{"id":21988,"date":"2013-11-02T13:57:14","date_gmt":"2013-11-02T13:57:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=21988"},"modified":"2018-12-16T10:58:34","modified_gmt":"2018-12-16T09:58:34","slug":"geschichte-des-sensburger-gebietes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=21988","title":{"rendered":"Geschichte des Sensburger Gebietes"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n<div style=\"text-align:center\">\r\n<table class=\"table_friedhof\">\r\n<tr>\r\n<td><a href=\"wp-content\/uploads\/images\/fgr_sensburg\/grafiken\/karte_schameiten_1495x1720.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-26392\" src=\"wp-content\/uploads\/images\/fgr_sensburg\/grafiken\/karte_schameiten_260x300.jpg\"  alt=\"Wildnis\" width=\"260\" height=\"300\" \/><\/a><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr><td colspan=\"3\">&nbsp;<\/td><\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Die Gro&#223;e Wildnis<br><em>Quelle: Heinrich Harmjanz:<br>Ostpreu&#223;ische Bauern<br>Volkstum und Geschichte, 1938, S. 46\/47<\/em> <\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify\">Lange Zeit war die &#8222;Gro&#223;e Wildnis&#8220; am Rande des <a title=\"Ordensstaat\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Ordensstaat\">Ordensstaates<\/a> nur d&uuml;nn besiedelt. So leer, wie man vermuten m&ouml;chte, war die &#8222;Wildnis&#8220; allerdings nicht. Schon fr&uuml;hzeitig, in der ersten H&auml;lfte des 14. Jahrhunderts, legten Deutschordensritter hier im alten Gallinden feste St&uuml;tzpunkte an, sogenannte Wildh&auml;user, die st&auml;ndig vermehrt wurden. Man mu\u00df sie sich als urspr&uuml;nglich ziemlich einfache, befestigte Blockh&auml;user vorstellen, die dem Orden als Vorpostenstellungen zur Beobachtung der Wildnis dienten, aber auch als Vorratslager und R&uuml;ckhalt f\u00fcr die in der n&auml;heren und weiteren Umgebung t&auml;tigen Fischer und J&auml;ger, die hier ihre Ertr&auml;ge an Fischen, Honig, Wachs, Wildbret, H&auml;uten und Fellen absetzen und daf\u00fcr Proviant und sonstigen Bedarf eintauschen konnten. \r\nSolche Wildh&auml;user, oft auch Jagdbuden genannt, wurden im alten Gallinden \u2013 sp&auml;ter Teil Masurens \u2013 bereits im 14. Jahrhundert gegr&uuml;ndet, um 1350 auch in Ortelsburg und Willenberg. Doch auch Angerburg, Insterburg, Rastenburg, Johannisburg, Neidenburg, Seehesten, Rhein und Lyck hatten in solchen burgartig ausgebauten &#8222;Wildh&auml;usern&#8220; des Deutschen Ordens ihren Ursprung. \r\nDiese Wildh&auml;user und Jagdbuden hatten f\u00fcr den Orden und die landesherrliche Versorgung einen wichtigen Stellenwert. Was man \u2013 etwa beim Wildbret \u2013 nicht sofort verzehren konnte, das wurde in F&auml;ssern eingep&ouml;kelt, ged&auml;rrt, ger&auml;uchert oder sonst wie haltbar gemacht. Das hatte f\u00fcr die Proviantierung der zahlreichen Ordensh&auml;user eine erhebliche Bedeutung.<\/p>\r\n\t\r\n\t\t\r\n<p style=\"text-align: justify\"> \r\n\tDie Verwaltung des Ordensstaat gr&uuml;ndete sich auf Komtureien, die in Kammer&auml;mter unterteilt waren. Eines davon entstand Mitte des 14. Jahrhunderts in Seehesten (<i>Szestno<\/i>), wo der Amtshauptmann residierte. 1723 wurden die &#8222;Kriegs- und Dom&auml;nenkammern&#8220; in Ostpreu&#223;en im Zuge einer Verwaltungsreform eingerichtet, darunter auch die Kammer in Gumbinnen, zu der der Kreis Seehesten geh&ouml;rte. An die Stelle der Amtshauptleute traten ernannte Landr&auml;te.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die ersten Gr&uuml;ndungen waren Freid&ouml;rfer mit kulmischem Recht \u2013 1367 Rauwewang (Rudwangen) mit drei Verschreibungen je 11 Hufen), 1371 Langenbr&uuml;ck  mit zun&auml;chst einer Verschreibung zu 10 Hufen und 1373 Wei&#223;enburg mit f&uuml;nf Verschreibungen zu je 10 Hufen. Wei&#223;enburg wuchs bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts bis auf 105 Hufen und war das gr&ouml;&#223;te  Freidorf im Amt. Die Grundst&uuml;cke dieser Freid&ouml;rfer wurden in der Regel an mehrere Verwandte verliehen und wurden im Laufe der Zeit unter ihnen aufgeteilt. Die &uuml;brigen D&ouml;rfer wurden als Zins- oder Bauernd&ouml;rfer gegr&uuml;ndet mit einem Lokator als Erbschulz mit Freihufen und Bauern, die meist 2 Zinshufen erhielten.<\/p>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1348 &#8211; Am &ouml;stlichen Rand des <em>Junosees (jez. Juno) <\/em>errichtete man 1348 eine Ordensburg (Seesten)<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1348 &#8211; Gleichzeitig wurde am Scho&#223;see (jezioro Czos) eine kleine Burg, wohl ein Wildhaus, angelegt (Sensburg). Diese Wehranlage des Ordens verschwand allerdings sehr schnell wieder, weil man der Burg in Seehesten\/Seesten den Vorzug gab, aber sie bildete dennoch den Ausgangspunkt f&uuml;r eine Siedlung. Erstmals erw&auml;hnt wurde die <b>Siedlung<\/b> unter Hochmeister Konrad von Jungingen 1397. Sie erhielt die Handfeste zwischen 1404 und 1409, best&auml;tigt 1444.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1350 &#8211; Die Litauer zerst&ouml;rten die Seester Ordensburg<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1367 &#8211; Burg Seesten (Seehesten) nach Zerst&ouml;rung neu erbaut<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1367 &#8211; Freidorf Rudewang (Rudwangen) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1371 &#8211; Langenbr&uuml;ck wird gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1371 &#8211; st&uuml;rmen Litauer das Haus Seehesten, verbrennen die Vorburg, morden und pl&uuml;ndern in der Umgebung.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1373 &#8211; Erteilung der Handfeste f&uuml;r Warpuhnen, S&ouml;nntag, Bothau und Schillingsh&ouml;fen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1376 &#8211; Wei&#223;enburg gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1379 &#8211; wurde Sorquitten gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1379 &#8211; verschrieb Winrich von Kniprode die G&uuml;ter Sorquitten, Millucken und Stamm an die 4 Br&uuml;der  &#8222;derer von Oelsen&#8220;.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1391 &#8211; Gr&uuml;ndung der G&uuml;ter der Pustnicker Freien.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1391 &#8211; Maradtken gegr&uuml;ndet (sp&auml;ter Freidorf).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1392 &#8211; wurde Grunau, das &auml;lteste Zinsdorf des Kreises Sensburg, gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1392 bis 1396 &#8211; Zinsdorf Eichmedien gegr&uuml;ndet. (Erhielt 1402 eine neue Handfeste &uuml;ber 70 Hufen).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1397 &#8211; wird das Gut Allmoyen von Hans von Olsyn frei zu k&ouml;lmischem Recht mit 20 Hufen an die Erwerber Glandian und Niclas abgetreten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1397-  wird das Beutnerdorf Aweyden gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1399 &#8211; wurde Salpkeim gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1400 &#8211; wurde die erste Ordenskirche des Kreises in Seehesten erbaut.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1401 &#8211; Zinsdorf Seehesten und Freigut Peitschendorf (Petzendorf) gegr&uuml;ndet. Ab 1401 residiert ein Pfleger der Komturei Balga in der Ordensburg. <\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1411 &#8211; Fasten wird gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1421 &#8211; Verschreibung des Gutes Steinfelde (Kamionka u. Niklosburg).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1421 &#8211; M&uuml;hle in Salpkeim erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1422 &#8211; Br&ouml;dienen, Mertinsdorf und Stangenwalde gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1422 &#8211; M&uuml;hle in Salpkeim erstmals urkundlich erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1435 &#8211; Verschreibung von Zudnochen (Siebenh&auml;fen) mit 20 Hufen (336 ha) an Niclas Zudnoch.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1437 &#8211; erste Feuergesch&uuml;tze (1 Stein-und 2 Tarrasb&uuml;chsen) in Seehesten stationiert.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1437 &#8211; wird Muntau gegr&uuml;ndet und Meybowen in Reuschendorf umbenannt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1442 &#8211; Aus diesem Jahre ist die &auml;lteste Urkunde im Ratsarchiv der Stadt Sensburg erhalten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1442 &#8211; schenkt Hochmeister Konrad von Ehrlichhausen der Stadt Sensburg den Scho&#223;-See, ankn&uuml;pfend an eine Schenkung Heinrichs von Plauen.<\/span><\/span><\/span>\r\n<p align=\"left\">20. Februar 1444 &#8211; In der &#8222;Stadt Seinsburgk Hantvesten&#8220; best&auml;tigte der Hochmeister des Deutschen Ordens, Konrad von Ehrlichshausen, dem B&uuml;rgermeister, den Ratsm&auml;nnem und der Gemeinde der Stadt Sensburg die Verleihung von 160 Hufen Land nach kulmischem Recht<\/p>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1444 &#8211; wird Nikolaiken zum ersten Mal urkundlich erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1448 &#8211; Gr&uuml;ndung des Beutnerdorfes Patschendorf (Peitschendorf).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1450 &#8211; wird erstmals Burschewen (Pru&#223;h&ouml;fen) im Amtsbuch von Seehesten mit dem Ortsnamen Falkenhayn erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n<p align=\"left\">12. \/14. August 1450 &#8211; Dem neuen Hochmeister des Deutschen Ordens, Ludwig von Erlichshausen, huldigten bei seinem Huldigungsumzug im Ordenstand die Ritter, Freien und Schulzen des Pflegeamts Sehesten und der Rat, Scheppen und die ganze gemeyne der Stadt Seynszburg.<\/p>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1471 &#8211; Gr&uuml;ndung von Probergs.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1477 &#8211; erh&auml;lt das bereits bestehende Dorf Gurkeln eine neue Handfeste.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1482 &#8211; Erteilung der Rudwanger Bienerhandfeste an die Beutner in Polschendorf (Stangenwalde), Proberg, Muntau, Reuschendorf und Rudwangen durch den Pfleger Otto von Drauschwitz.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1483 &#8211; wird in der verbrannten Chronik ein Kirchenpatron von Ribben erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1484 &#8211; am 12. Mai wird Johannes, Jacobi de Wun&#223;dorff in Sensburg als Pfarrer eingesetzt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1494 &#8211; wird urkundlich der 1. Pfarrer der Kirche in Sorquitten erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1499 &#8211; Verleihung der Handfeste f&uuml;r Schaden mit 44 Hufen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>Noch 1525, zu Beginn der Reformation, sind die \u00c4mter Ortelsburg und Seehesten im S\u00fcden Ostpreu\u00dfens am sp\u00e4rlichsten besiedelt. Ganz Masuren bestand zu jener Zeit noch zu \u00fcber 60 Prozent aus Wald, Bruch, Wasser, Wildnis. Erst danach fa\u00dften auch hier von Norden und Westen Siedler ins Land Fu\u00df und rodeten es. Doch auch im 16. Jahrhundert blieb der \u00f6stliche Teil des Gebiets noch weitgehend Wildniszone. Dazu geh\u00f6rte neben Johannisburg auch Nikolaiken mit seinen gro\u00dfen Urw\u00e4ldern.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1503 &#8211; wird dem &#8222;bescheidenen Nicolaien Schmidt&#8220; die Handfeste f&uuml;r das sp&auml;tere Kirchdorf Schimonken (Schmidtsdorf) erteilt.<\/span><\/span><\/span>\r\n<p align=\"left\">1507 &#8211; Eine M&uuml;hle in Sensburg wurde erstmals 1507 im Visitationsbericht der Komturei Balga dokumentiert mit dem Satz: &#8222;die mole vorm hawse und die mole zu Senszberg gehen uf die metze&#8220;.<\/p>\r\n<p align=\"left\">1510 &#8211; Markgraf Albrecht von Brandenburg-Ansbach, Neffe des polnischen K&ouml;nigs, wird zum Hochmeister des Deutschen Ordens gew&auml;hlt<\/p>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1512 &#8211; Gr&uuml;ndung von Talten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1516 &#8211; wurde die erste Br&uuml;cke in Nikolaiken erbaut.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1520 &#8211; Gro&#223;brand in Sensburg.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1521 &#8211; Jacob Pfauher wird zum Pfleger im Amt Seehesten ernannt.<\/span><\/span><\/span>\r\n<p style=\"text-align: justify\">ab 1525 &#8211; Pflegeamt &#8222;Sehesten&#8220; wurde in ein Hauptamt umgewandelt (unter Beibehaltung derer Grenzen und Verwaltungsstrukturen)<\/p>\r\n17. September 1527 &#8211; Herzog Albrecht verleiht der Stadt Sensburg das Marktrecht\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1527 &#8211; Pestepedemie im Kreis Sensburg<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1535 &#8211; Kirche in Nikolaiken urkundlich erw&auml;hnt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1541 &#8211; Erste Evangelische Kirchenvisitation im Kirchspiel Aweyden.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1542 &#8211; wurde Klein Stamm gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1542 &#8211; wird Georg von Rechenberg Amtshauptmann im Amt Seehesten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1544 &#8211; erhielten die &#8222;Freien von Sawadden&#8220; (Balz) am 11. Oktober von Herzog Albrecht die Handfeste.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1544 &#8211; wird der Kollogiener Krug dem Zacharias von Petzendorf (Peitschendorf) verschrieben.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1545 &#8211; erh&auml;lt am 26. 10. Olschewen (Erlenau) die Handfeste mit 55 Hufen (1034 ha).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1548 &#8211; wird Wosnitzen (Julienh&ouml;fen) gegr&uuml;ndet, und bricht in Masuren die Pest aus.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1548 &#8211; wird dem Schulzen Bartus am 7. Juli Borowen (Prausken) verschrieben.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1549 &#8211; erscheint Krummendorf erstmals in den Urkunden.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1550 &#8211; am 18. Okt. erhalten in Burschewen (Pru&#223;h&ouml;fen) 8 Besitzer von Herzog Albrecht eine neue Handfeste.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1550 &#8211; wird Li&#223;uhnen von Matthes Lissun gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1550 &#8211; am 11. Okt. verkauft der Amtshauptmann zu Rhein Alt Rudowken (AIt-Hammerbruch) den Br&uuml;dern Andrea u. Paul Zipperken zur Gr&uuml;ndung eines Zinsdorfes.1552 Verschreibung von Eisenack (Zatzkowen) an Michael von Eysack mit 44 1\/2 Hufen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\nab 1525 (- 1752) &#8211; Fungierte die Ordensburg in Seehesten als Sitz der Amtshauptleute und Verwaltungsquartier einer staatlichen Dom&auml;ne\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1554 &#8211; wird Grabowen (Grabenhof) nach Magdeburger Recht an Bartosch Skomotz verkauft, mit der Bedingung, es zum Zinsdorf zu besiedeln.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1554 &#8211; Kirche in Seehesten erbaut.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1555 &#8211; am 24. Juni wird von Martin Ka&#223;ten Mertinsdorf mit 50 Hufen (940 ha) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1555 &#8211; am 25. Sept. erh&auml;lt der Matz von Mertinsdorf die Verschreibung f&uuml;r Carwen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1559 &#8211; am 15. 10. Gr&uuml;ndung von Czerwanken (Rotenfelde) mit 3 Hufen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1562 &#8211; wird Hans Gutt Amtsverweser in Seehesten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1563 &#8211; wird Hermannsruh gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1564 &#8211; am 16. 12. Verschreibung von Uklanken (Erbm&uuml;hle) an den M&uuml;ller Stenzel Oklans.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1565 &#8211; am 25. Nov. wird die Handfeste f&uuml;r Krummenort erteilt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1568 &#8211; Nennung des Eisenhammers bei Kollogienen hinter Peitschendorf.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1568\/ <\/span><\/span><\/span>1569 &#8211; Nach der Brandschatzung im sogenannten &#8222;Reiterkrieg&#8220; erlitt Sensburg 1569 wiederum einen Stadtbrand, bei welchem&#8220; Kirche, Glocken und alle Kirchengaben weggebrannt waren\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1570 &#8211; werden Babenten, Macharren und Zollernh&ouml;he gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1572 &#8211; wird Gansen (Gonswen) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1573 &#8211; Gr&uuml;ndung von Giesewen (Giesenau)<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1581 &#8211; Kirche in Seehesten bauf&auml;llig.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1584 &#8211; wird Altensiedel und lmmenhagen gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1601 &#8211; Beginn des Umbaues der Sorquitter Kirche.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1602 &#8211; Gr&uuml;ndung von lsnothen.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1612 &#8211; wurde aus St. Niclas Nikolaiken und Kulinowen (Waldesruh) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1614 &#8211; wurde Novinnen gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1618 &#8211; die Kirche Seehesten abgebrannt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1619 &#8211; ist Ludwigshof und Wessolowen (Wesselhof) entstanden.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1619 &#8211; brannten Kirche und Pfarrhaus in Seehesten ab.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1621 &#8211; Heinrichsh&ouml;fen gegr&uuml;ndet und Albrecht von Rautter zum Amtshauptmann im Amt Seehesten ernannt.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1621 &#8211; Mathie&#223;en (Matheussek) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1623 &#8211; Prawdowen (Wahrendorf) gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n<p align=\"left\">1633 &#8211; W&auml;hrend des 1. schwedisch-polnischen Krieges von 1626-1635 meldete der Amtshauptmann von Sehesten 1633 dem Kurf&uuml;rsten, da&#223; &#8222;wegen der durch Krieg und Pest stark dezimierten Gruppe der Erbuntert&auml;nigen 390 Bauemhuben w&uuml;st w&auml;ren&#8220;&#8218;<\/p>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1638 &#8211; entsteht Lelleken (Julienthal).<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n1642 &#8211; Huldigung Kurf&uuml;rst Friedrich Wilhelm durch die B&uuml;rger der Stadt Sensburg \/ Amt Seehesten\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1644 &#8211; stand eine Kompanie Dragoner im damaligen Amt Seehesten.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1651 &#8211; Erzlager des Eisenhammers in Modersohn (1 <i>r.<\/i> Kollogienen) sind ersch&ouml;pft, Umbau zur M&uuml;hle.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1653 &#8211; werden dem Freiherrn von Hoyerbeck die G&uuml;ter Eichmedien und Budzisken (Wachau) verschrieben.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n1655 &#8211; 1658 &#8211; Durch den 2. schwedisch-polnischen Erbfolgekrieg kam 1655 erneut gro&#223;e Not &uuml;ber das masurische Land. Weil die Heer- und Handelsstra&#223;e K&ouml;nigsberg-Warschau durch das Amt Sehesten f&uuml;hrte, mu&#223;te das Amt Seehesten jahrelang unter Pl&uuml;nderungen, Einquartierungen, Pest- und Viehseuchen leiden.\r\n<p align=\"left\">30. Mai 1660 &#8211; Durch den Friedensvertrag von Oliva wurden die verh&auml;ngnisvolle Oberlehnsherrschaft des polnischen K&ouml;nigs &uuml;ber den Ordensstaat und das nachfolgende Herzogtum Preu&#223;en beendet und die Souver&auml;nit&auml;t des Preu&#223;ischen Staates von den gro&#223;en europ&auml;ischen M&auml;chten verb&uuml;rgt<\/p>\r\n<p align=\"left\">1663 &#8211; wird das Chatulldorf Lubiewen (Gr&uuml;nbruch) gegr&uuml;ndet.<\/p>\r\n<p align=\"left\">M&auml;rz 1664 &#8211; Ihrem jetzt souver&auml;nen Landesherrn leisteten den Huldigungseid die Adeligen, Freien und K&ouml;llmer des Amts Schesten im Schlo&#223; Sehesten und die Sensburger B&uuml;rger in ihrer Kirche.<\/p>\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1671 &#8211; Pfarrer Johannes Riedel am 18. April in Sensburg geboren. (Ab 1703 Pfarrer in Sorquitten.)<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n6. Mai 1679 &#8211; erneuter Stadtbrand in Sensburg. Im Bericht des B&uuml;rgermeisters hei&#223;t es: &#8222;In einem gewaltigen Sturmwind [&#8230;] 11 Wohnh&auml;user und 26 Scheunen ganz abgebrandt&#8220;\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1681 &#8211; Schatulldorf Grabnik gegr&uuml;ndet.<\/span><\/span><\/span>\r\n\r\n<span style=\"font-family: arial\"><span style=\"color: #000000\"><span>1689 &#8211; Gr&uuml;ndung von Gu&#223;ianka (Guschienen).<\/span><\/span><\/span>\r\n<p align=\"left\">1693 &#8211; Die Jahresrechnung des Amtes Sehesten von 1693 zeigt, da&#223; von 898 Bauernhufen immer noch 436 Hufen w&uuml;st lagen. Auch in Stadt Sensburg war 1693 die wirtschaftliche Lage sehr angespannt, wie eine Regierungskommission in einem ausf&uuml;hrlichen Bericht festgestellt hatte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\"> 24. Juni 1698 &#8211; brannte die Stadt Sensburg fast total ab<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<p align=\"left\">1708 &#8211;  ist die Pest von Polen in das s&uuml;dliche Preu&#223;en eingeschleppt worden. Durch die Pest und anschlie&#223;ende Viehseuche sank die Bev&ouml;lkerung der Stadt Sensburg und des Amt Seehesten auf den tiefsten Stand ihrer bisherigen Geschichte<\/p>\r\n<p align=\"left\">11. September 1714 &#8211; Nach dem Tod Friedrichs I., des ersten &#8222;K&ouml;nigs in Preu&#223;en&#8220;, huldigten seinem Sohn, Friedrich Wilhelm, in K&ouml;nigsberg die Repr&auml;sentanten des Amtes Sehesten und der Vizeb&uuml;rgermeister der Stadt Sensburg, Schulbach, mit 3 weiteren Amtstr&auml;gem. Im gleichen Jahr begann der junge K&ouml;nig die Wieder-besiedlung der w&uuml;sten L&auml;ndereien Ostpreu&#223;ens nachhaltig voranzutreiben und die immer noch anhaltende Schollenflucht in den ertrags&auml;rmeren Grenz&auml;mtem zu stoppen<\/p>\r\n<p align=\"left\">28. September 1717 &#8211; Das Generaledikt &#8222;Wegen der Schulen und Kirchen &#8211; Catechisation auf dem Lande&#8220; begr&uuml;ndete die Landschulen im Amt Seehesten <\/p>\r\n<p align=\"left\">1718 &#8211; Die Hufenscho&#223; &#8211; Kommissionen untersuchte 1718 auch das Amt Sehesten. Die gerechtere Steuerverteilung und die Erfassung der w&uuml;sten Hufen in Spezialprotokollen (29) bildeten eine gute Grundlage f&uuml;r die planm&auml;&#223;ige Wiederbesiedlung.<\/p>\r\n<p align=\"left\">bis 1774 &#8211; alle w&uuml;sten Hufen wiederbesetzt. &Uuml;berwiegend durch Siedler aus den preu&#223;ischen Provinzen. 140 Jahre nach Beginn der Verw&uuml;stungen im 1. schwedisch-polnischen Krieg waren auch im Amt Seehesten s&auml;mtliche Hufen besetzt<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<p align=\"left\">Januar 1807 &#8211; gro&#223;e Sch&auml;den im Amt Seehesten und Stadt Sensburg beim Durchmarsch franz&ouml;sischer Truppen im Krieg Napoleons gegen Preu&#223;en und Ru&#223;land.<\/p>\r\n<p align=\"left\">1813 &#8211; Vereinigung des Sensburger Stadtgerichts mit dem Justizamt Seehesten\/Seesten <\/p>\r\n<p align=\"left\">1812\/13 &#8211; Erneute Not kam &uuml;ber Sensburg und das Umfeld, als die Napoleonische Armee im Juni 1812 gegen Ru&#223;land marschierte und nach ihrer katastrophalen Niederlage vor Moskau im Winter 1812\/13 als ungeordneter Haufen im j&auml;mmerlichen Zustand Sensburg und das Amt Seehesten westw&auml;rts passierte.<\/p>\r\n\r\n<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/images\/fgr_sensburg\/grafiken\/kreiskarte_opr_2.jpg\" alt=\"Landkreise in Ostpreu&#223;en\" width=\"400px\" \/><\/td>\r\n<td><img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/uploads\/images\/fgr_sensburg\/grafiken\/kreiskarte_sensburg_1945\" alt=\"Landkreis Sensburg 1945\" width=\"400px\" \/><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td colspan=\"3\">&nbsp;<\/td><\/tr>\r\n<tr>\r\n<td><p>Die Landkreise in Ostpreu&#223;en<br><em>Quelle: Bildarchiv Ostpreu&#223;en<\/em><\/p><\/td>\r\n<td><p>Der Landkreis Sensburg 1945<br><em>Gezeichnet von Martin Kostka<\/em><\/p><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p align=\"left\">3. Juli 1818 &#8211; Im Rahmen der preu&#223;ischen Verwaltungsreform wurde durch eine Verordnung der K&ouml;niglichen Preu&#223;ischen Regierung zu Gumbinnen vom 3. Juli 1818 der Kreis Sensburg mit 26,503 preu&#223;ische Quadratmeilen Fl&auml;che, 20847 Einwohnern und mit der Kreisstadt Sensburg begr&uuml;ndet. Zum Landrat im Kreis Sensburg wurde am 7. Oktober 1819 &#8222;Herr von Liesniewski, bisher B&uuml;rgermeister in Darkehmen\u201c ernannt.<\/p>\r\n\r\n<p align=\"left\">1822 &#8211; In der Nacht vom 23. auf 24. M&auml;rz 1822 sind in Sensburg durch ein Gro&#223;feuer 12 Wohnh&auml;user und 102 Wirtschaftsgeb&auml;ude zerst&ouml;rt worden.<\/p>\r\n\r\n1825 &#8211; Als letzte gr&ouml;&#223;ere Siedlergruppe kamen in den Kreis Sensburg die Philipponen, die wegen ihres altrussisch-orthodoxen Glaubens seit 1654 im Zarenreich verfolgt worden waren und um Aufnahme im religi&ouml;s-toleranten Preu&#223;en gebeten hatten. Seit 1825 wurden sie auf ihren Wunsch in einem geschlossenen Gebiet in den Nikolaiker und Cruttiner Forsten angesiedelt. Dort konnten sie ungest&ouml;rt ihren Gottesdienst verrichten.\r\n\r\n1857 &#8211;  Die L&auml;ndereien der Dom&auml;ne Seehesten gingen 1857 in den Besitz der Familie Klugkist &uuml;ber, die bis 1945 hier wirtschaftete\r\n<p align=\"left\">10. September 1858 &#8211; Der Kreisschulinspektor Superintendent Stiller berichtete ausf&uuml;hrlich &uuml;ber das Landschulwesen in seiner Inspektion Sensbur Landschulen wurden 5.482 Kinder von 92 Lehrern unterrichtet.<\/p>\r\n<p align=\"left\">1. Oktober 1899 &#8211; In die neu errichteten Kasernengeb&auml;ude am s&uuml;dlichen Sensburger Stadtrand zog am 1. Oktober 1899 das 1. Bataillon des 1. Masurischen Infanterie-Regiments 146 ein.<\/p>\r\n<p align=\"left\">1919 -1926 &#8211; Die ruin&ouml;se Wirtschaftslage im Kreis Sensburg zwang viele B&uuml;rger zur Auswanderung oder zu langj&auml;hrigen T&auml;tigkeiten als Gastarbeiter im Bergbau des Ruhrgebiets<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\"><strong>Quellen:<\/strong><br>\r\n\r\nAllmendinger, Heide: Historische Einwohner-Verzeichnisse (HEV) f\u00fcr das ehemalige S&uuml;dostpreu&#223;en: Das Kirchspiel Seehesten, Kreis Sensburg : Heiraten, Geburten, Sterbef&auml;lle 1731\u20131750. o. O. 2011 (Schriften der Genealogischen Arbeitsgemeinschaft Neidenburg und Ortelsburg, Ausgabe 22).<br>\r\nHarmjanz, Heinrich: Ostpreu&#223;ische Bauern: Volkstum und Geschichte, K&ouml;nigsberg (Pr.), 1938.\r\nvon Sothen, Hans B.: Zuflucht vor dem Schwarzen Tod, Puppen: Von der Jagdbude des Deutschen Ordens zum modernen Forstamt; Das Ostpreu&#223;enblatt, Ausgabe vom 6. Mai 2000<br>\r\nWank, Otto: Die Stadt Sensburg und ihr Umfeld im Spiegel staatlicher und kommunaler Archive &#8211; ein Beitrag zur wechselvollen Geschichte der Grenzregion Masuren, Marburg 2001<br>\r\nHistorische Karte der Landkreise in Ostpreu&#223;en (um 1939) im <a href=\"http:\/\/www.bildarchiv-ostpreussen.de\/\" target=\"_blank\">Bildarchiv Ostpreu&#223;en<\/a><br>\r\nHistorische Karte der Landkreises Sensburg (1945) bei <a href=\"http:\/\/www.kreis-sensburg.de\/\" target=\"_blank\">Kreisgemeinschaft Sensburg<\/a> gezeichnet von Martin Kostka<\/p>\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" alt=\"nach oben\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<a href=\"?p=20780\">Zur&uuml;ck zur Forschungsgruppe Sensburg<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Gro&#223;e WildnisQuelle: Heinrich Harmjanz:Ostpreu&#223;ische BauernVolkstum und Geschichte, 1938, S. 46\/47 &nbsp; Lange Zeit war die &#8222;Gro&#223;e Wildnis&#8220; am Rande des Ordensstaates nur d&uuml;nn besiedelt. So leer, wie man vermuten m&ouml;chte, war die &#8222;Wildnis&#8220; allerdings nicht. Schon fr&uuml;hzeitig, in der ersten H&auml;lfte des 14. Jahrhunderts, legten Deutschordensritter hier im alten Gallinden feste St&uuml;tzpunkte an, <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=21988\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Geschichte des Sensburger Gebietes<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":126,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[658,1032],"tags":[108,1033],"class_list":["post-21988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fst-ost-und-westpreusen-titelseite","category-sensburg-landkreis","tag-ostpreussen","tag-sensburg"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/126"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=21988"}],"version-history":[{"count":21,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":94338,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/21988\/revisions\/94338"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=21988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=21988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=21988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}