{"id":22461,"date":"2013-12-26T10:18:27","date_gmt":"2013-12-26T09:18:27","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=22461"},"modified":"2022-01-19T09:04:31","modified_gmt":"2022-01-19T08:04:31","slug":"kirchspiel-seehesten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=22461","title":{"rendered":"Geschichte des ev. Kirchspiel Seehesten"},"content":{"rendered":"<tr><td>\r\nDas Haus Seehesten lag bei seiner Gr&uuml;ndung um das Jahre 1367 inmitten der Gro&#223;en Wildnis und bestand anfangs wie auch andere Ordensburgen aus einem Blockhaus mit einem Baum als Wartturm und einem Plankenzaun als Schutz. Erst als gen&uuml;gend Wald gerodet worden und Wege vorhanden waren, konnte damit begonnen werden, ein festes Geb&auml;ude aus Stein zu bauen. Seehesten war Sitz eines Pflegers und nach einer Aufstellung aus dem Jahr 1451 geh&ouml;rten neben dem Hauskaplan und einem Schreiber noch 16 namentlich genannte M&auml;nner, weitere 20 Stall- und Pflugknechte und dazu Frauen, M&auml;gde und Kinder zum Haushalt. Um die Versorgung sicherzustellen, geh&ouml;rte von Anfang an ein Vorwerk von etwa 23 Hufen dazu.\r\n<br><br>\r\nBald nach dem Bau des Hauses Seehesten entstand dort wie bei allen Ordensh&auml;usern eine Lischke (altpreu&#223;isch f&uuml;r Korb oder Schachtel aus Flechtwerk), ein durch Hecken und Flechtz&auml;une eingegrenzter Bereich, der bis ins 19. Jahrhundert als \u201eFreiheit Seehesten\u201c bezeichnet wurde.\r\n<br><br>\r\nDie ersten Gr&uuml;ndungen waren Freid&ouml;rfer mit kulmischem Recht \u2013 1367 Rauwewang (Rudwangen) mit drei Verschreibungen je 11 Hufen), 1371 Langenbr&uuml;ck mit zun&auml;chst einer Verschreibung zu 10 Hufen und 1373 Wei&#223;enburg mit f&uuml;nf Verschreibungen zu je 10 Hufen. Wei&#223;enburg wuchs bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts bis auf 105 Hufen und war das gr&ouml;&#223;te Freidorf im Amt. Die Grundst&uuml;cke dieser Freid&ouml;rfer wurden in der Regel an mehrere Verwandte verliehen und wurden im Laufe der Zeit unter ihnen aufgeteilt.\r\n<br><br>\r\n1449 wird Falkenhaym im Amtsbuch erw&auml;hnt, sp&auml;ter umbenannt zu Pru&#223;h&ouml;fen\/Burschewen\/Bruszewen. 1550 geh&ouml;rte das Gut acht Besitzern, unter ihnen tauchen zwei Nachnamen auf, die auch noch 1730-50 dort vorkommen: Sokolowsky und Nikla&#223;. Unter den ersten Besitzern waren Simon, Lenhart und Jan Pro&#223;ensky, die ihre G&uuml;ter unter ihre Kinder aufteilten oder auch verkauften \u2013 sie sollen Stammpreu&#223;en gewesen sein und dem Dorf (Pro&#223;h&ouml;wen) ihren Namen gegeben haben. Sie erhielten im Gegensatz zu den &uuml;brigen Freid&ouml;rfern preu&#223;isches Recht.\r\n<br><br>\r\nDie &uuml;brigen D&ouml;rfer des Kirchspiels Seehesten wurden als Zins- oder Bauernd&ouml;rfer gegr&uuml;ndet mit einem Lokator als Erbschulz mit Freihufen und Bauern, die meist 2 Zinshufen erhielten:\r\n<br><br>\r\n1737 Reuschendorf, Lokator war Jacob Medebaum. Der urspr&uuml;ngliche Dorfname Meybowen verschwand fr&uuml;h und wurde ersetzt durch Ruskain\/Ruskawies (deutsch Reuschendorf).\r\n<br><br>\r\n1401 das Zinsdorf Seehesten mit 40 Hufen, davon 4 Schulzenhufen und \u2013 sp&auml;ter \u2013 4 Kirchenhufen, sowie 4 Kr&uuml;gen mit je 1 Hufe.\r\n<br><br>\r\n1450 Kerstinowen wird unter dem Namen Schwartzenburgk im Amtsbuch aufgef&uuml;hrt.\r\n<br><br>\r\nNoch sp&auml;ter wurden die restlichen D&ouml;rfer des Kirchspiels Seehesten gegr&uuml;ndet:\r\n<br><br>\r\n1566 Pfaffendorf, auch Popowen genannt,\r\n<br><br>\r\n1573 Giesewen\/Gyzewen, Lokator war Woytek Giesa (deutsch Schienbein)\r\n<br><br>\r\n1577 Surmowen, Lokator war Jacob Surma (deutsch Schalmei)\r\n<br><br>\r\num 1584 Siemanowen\/Symanowen.\r\n<\/tr><\/td>\r\n<br><br>\r\n<p class=\"quelle\"><span style=\"text-decoration: underline\">Quellen:<\/span><\/p>\r\nAllmendinger, Heide: Das Kirchspiel Seehesten im Kreis Sensburg 1731 \u2013 1750, Nr. 22 der Schriften der Genealogischen Arbeitsgemeinschaft Neidenburg und Ortelsburg<\/p>\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/><\/a>\r\n\r\n\r\ngehe zu: <a href=\"?p=22520\">Evangelisches Kirchspiel Seehesten<\/a>\r\ngehe zu: <a href=\"?p=21062\">Evangelische Kichspiele im Kreis Sensburg<\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Haus Seehesten lag bei seiner Gr&uuml;ndung um das Jahre 1367 inmitten der Gro&#223;en Wildnis und bestand anfangs wie auch andere Ordensburgen aus einem Blockhaus mit einem Baum als Wartturm und einem Plankenzaun als Schutz. 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