Karl Christian Jarnecki. Zu seiner Zeit wurde das h&ouml;lzerne Pfarrhaus erweitert. Der Stand des religi&ouml;sen Lebens war damals, wie das aus dem Protokoll der Kirchenvisitation vom 26. Juni 1876 hervorgeht, erfreulich.<img decoding=\"async\" style=\"margin: 4px 0px 0px 8px; float: right;\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_kirche_1933_4c.jpg\" alt=\"Die Kirchenkanzel\" \/> So hei&#223;t es dort u.a. &#8222;Besondere Laster herrschen (im Kirchspiel) nicht, der Abendmahlsgenuss ist regelm&auml;&#223;ig, Hausandachten in vielen Familien gebr&auml;uchlich, Bibeln und Andachtsb&uuml;cher verbreitet, Ehescheidungen kommen nicht vor, uneheliche Geburten etwa 5%. Au&#223;er einigen Baptisten-Familien gibt es in der Gemeinde keine Sekte&#8223;. Es sei noch angef&uuml;hrt, dass Privatversammlungen regelm&auml;&#223;ig in der Gemeinde stattfanden, die sich durchaus in kirchlichen Bahnen bewegten. Das sittliche Leben war im Allgemeinen ehrbar. Damit ist aber nicht gesagt, als ob es ganz frei von Ausw&uuml;chsen gewesen w&auml;re. Im Gegenteil, die Unzucht, fr&uuml;her durch die sogenannten Sachseng&auml;ngerei gef&ouml;rdert, nahm nicht ab. Es sind jedoch Ans&auml;tze zur Besserung vorhanden. Das Sektenwesen drang in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts in die Gemeinde ein. An Ausbreitung hat es nicht gewonnen. Nur wenige baptistische Familien fielen von der Kirche ab. In den Jahren 1918-20 versuchte die Sekte &#8222;Albrechtsbr&uuml;der&#8223; im Kirchspiel Fu&#223; zu fassen. Nach langj&auml;hrigen Bem&uuml;hungen, dabei reichlich mit fremden Geldmitteln unterst&uuml;tzt, gelang es ihr, 10 Familien zu gewinnen. Weitere Erfolge hatte sie trotz gr&ouml;&#223;ter Anstrengungen nicht zu verzeichnen. Ihr Mittelpunkt war das Bethaus in Cek&#243;w.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Pastor Jarnecki, der w&auml;hrend der Predigt am 1. Weihnachtsfeiertag des Jahres 1877 starb, bezog das verwaiste Pfarramt Pastor Edmund Herrmann Schultz. Er renovierte die Kirche und schaffte eine Orgel an.<img decoding=\"async\" style=\"margin: 8px 8px 0px 0px; float: left;\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_kirche_1933_5b.jpg\" alt=\"Die Kirchenorgel\" \/> Von Pra&#x017C;uchy aus administrierte er eine Zeitlang auch Sobieseki und Konin. Nach f&uuml;nfj&auml;hrigem Wirken (1879-1884) &uuml;bernahm er die Betreuung der Gemeinde Lublin.<br>\r\nSeelsorger von Pra&#x017C;uchy wurden 1887 Pastor Adolf Schroeter, der seit 1884 von Sobieseki aus Pra&#x017C;uchy verwaltete; nach ihm dann seit 1894 Pastor Adolf Krempin. Letzterer erweiterte durch einen einst&ouml;ckigen Anbau das Pastorat. Er f&uuml;hrte auch den Kindergottesdienst in Pra&#x017C;uchy ein. Sein Nachfolger Pastor August Gerhardt ordnete den Kindergottesdienst nach dem Gruppensystem und gr&uuml;ndete einen J&uuml;nglings- und Jungfrauenverein.. Im Jahre 1908 erbaute er in Ko&#378;minek ein neues einst&ouml;ckiges Schul- und Bethaus. F&uuml;r diesen Bau verwendete man Holz und Ziegeln eines in Nakwasin bei Ko&#378;minek gelegenen Getreidespeichers, der nach m&uuml;ndlicher &uuml;berlieferung in fr&uuml;herer Zeit als arianisches Gotteshaus gedient haben soll.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1901 lie&#223; der Landwirt August Wilhelm den Glockenturm auf eigene Kosten errichten.<br><img decoding=\"async\" style=\"margin: 8px 0px 0px 8px; float: right;\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_kirche_1933_3.jpg\" alt=\"Der Glockenturm\" \/> Ab 1912 wirkte im Kirchspiel Pastor Johann Gustav Friedenberg. Im Jahre 1913 vergr&ouml;&#223;erte er die Kirche durch einen Anbau, dessen Kosten sich auf ann&auml;hernd 7000 Rubel beliefen. Im 1. Weltkrieg 1914\/18 wurde Pastor Friedenberg am 19. Mai 1915 von den deutschen Besatzungsbeh&ouml;rden verhaftet, am 12. Juni des Jahres vor das Kriegsgericht gestellt und zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Durch ein Gnadengesuch an Kaiser Wilhelm II wurde die Zuchthausstrafe in Festungshaft von gleicher Dauer umgewandelt. Der Grund zur Verurteilung lag angeblich darin, dass Pastor Friedenberg w&auml;hrend der Okkupation die Reservisten seiner Gemeinde aufgefordert h&auml;tte, ihrer Milit&auml;rpflicht als russische Staatsb&uuml;rger zu gen&uuml;gen. Nach fast zweij&auml;hriger Haft in den Gef&auml;ngnissen Berlin-Tegel und Gro&#223;-Strelitz bei Oppeln kehrte er am 29. April 1917 auf F&uuml;rsprache des stellv. Gen.- Sup. Pastor Gundlach aus Lodz hin in den Warschauer Konsistorialbezirk zur&uuml;ck. Doch erst mit Genehmigung des General-Gouverneurs von Beseler durfte er seine pfarramtliche T&auml;tigkeit in Pra&#x017C;uchy wieder aufnehmen. W&auml;hrend seiner Abwesenheit wurde die Gemeinde von den Pastoren Wende und S&uuml;&#223; betreut.<br \/>\r\nIn den Jahren 1918\/20 trat in der Parochie die Sekte der &#8222;Albrechtsbr&uuml;der&#8223; auf, der sich etwa 10 Familien anschlossen. Religi&ouml;ser St&uuml;tzpunkt dieser Sekte war das Bethaus in Cek&#243;w. Pastor Friedenberg versuchte seinerseits, in seiner Gemeinde die Kirchenzucht einzuf&uuml;hren. Die Parochialversammlung vom 6. Juni 1926 fasste sogar den Beschluss, W&uuml;rfelspiel, Tanzvergn&uuml;gungen und dergleichen im Kirchspiel zu untersagen. Darauf hin soll sich der sittliche Zustand der Gemeinde gebessert haben. Trunksucht, Nachleichen (Nachtbegr&auml;bnisse), Unzucht u.a. sollen nachgelassen haben. Der Unbotm&auml;&#223;igen wurde im sonnt&auml;glichen Gottesdienst f&uuml;rbittend gedacht; bei sittlichen Fehltritten den Br&auml;uten das Tragen der Myrtenkr&auml;nze und des Schleiers verboten.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das alte Schul- und Bethaus in Czachulec, dessen Schullokal bis 1931 zugleich auch als Betsaal benutzt wurde, wurde nach 1931 ausschlie&#223;lich f&uuml;r Schulzwecke verwendet und diente auch als Wohnung f&uuml;r den r&ouml;misch-katholischen Schulleiter. Das Geb&auml;ude mit dem Schulland ging in den Besitz der Gmina Skarzyn &uuml;ber. Infolgedessen entschloss sich die Kantoratsgemeinde, ein neues Bethaus zu errichten. Im Jahre 1932 war der Bau des Bethauses mit einem Betsaal und einer Zweizimmerwohnung mit K&uuml;che f&uuml;r den Kantor so weit gediehen, dass in ihm Gottesdienste stattfinden konnten.<img decoding=\"async\" style=\"margin: 8px 0px 0px 12px; float: right;\" src=\"wp-content\/pic\/kalisch\/prazuchy_bethaus_czachluec_1933.jpg\" alt=\"Bethaus Czachluec 1933\" \/> Am 26. August 1933 wurde es in Verbindung mit der 125-j&auml;hrigen Jubil&auml;umsfeier des Kirchspiels, vom General-Superintendent D. Bursche im Beisein der Pastoren Superintendent Wende aus Kalisch, Sachs aus Turek, Kersten aus Stawiszyn und Friedenberg aus Pra&#x017C;uchy feierlich eingeweiht. Der Starost Boryslawski aus Turek war ebenfalls erschienen. Am gleichen Tage beging die Kantoratsgemeinde Ko&#378;minek das 25-j&auml;hrige Jubil&auml;um ihres Bestehens und der Erbauung ihres Bethauses, an dem gleichfalls der General-Superintendent und eine Reihe von Pastoren teilgenommen haben. Im Rahmen dieser Feier weihte Superintendent Wende die neue Kanzel ein, die von den Kantoratsmitgliedern gestiftet worden war. Am darauffolgenden Tage, dem 11. Sonntag nach Trinitatis (27. August 1933) fanden in Pra&#x017C;uchy das 125-j&auml;hrige Jubil&auml;umsfest der Gemeinde und die Jahrhundertfeier der dortigen evangelisch-lutherischen Kirche statt. Au&#223;er den vorgenannten Pastoren erschienen noch der Kalischer Starost Ostaszewski, der Kirchengesangverein aus Kalisch, die Gesangch&ouml;re aus Pra&#x017C;uchy und Ko&#378;minek sowie der Posaunenchor aus Pra&#x017C;uchy. Aus Anlass der Jubil&auml;umsfeierlichkeiten wurde die Kirche von innen und au&#223;en instandgesetzt.<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nKneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Di&ouml;zese, Plauen im Vogtland 1937<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n&nbsp;\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n<hr \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p><a href=\"?p=1476\">Evangelische Kirchengemeinde Pra&#380;uchy<\/a><\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n&nbsp;\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Bereich der jetzigen Pfarrgemeinde Pra&#x017C;uchy liegt am Fl&uuml;sschen Szwendra, ein in der polnischen Reformationsgeschichte bekannter Ort. &#8211; Seit dem Ende des 16. 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Im Jahre 1555 gr&uuml;ndete hier Graf Jakob Ostror&#243;g eine B&ouml;hmisch-br&uuml;derische Gemeinde und &uuml;bergab ihr die fr&uuml;here r&ouml;misch-katholische <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=1480\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Pra\u017cuchy<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2282],"class_list":["post-1480","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","tag-prazuchy-ev-kirchengemeinde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1480"}],"version-history":[{"count":159,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":28073,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1480\/revisions\/28073"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1480"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1480"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1480"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}