{"id":28506,"date":"2014-11-21T09:59:27","date_gmt":"2014-11-21T08:59:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=28506"},"modified":"2017-01-11T21:51:28","modified_gmt":"2017-01-11T20:51:28","slug":"evangelisch-augsburgische-kirchengemeinde-lublin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=28506","title":{"rendered":"Evangelisch-Augsburgische Kirchengemeinde Lublin"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n<div style=\"text-align:center\">\r\n<table class=\"table_friedhof\">\r\n<tr>\r\n<td><a href=\"wp-content\/uploads\/2014\/07\/Ev.-Kirche-Lublin.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-26312 size-medium\" src=\"wp-content\/uploads\/2014\/07\/Ev.-Kirche-Lublin-300x165.png\" alt=\"Dreifaltigkeits Kirche - Lublin \" width=\"320\" height=\"200\" \/><\/a><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr><td colspan=\"3\">&nbsp;<\/td><\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Dreifaltigkeits Kirche &#8211; Lublin<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n<\/div>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<table class=\"tableGliederungDioezese\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<td colspan=\"3\">Die Rubriken<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>Geschichte<\/td>\r\n<td><a href=\"?p=28618\">Datensammlung Personen<\/a><\/td>\r\n<td>Friedh&ouml;fe<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>Dokumente<\/td>\r\n<td><\/td>\r\n<td>Karten<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die evangelische Gemeinde in Lublin und die der umliegenden Region existierten seit etwa Mitte des 16. Jahrhunderts (lt. Kneifel 1560). In dieser Zeit gab es hier jedoch noch keine Kirche, sondern man nutzte die Kirchen im benachbarten Piaski und in der weiter entfernt liegenden Stadt Neudorf (sp&auml;ter: <em>Moscice<\/em>) am anderen Ufer des Bugs. Das Lubliner Kirchspiel wurde 1784 gegr&uuml;ndet.<br>\r\nIm ganzen waren im Lubliner und Cholmer Lande ann&auml;hernd 200 deutsch-evangelische Siedlungen, darunter auch baptistische und einzelne deutschkatholische, wie z. B. Sitaniec. Nach der &#8222;Gazeta Lubelska&#8223; (<em>Lubliner Zeitung<\/em>) 1876, Nr. 51, stammten die meisten Kolonisten aus den Gouvernements Kalisch, P&#322;ozk und z. T. Warschau. Schwerpunkt der Auswanderungsbewegung waren die Gegenden von Turek, Dobra, Krosniewice, Gostynin und Kutno.<br>\r\nNach Wiercienski z&auml;hlte das Gouvernement Lublin im Jahre 1827 nur 902 Protestanten, 1840 waren es 1084, dann 1868 schon 6.224 und nach einem Jahrf&uuml;nft bereits 13.139. Seitdem nahm die Bev&ouml;lkerung noch mehr zu, so da&#223; im Jahre 1880 hier 18.981, 1890 schon 28.817 und 1899 sogar  37.379 Protestanten ans&auml;ssig waren. Im Jahre 1833 betrug der Anteil der Evangelischen an der Gesamtbev&ouml;lkerung im Gouvernement Lublin 0,17 Prozent, dagegen 1895 bereits 2,9 Prozent. Nach einer r&ouml;misch-katholischen Kirchenstatistik aus dem Jahre 1863 wohnten im Gouvernement Siedice 5.276 Protestanten, die 1,33 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung bildeten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Im Zuge der Besiedlung des Lubliner und Cholmer Landes schritten die Kolonisten auch zur Einrichtung von Kantoraten. Dank ihnen konnten sie das religi&ouml;se und schulische Leben in den herk&ouml;mmlichen Formen ihrer Heimatd&ouml;rfer weiterf&uuml;hren. Um die kirchliche Versorgung der neuen Kolonien war es sehr schlecht bestellt. Die Bereisungen durch die Pastoren von Neudorf, Pilica und Lublin, die sehr unregelm&auml;&#223;ig und in ziemlich weit aus einander liegenden Zeitr&auml;umen stattfanden, waren nur mangelhafte Versuche zur Sicherung des religi&ouml;sen Bestandes der evangelischen Siedlungen. Einen Beweis hierf&uuml;r liefert die Kolonie Franzdorf I. Uber 40 Jahre wurde sie zwar kirchlich von der lutherischen Gemeinde in Pilica verwaltet, doch Taufen und Trauungen wurden von dem r&ouml;misch-katholischen Propst zu Zelech&ouml;w vollzogen und dort auch die standesamtlichen Akte eingetragen. Als 1870 ein neuer evangelischer Lehrer diese auf die Dauer kirchlich untragbaren Verh&auml;ltnisse &auml;ndern wollte, verhinderte das Pastor Hilkner aus Pilica. Er ordnete an, das Verh&auml;ltnis zum Propst in Zelech&ouml;w solle das gleiche bleiben. Da zudem die religi&ouml;se Bedienung von Franzdorf I durch Pastor Hilkner schlecht und nachl&auml;ssig war, wurden hier zahlreiche evangelische Wirte katholisch. Die religi&ouml;se Betreuung von Franzdorf besserte sich, als es von Pilica getrennt und an die lutherische Gemeinde Lublin angegliedert wurde. Doch es war schon zu sp&auml;t, der Katholizismus erntete bereits seine Fr&uuml;chte!<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">In Zelechow projektierte man sogar den Bau einer evangelischen Kirche und Bildung einer Gemeinde, wozu Karoline Wilhelmine Ordega geb. Dangel, Ehefrau des polnisch-katholischen Grundherrn Jan Ordega, einen Bauplatz, 30 Morgen Kirchenland, Holz und Ziegel zum Gotteshaus vermacht hatte. Der Kirchbau wurde nicht verwirklicht. Statt dessen erhielten die Evangelischen im Jahre 1895 eine Abfindung von 1000 Rubel f&uuml;r ihren Verzicht auf die Schenkung. Das Geld verwendeten sie zur Errichtung der h&ouml;lzernen St.-Trinitatis-Kirche zu Franzdorf. Um den Bau machte sich der evangelische Bauer Klemm verdient. In der Zeitfolge wurden die Namen von Franzdorf I und II in Stefanow und Piastow ge&auml;ndert.<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nE. Kneifel: Geschichte der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nE. Kneifel: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n&nbsp;\r\n<!-- Linkliste -->\r\n<table class=\"table_ansprechpartner\" cellspacing=\"3\" cellpadding=\"3\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<td colspan=\"3\"><a name=\"Links\"><\/a>Links<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td class=\"noborder\">\r\n<ul style=\"text-align: left\">\r\n\t<li>Webseite der <a href=\"http:\/\/sggee.org\/\" target=\"_blank\">SGGEE<\/a> \u2013 Society for German Genealogy in Eastern Europe [Geburten, Heiraten, Todesf&auml;lle]<\/li>\r\n\t<li><a href=\"http:\/\/lublin.ap.gov.pl\/\" target=\"_blank\">Woiwodschaftsbibliothek Lublin<\/a> [Polnisch, Englisch]<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n<p>gehe zu: <a href=\"?p=26253\">Forschungsgruppe Lublin\/Neudorf-Neubruch<\/a><br>\r\ngehe zu: <a href=\"?p=4288\">Die Evangelisch-Augsburgische Kirche in Mittelpolen<\/a><br>\r\ngehe zu: <a href=\"?p=620\">Forschungsstelle Mittelpolen<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Dreifaltigkeits Kirche &#8211; Lublin &nbsp; Die Rubriken Geschichte Datensammlung Personen Friedh&ouml;fe Dokumente Karten &nbsp; Die evangelische Gemeinde in Lublin und die der umliegenden Region existierten seit etwa Mitte des 16. 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