{"id":2858,"date":"2011-08-30T17:23:45","date_gmt":"2011-08-30T17:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=2858"},"modified":"2023-02-24T10:47:47","modified_gmt":"2023-02-24T09:47:47","slug":"geschichte-der-kirchengemeinde-grodziec","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=2858","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Grodziec"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf den Grodziecer G&uuml;tern wurden im J. 1772 die Kolonien Borowiec H., Konary H., Grunde und Wielol&#281;ka gegr&uuml;ndet. 1784 fundierte der Grundherr Peter von Soko&#322;owa-Ga&#322;czy&#324;ski Orlina-Adlerholland und Gadow H. Dem Adelnauer Starosten F. Stadnicki. verdankte 1787 das Dorf Bia&#322;ob&#322;oty H. seine Gr&uuml;ndung. Alle diese Siedlungen wurden von ihrer Muttergemeinde W&#322;adys&#322;awow aus religi&ouml;s bedient. Am 12., 13. und 14. Juli 1796 schlossen auf dem Gutshof in Grodziec Graf Anton von Stadnicki und die Vertreter der genannten Kolonien im Beisein der Peisener Gerichtskommission einen Vertrag &uuml;ber die Bildung der evang. Gemeinde zu Grodziec. Stadnicki verpflichtete sich, alle Baupl&auml;tze zur Kirche, zum Pastorat, Kantorhaus und Wirtschaftgeb&auml;ude zu schenken. Au&#223;erdem wies er f&uuml;r den Pastor zwei Morgen Wiesen- und einen Morgen Gartenland an sowie f&uuml;r den Kantor einen Morgen Gartenland. Desgleichen bewilligte er ein j&auml;hrliches Deputat (Getreide, Holz und Bier) f&uuml;r den Pastor und auch Holz f&uuml;r den Kantor. Als Mitbegr&uuml;nder und Patron der Parochie behielt er f&uuml;r sich und seine Nachkommen das Patronatsrecht bei Besetzung der Parochie vor. Die s&uuml;dpreu&#223;ischen Beh&ouml;rden best&auml;tigten den Vertrag am 9. Januar 1797.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum ersten Pastor von Grodziec w&auml;hlten der Patron und die Vertreter der Kolonien David Bergemann aus Fraustadt. Der im Jahr 1797 begonnene Bau der Kirche konnte erst 1803 abgeschlo&#223;en werden. Sie war bescheiden und klein, nur 14 Ellen hoch, aus Holz und dazwischen gemauerten Ziegeln erbaut. Sie erhielt den Namen St.-Petri-und-Pauli-Kirche. Das h&ouml;lzerne, mit Stroh gedeckte Pfarrhaus errichtete man 1800. Nach zehnj&auml;hrigem Wirken starb Pastor Bergemann unerwartet am 11. August 1807. Zu Pfarrer Johann Stegmanns Zeit wurden zahlreiche h&ouml;lzerne, strohgedeckte Beth&auml;user erstellt, so 1820 in Bia&#322;ob&#322;oty und Gro&#223; Orlina, 1822 in Obory. Pfarrer Spleszy&#324;ski verwaltete als Reformierter die lutherische Parochie Grodziec.<\/p> \r\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die bauf&auml;llige Kirche einzust&uuml;rzen drohte, versiegelten die Beh&ouml;rden diese am 24. Oktober 1850. Obwohl man mit dem Bau des Gotteshauses schon mehrere Jahre vorher begonnen hatte \u2014 die Grundsteinlegung erfolgte am 9. August 1846 \u2014 kam dieser nicht voran, weil der neue Patron Graf von Bieli&#324;ski seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wollte. Erst die Regierung, an die sich die Kalischer Superintendentur gewandt hatte, sorgte daf&uuml;r, dass die verwitwete Gr&auml;fin Bielinska wenigstens zum Teil den Verpflichtungen nachkam. Am 22. September 1866, also nach 20j&auml;hriger Bauzeit, war die Kirche vollendet. Die Hauptlast des Baues hatte die Gemeinde selbst auf sich genommen. Im Jahr 1860 wurde das alte Kantorhaus abgetragen und in den Jahren 1864-1868 wurde das neue Pfarrhaus erbaut. 1868 brannten die Wirtschaftsgeb&auml;ude auf dem Pfarrgrundst&uuml;ck ab, so da&#223; neue errichtet werden mu&#223;ten. Die finanzielle Lage des langj&auml;hrigen Pastors Karl Friedrich Orive war recht unerfreulich, denn er &uuml;bernahm in der politischen Gemeinde Grodziec zus&auml;tzlich noch das Amt des Schreibers. Im Jahr 1883 beschaffte die Kirchengemeinde eine neue Orgel. Im Proze&#223; 1884 gegen den Besitzer der Gutsherrschaft, Graf Mieczys&#322;aw Kwilecki, verlor die Gemeinde das ihr seit 1797 zustehende Deputat. Der seit 1900 in Grodziec t&auml;tige Pastor und Superintendent Rudolf Buse wurde im Ersten Weltkrieg von Kosaken verhaftet und nach Ru&#223;land verbannt, wo er starb.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 1922 bis 1939 wirkte in Grodziec Pastor Adolf Gustav Ulbrich. 1924 brannte das Bethaus in Gro&#223; Orlina ab. Nach seinem Wiederaufbau und Erweiterung durch einen Chor versuchte der Schulaufsichtsrat der Kommune Rzg&#243;w, sich das Kantoratseigentum anzueignen. Nach langem Rechtsstreit entschied das Warschauer H&ouml;chste Verwaltungsgericht zugunsten der Kirchengemeinde. Im Wege des Rechtsstreits wurden die Kantorate Obory (15 Morgen), Gro&#223; Orlina (15 Morgen) und Gadow (8 Morgen) f&uuml;r die Kirchengemeinde gescihert. Die Rechtsstreite um die Kantorate Bia&#322;ob&#322;oty (15 Morgen) und Wojciechowo (5 Morgen) wurden vor Beginn des Zweiten Weltkriegs nicht abgeschlossen. Am 4. Juli 1937 feierte Grodziec das 15j&auml;hrige Amtsjubil&auml;um Pastor Ulbrichs.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=2856\">Evangelische Kirchengemeinde Grodziec<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Grodziecer G&uuml;tern wurden im J. 1772 die Kolonien Borowiec H., Konary H., Grunde und Wielol&#281;ka gegr&uuml;ndet. 1784 fundierte der Grundherr Peter von Soko&#322;owa-Ga&#322;czy&#324;ski Orlina-Adlerholland und Gadow H. 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