{"id":24530,"date":"2014-03-13T11:46:42","date_gmt":"2014-03-13T10:46:42","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=24530"},"modified":"2023-02-20T19:17:04","modified_gmt":"2023-02-20T18:17:04","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-wladyslawow","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=24530","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde W\u0142adys\u0142aw\u00f3w"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w-Rostersch&uuml;tz, vom Kulmer Kastellan Jan W&#x0142;adys&#x0142;aw Kretkowski 1727 gegr&uuml;ndet und vom K&ouml;nig August II. mit dem Stadtprivileg vom 26. April d. J. ausgestattet, war das &auml;lteste deutsche Tuchmacherst&auml;dtchen in Mittelpolen. Die Urkunde wurde 1938 Pastor Eduard Kneifel aus der lateinischen Sprache &uuml;bersetzt und mit Einleitung versehen von in der Zeitschrift Luthererbe in Polen,Gemeindeblatt f&uuml;r die deutschen Gemeinden der evangelisch-augsburgischen Kirche; Lodz abgedruckt. Frau Gudrun Baron-Rieger hat die nur schlecht erhaltene Reproduktion dieses Beitrages abgeschrieben.<\/p>\r\n\r\n<blockquote>\r\n<p style=\"text-align: center;\">Augustus II.<\/p>\r\n<br>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">von Gottes Gnaden K&ouml;nig von Polen, Gro&#223;f&uuml;rst von Litauen, Ru&#223;land, Preu&#223;en, Masowien, Samogitien, Kiowien, Wolhynien, Podolien, Polesien, Livonien, Smolensk, Sewerien, Czerniechovien (Tschernigow), ebenso Erbf&uuml;rst von Sachsen und Kurf&uuml;rst etc. etc.<\/p> \r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir beurkunden durch diesen unseren Brief, der alle und jeden einzelnen angeht: Weil wir also erfahren haben, da&#223; der ehrenwerte Johannes W&#x0142;adis&#x0142;aw Kretkowski, Graf von Kulm, eine neue Stadt, W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w genannt, auf seinem Erbgut bei der Ortschaft Russocice in der Grafschaft Calisz, Bannbezirk Conin gelegen, gr&uuml;nden will, deshalben haben wir aus Hochachtung vor den Verdiensten des obengenannten ehrenwerten Johann W&#x0142;adis&#x0142;aw Kretkowski, Grafen von Kulm, daf&uuml;r gehalten:<br \/> Wir und der Staat m&uuml;ssen in unerm&uuml;dlichem Eifer und Bem&uuml;hen um die Verantwortung daf&uuml;r sorgen, da&#223; wir ihm die M&ouml;glichkeit, diese neue Stadt W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w zu gr&uuml;nden, geben und zugestehen.<br> Und damit geben und gew&auml;hren wir die Vollmacht mit diesem Brief und verleihen der genannten Stadt das Deutsche Recht, welches das Magdeburger Recht genannt wird. Wobei wir von dieser Stadt alle polnischen Landrechte, &uuml;berhaupt alles, was durch das Deutsche Recht gest&ouml;rt werden kann, losl&ouml;sen. Au&#223;erdem befreien wir obengenannte Stadt W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w und alle ihre Bewohner f&uuml;r immer und ewig von jeder Gerichts- und Amtsgewalt aller und einzelner Pfalzgrafen, Befehlshaber, Richter und Unterrichter und anderer k&ouml;niglicher Beamten, in der Art, da&#223; sie (die Bewohner) von diesen (Pfalzgrafen, Befehlshabern usw.) in Rechtsangelegenheiten, gro&#223;en und kleinen, in Vergehen oder dinglichen Streitigkeiten zitiert auf keinen Fall erscheinen und sich verantworten, und auch wegen des Nichterscheinens und irgendeiner Verurteilung, eine Strafe auf sich nehmen. Sie werden alle vor ihrem Gerichtsherren oder der Beh&ouml;rde in der Zeit, solange das Deutsche Reich besteht, sich verantworten.<br \/>\r\nDer Gerichtsherr aber oder die Beh&ouml;rde sollen gehalten sein und sind verpflichtet, allen jenen, die sich &uuml;ber sie selbst beschweren vor dem erw&auml;hnten ehrenvollen Johann W&#x0142;adis&#x0142;aw Kretkowski, Grafen von Kulm, ihrem Erbherrn und dessen rechtm&auml;&#223;igen Nachfolgern nur nach Deutschem Recht zu verantworten.<br \/>\r\nIn allen b&uuml;rgerlichen Rechtssachen wie Strafprozessen: z.B. Diebstahl, Totschlag, K&ouml;rperverletzung, Brandstiftung und anderem geben wir und gestehen wir dem Gerichtsherren, der gerade im Amte ist und seinen vereidigten Sch&ouml;ffen oder der Beh&ouml;rde und den Ratsherren obengenannter Stadt innerhalb der Gemarkung und des Weichbildes der Stadt nach deutschem Recht gem&auml;&#223; dessen Ordnung und Gestaltung, volle Macht und Gewalt, zu verh&ouml;ren, zu richten. zu pr&uuml;fen und zu beschlie&#223;en, zurechtzuweisen und zu verurteilen und zu bestrafen.<br \/>\r\nDamit aber diese Stadt W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w gr&ouml;&#223;eren wirtschaftlichen Aufschwung nehmen kann, richten wir ein und best&auml;tigen wir, unbeschadet aller Vorrechte benachbarter Gemeinden und St&auml;dte, Jahrm&auml;rkte oder M&auml;rkte (&uuml;berhaupt) und zwar<\/p>\r\n\r\n<ul style=\"list-style:decimal\">\r\n<li>am 11. August<\/li>\r\n<li>am 17. September<\/li>\r\n<li>am 2. Oktober<\/li>\r\n<li>am 15. des genannten Monats<\/li> \r\n<li>am 3. November<\/li> \r\n<li>am 28. November<\/li>\r\n<li>am Feste der hl. Jungfrau Luzia (13. Dezember)<\/li>\r\n<li>am 3. Tag (Mittwoch) nach dem Wei&#223;en Sonntag<\/li>\r\n<li>am 3. Tag nach Christi Himmelfahrt<\/li>\r\n<li>am Mittwoch nach dem Fest der hlst. Dreifaltigkeit<\/li>\r\n<li>am 2. Juli<\/li>\r\n<li>am 3. Tag nach dem Fest des hl. Apostel Jakobus (25.7.)<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">jeweils nach dem Kalenderjahr. Wochenm&auml;rkte aber in jeder Woche am Donnerstag, alle diese M&auml;rkte in derselben Stadt.<br>\r\nZu diesen M&auml;rkten oder Markttagen steht es jedem frei und soll es erlaubt sein mit allen Waren in dieser Stadt zu erscheinen gleich welchen Standes, Geschlechtes, Berufs, Volks- und Religionsbekenntnisses er ist, nach Herkommen und in Sicherheit Waren zu kaufen und zu verkaufen, mit Waren zu tauschen und alle einzelnen erlaubten und ehrlichen Gesch&auml;fte durchzuf&uuml;hren und zu vollenden.<br \/>\r\nAlle, die zu diesen M&auml;rkten, wie auch zum Wochenmarkt kommen und von da wieder zur&uuml;ckkehren, sollen dieselbe Sicherheit genie&#223;en, die alle besitzen, die unter meinem Schutze stehen, au&#223;er es handelt sich zuf&auml;llig (vielleicht) um solche Leute, die nach dem &ouml;ffentlichen Recht nicht geduldet sind und denen der Umgang mit ehrenwerten Leuten untersagt ist.<br \/>\r\nWir befreien diese W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w genannte Stadt, da sie erst neugegr&uuml;ndet ist, von den f&uuml;rstlichen und allgemeinen Steuern f&uuml;r den Zeitraum von 8 Jahren, beginnend von der vollendeten Stadtgr&uuml;ndung an.<br \/>\r\nEs ist unser Wille, da&#223; dies alles Rechtskraft besitze. Um unsere (Gnade und) Huld noch mehr kundzutun, gew&auml;hren wir obengenannter Stadt das Wappen: einen L&ouml;wen, nach rechts gerichtet, stehend und einen W&uuml;rfel mit Kreuz und Pfeil haltend, das Dolzga hei&#223;t (wie es hier durch den Flei&#223; des Malers gezeichnet, genau zu sehen ist).<br \/>Zur Best&auml;tigung des vorstehenden unterschreiben wir mit eigener Hand und lassen es durch k&ouml;nigliches Siegel bekr&auml;ftigen.<br \/>\r\nGegeben zu Warschau, am 26. April a.D. 1727 im 30. Jahre unserer Regierung.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">[Dorsualvermerk:]<br \/>\r\nGr&uuml;ndung einer Stadt, W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w genannt, auf einem Erbgut bei der Ortschaft Russocice in der Grafschaft Calisz, Bannbezirk Conin gelegen, des ehrenwerten Johann W&#x0142;adis&#x0142;aw Kretkowski, Grafen von Augustus K&ouml;nig.<br \/>\r\nAndreas Franz Cichocki<br \/>\r\n(k&ouml;nigl. Kanzlei=) Sekret&auml;r.<\/p>\r\n\r\n\r\n<\/blockquote>\r\n<br>\r\n<br>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Kretkowski erwarb die Stadt der Gnesener Kastellan Melchior Hieronymus von Gurowa-Gurowski, der in seinen &#8222;Dispositionspunkten vom 8. Februar 1747&#8223; die Berufung eines lutherischen Lehrers f&uuml;r s&auml;mtliche Stadtkinder anordnete und zugleich den katholischen Geistlichen von Russocice ermahnte, sein Augenmerk darauf zu richten, da&#223; der &#8222;lutherische Inspektor (Schulhalter) die katholischen Kinder keine Verkehrtheiten lehre&#8223;. 1739 organisierte sich in W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w &#8222;die Innung der Z&uuml;chner, Parchner und Leineweber&#8223;, ebenso auch die Tuchmacher-Innung. Im J. 1748 baten die Evangelischen Gurowski um die Genehmigung zum Bau einer Schule und eines Bethauses, die er in einer deutschen Urkunde am 13. August d. J. erteilte. Von dem Bau nahm man sp&auml;ter Abstand und kaufte zwei H&auml;user, das eine zur Nutzung als Bethaus und das andere als Pastorat. Der evangelische Bergfriedhof in Utrata bei W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w, das sog. &#8222;Bergl&#8223;, wurde um die gleiche Zeit angelegt.<br\/>\r\nIn der weiten Umgegend von Rostersch&uuml;tz etablierten sich die Bruchd&ouml;rfer Alt-Paprot Hauland, 1775 (oder 1772) gegr.; Neu-Paprot Hauland, 1792; Drozen Hauland, 1780; Tury, 1775; Police Hauland, 1785; Daniszew, 1800; Leszcze Hauland, 1783; Tarnowa, um 1790. Diese Kolonien, wie auch W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w, bedienten bis 1776 die reformierten Pastoren von Zychlin bei Konin.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1776 war W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w eine selbst&auml;ndige Parochie und berief Martin August Marggraf zu seinem ersten Pfarrer. Sein Bereisungsbezirk erstreckte sich auch auf die Ortschaften der sp&auml;teren Gemeinden Stawiszyn, Pra&#380;uchy, Grodziec, Babiak, Sompolno, Izbica, Dombie, Ko&#322;o, Turek u.a. Die Amtszeit der ersten Rostersch&uuml;tzer Pastoren w&auml;hrte nur kurz, was z. T. mit ihrem schweren, anstrengenden Dienst erkl&auml;rt werden kann. Am 7. Oktober 1809 erschienen Superintendent Herzberg, Kalisch, und Pr&auml;fekturrat Koch, die in W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w Kirchenbeitr&auml;ge festsetzten, eine Kirchenkasse einrichteten und dem Pastor daraus 600 Z&#322;oty j&auml;hrlich zu zahlen bewilligten. Am 28. Dezember 1809 verpflichtete sich Graf W&#322;adys&#322;aw Gurowski, zum Unterhalt des Pfarrers j&auml;hrlich 20 Taler Bargeld und ein Deputat zu geben. Im Einvernehmen mit der Gemeinde &#8222;w&auml;hlte und ernannte er&#8223; zu ihrem Seelsorger Pastor Karl Gottlieb Bartsch. Der verwaltete seit 1810 &uuml;ber vier Jahrzehnte die Parochie. Das alte h&ouml;lzerne und schadhafte Bethaus wurde 1813\u20141814 zu einer Kirche (mit W&ouml;lbung) umgebaut, erweitert und am 4. Dezember 1814 eingeweiht. 1816 errichtete man einen h&ouml;lzernen Glockenturm, schaffte drei Glocken und eine Orgel (mit 10 Registern und Pedal) an. Das h&ouml;lzerne Pfarrhaus stellte man dem Lehrer und Kantor Karl Kittner als Schule und Wohnung zur Verf&uuml;gung. F&uuml;r den Pastor mietete man eine Privatwohnung. 1837 wurde Turek Filial von W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w und l&ouml;ste sich von ihm nach Verselbst&auml;ndigung 1845. Ko&#322;o unterstand nunmehr Turek. Im Cholerajahr 1852 starben am 18. Juli Pfarrer Bartsch und dessen 2. Gattin (Amalie Henriette geb. Ziemer). An ihrem Grabe fanden allj&auml;hrlich am Ostermorgen Andachten statt. Vermerkt sei auch, da&#223; auf dem evangelischen Friedhof die polnisch-reformierten Adligen, die in der Gegend von Brudzew kleine G&uuml;ter besa&#223;en, bestattet wurden. In der N&auml;he von W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w liegt das Dorf Wyszyna, wo im 16. und 17. Jahrh. (bis 1644) eine polnisch-reformierte Gemeinde bestanden hat.<br\/> \r\nIm J. 1857 schenkte Sigismund Karasch der Parochie ein Haus mit Garten, das bis zum Ersten Weltkrieg als Schule gedient hatte. 1930 mu&#223;te das Kirchenkollegium gegen den damaligen Magistrat von W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w einen Rechtsstreit wegen dieses Hauses f&uuml;hren, der dessen Rechtstitel beanstandete. Das Kirchenkollegium gewann den Rechtsstreit.<br>\r\nAuf Anregung des Pfr. Ottomar Gerth verkaufte die Gemeinde das alte h&ouml;lzerne Pfarrhaus und erwarb 1863 ein Grundst&uuml;ck mit einem gemauerten Geb&auml;ude zum Pastorat f&uuml;r 900 Rbl am Markt, Ecke Koniner Str. 1886 brannte es ab, doch wurde es mit einem Kostenaufwand von 4000 Rubel wieder aufgebaut. Der langj&auml;hrige Streit mit dem Grafen Gurowski wegen des Deputats fiel 1867 zuungunsten der Gemeinde aus, weil es hypothekarisch nicht eingetragen worden war. Durch den Verlust des Deputats und die demzufolge verminderten Einnahmen, wie auch durch die Auswanderung zahlreicher Kolonisten aus Leonia und Stefania nach Wolhynien, wurde die Pfarrei wirtschaftlich stark geschw&auml;cht. Pastor Gerth geriet in einen Konflikt mit der Gemeinde, so da&#223; er 1867 vom Konsistorium versetzt wurde.\r\nW&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w war immer wieder vakant, insbesondere 1867\u20141888 und 1913\u20141934. Sup. Teichmann, Turek, beabsichtigte, die Gemeinde W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w aufzul&ouml;sen, indem er die in der N&auml;he der Chaussee Turek\u2014Ko&#322;o gelegenen evangelischen D&ouml;rfer in das Filial Ko&#322;o und den Rest in das Kirchspiel Turek einpfarren wollte. Seinen Plan vereitelte das Rostersch&uuml;tzer Kirchenkollegium, ebenso &auml;hnliche Bestrebungen um 1900. Nach 1870 bem&uuml;hte man sich um den Bau eines neuen Gotteshauses. Am 6. Mai 1872 wurde der Grunstein der neuen Kirche gelegt und deren Erstellung noch im gleichen Jahr durchgef&uuml;hrt. Die Baukosten veranschlagte man auf 9898 Rubel 44 Kopeken. Das gesamte Bauholz zur Kirche schnekte der Gerbereibesitzer und Kirchenvorsteher Karl Wilhelm Kneifel (gest. 1871). Der nur zwei Jahre im Kirchspiel amtierende Pfr. Kasimir Lembke wurde vom Konsistorium entlassen. Im J. 1899 vermachte der in Warschau verstorbene erste Pastor und Sup. Heinrich Leopold Bartsch seiner Heimatgemeinde W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w 2000 Rubel, die als &#8222;eisernes Kapital&#8223; in einer Bank deponiert wurden. In den Jahren 1897\u20141900 versuchten die Baptisten, ohne nennenswerten Erfolg, in der Parochie Fu&#223; zu fassen. Als letzter Ortspastor vor dem Ersten Weltkrieg amtierte Ludwig Freymann. 1908 bezog man von der Firma Gebr. Walter, Guhrau, eine neue Orgel f&uuml;r etwa 1850 Rubel, und 1913 wurde eine Mauer um die Kirche errichtet. In der Zeit 1906\u20141912 war Lehrer und Kantor Johann Kersten bestrebt, in W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w religi&ouml;ses Leben zu wecken und einen Kreis ernster Christen zu sammeln. Im J. 1910 wurde in Daniszew eine gemauerte und ger&auml;umige Kapelle erbaut. 1922 beging die Gemeinde ihr 5oj&auml;hriges Kirchweihjubil&auml;um, dann am 29. und 30. Mai 1926 das Fest ihres 150j&auml;hrigen Bestehens. 1930 gewann sie den Rechtsstreit gegen die Gmina Ko&#347;cielec wegen des Kantoratseigentums in Daniszew, und 1934 wurde gleichfalls zu ihren Gunsten der Rechtsstreit betr. das Kantorat in Dro&#380;e&#324; entschieden. Au&#223;erdem schwebten noch Klageverfahren wegen der Kantorate in Genowefa, Paprotnia und Nowawie&#347; (dt. Neudorf). Hauptakteur dieser Rechtsstreite um das kirchliche Eigentum war der evangelische Pastor Sachs in Turek. In Daniszew wurde ein neues Schulhaus errichtet und am 15. September 1935 eingeweiht. Letzter Pastor vor dem Zweiten Weltkrieg war Adolf Hassenr&uuml;ck.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nKneifel, Eduard: Die Evangelisch-Augsburgischen Gemeinden der Kalischer Di&ouml;zese, Plauen im Vogtland 1937<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<br>\r\nKneifel, Eduard: W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w, in: Luthererbe in Polen. Gemeindeblatt f&uuml;r die deutschen Gemeinden der evangelisch-augsburgischen Kirche (Lodz) 1938, Ausgabe 7, S. 58-59 (Nachweis: MOB Sign. Mfm 042)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p><a href=\"?p=18449\">Evangelische Kirchengemeinde W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W&#x0142;adys&#x0142;aw&#243;w-Rostersch&uuml;tz, vom Kulmer Kastellan Jan W&#x0142;adys&#x0142;aw Kretkowski 1727 gegr&uuml;ndet und vom K&ouml;nig August II. mit dem Stadtprivileg vom 26. April d. J. ausgestattet, war das &auml;lteste deutsche Tuchmacherst&auml;dtchen in Mittelpolen. Die Urkunde wurde 1938 Pastor Eduard Kneifel aus der lateinischen Sprache &uuml;bersetzt und mit Einleitung versehen von in der Zeitschrift Luthererbe in Polen,Gemeindeblatt f&uuml;r die <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=24530\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde W\u0142adys\u0142aw\u00f3w<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2279],"class_list":["post-24530","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","tag-wladyslawow-ev-kirchengemeinde"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24530","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=24530"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24530\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24679,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/24530\/revisions\/24679"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=24530"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=24530"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=24530"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}