{"id":4044,"date":"2011-10-22T19:08:25","date_gmt":"2011-10-22T19:08:25","guid":{"rendered":"http:\/\/wp.agoff.de\/?p=4044"},"modified":"2014-03-19T19:23:05","modified_gmt":"2014-03-19T18:23:05","slug":"vorstands-und-beiratssitzung-vom-11-bis-13-marz-2011-in-marburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=4044","title":{"rendered":"Vorstands- und Beiratssitzung vom 11. bis 13. M\u00e4rz 2011 in Marburg &#8211; Besuch des Herder-Institus"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: center;\">Besuch des Herder-Instituts<\/h4>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zusammenhang mit der Sitzung von Vorstand, Beirat und Forschungsstelle Schlesien fand ein Besuch des Herder-Instituts statt. Die Teilnehmer wurden von J&uuml;rgen Warmbrunn, dem Stellvertretenden Leiter des Herder-Instituts und Leiter der Bibliothek begr&uuml;&#223;t und in einem einleitenden Vortrag &uuml;ber das Institut und seine Ziele informiert.<\/p>\r\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agoff.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/2011_bs_marburg_web_1.jpg\" alt=\"\" \/><\/center>\t<br \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Herder-Institut besteht aus den Bereichen Bibliothek, Sammlungen, Literaturdokumentation und Verlag. Es besch&auml;ftigt sich mit der Geschichte und Kultur Polens, Estlands, Lettlands, Litauens, Tschechiens, der Slowakei und dem Gebiet Kaliningrad.<br>\r\nNach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein neuer Ort f&uuml;r ein Zentrum der Ostmitteleuropaforschung gesucht. Marburg als alte Universit&auml;tsstadt, die das Gl&uuml;ck hatte, keine Kriegssch&auml;den beklagen zu m&uuml;ssen und eine unversehrte Universit&auml;tsbibliothek besa&#223;, bot sich daf&uuml;r an. Dazu kam, dass kriegsbedingt Best&auml;nde der Staatsbibliothek zu Berlin neben M&uuml;nchen auch nach Marburg verlagert worden waren. Im Jahr 1950 wurde hier das Herder-Institut als eine der zentralen Einrichtungen der Ostmitteleuropaforschung gegr&uuml;ndet, das 1992 Mitglied der Leibnizgesellschaft wurde. Seit 1994 ist es ein selbst&auml;ndiges Institut.<br>\r\nDie Bibliothek sammelt geistes- und sozialwissenschaftliche Literatur aus und &uuml;ber Ostmitteleuropa in ost- und westeurop&auml;ischen Sprachen sowie Literatur &uuml;ber die historischen deutschen Ostgebiete und die deutschen Siedlungsgebiete in Ostmitteleuropa. Dabei erwirbt sie systematisch &auml;ltere und graue Literatur. Durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wird sie im Rahmen des Programms zur F&ouml;rderung von Spezialbibliotheken mit &uuml;berregionaler Bedeutung gef&ouml;rdert. Der Bestand betr&auml;gt z.Z. ca. 410.000 B&auml;nde und 1.830 Periodika. Genutzt wird sie &uuml;berwiegend von Studenten und Wissenschaftlern, aber auch von vielen Genealogen. Der inzwischen vollst&auml;ndige elektronische Katalog vereinfacht die Nutzung erheblich.<br>\r\nDieter Popp, Leiter des Bildarchivs (als Teil der Sammlungen), erl&auml;uterte an ausgew&auml;hlten Beispielen den Bestand dieses Bereiches. Es verf&uuml;gt &uuml;ber 570.000 Bildquellen, die aus Glas- und Filmnegativen, Glas- und Filmdiapositiven, Digitalisaten, Postkarten, Grafiken und Architekturzeichnungen bestehen und sowohl unter geographischen (nach Orten und Regionen) als auch thematischen (Kunst, Architektur, St&auml;dtebau) Gesichtspunkten gesammelt werden. Etwa 1\/6 des Bestandes kann von den Benutzern online recherchiert werden.<br>\r\nDie Kartensammlung umfasst etwa 37.000 Karten, 6.300 Senkrechtluftbilder und 500 Atlanten, darunter 3.500 thematische Karten und 1.300 Altkarten aus der Zeit bis 1850. Ein laufendes Projekt ist der Historisch-topographische Atlas schlesischer St&auml;dte, von dem bisher die B&auml;nde G&ouml;rlitz (Buch) und Oppeln (online) erschienen sind.<br>\r\nDorothee Goeze, Mitarbeiterin der Dokumentensammlung, erl&auml;uterte den Bestand und zeigte einige besonders interessante Best&auml;nde. Schwerpunkt der Dokumentensammlung ist die Geschichte Est-, Liv- und Kurlands, die etwa 90% des Archivgutes von 1200 Regalmetern ausmacht. Vorhanden sind Urkunden, Nachl&auml;sse, Familienarchive und das Archiv der Baltischen Ritterschaften. Eine besonders wertvolle Bestandsgruppe sind die baltischen Archivfilme, die 1940 im Zusammenhang mit der Umsiedlung der Deutschbalten in Dorpat, Reval und Riga hergestellt wurden, und der Bestand der Kopien des Ratsarchivs Reval. Besonderes Interesse weckten die ausgestellten Beispiele der k&uuml;rzlich erworbenen Sammlung von Dr. Ludwig Ig\u00e1lffy von Ig\u00e1ly (Wien).<br> \r\nZur Dokumentensammlung geh&ouml;rt auch die Presseausschnittsammlung mit ca. 5 Mio Ausschnitten in 15.500 Aktenordnern, au&#223;erdem 260 K&auml;sten mit 90.000 Zeitungsausschnitten aus der Zwischenkriegszeit.<br>\r\nDie Mitarbeiter luden sowohl die Teilnehmer der Exkursion als auch andere Mitglieder der AGoFF herzlich zur Arbeit im Herder-Institut ein, eine Einladung, die einige der Teilnehmer, angeregt durch die vielf&auml;ltigen Arbeitsm&ouml;glichkeiten und die reichhaltigen Best&auml;nde, gewiss in naher Zukunft gern annehmen werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<h4 style=\"text-align: center;\">Die Vorstandssitzung in Marburg<\/h4>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 12. M&auml;rz 2011 fand von 15 Uhr bis 19.30 Uhr eine Sitzung des engeren Vorstandes der AGoFF statt. Neben dem vollst&auml;ndig anwesenden Vorstand waren als G&auml;ste der Leiter der Versandstelle Dieter Pechner und das Mitglied der Redaktion des Arbeitsberichts Oliver R&ouml;sch zugegen. Die Sitzung des Vorstands stand diesmal nicht im Zeichen grunds&auml;tzlicher Ver&auml;nderungen, sondern diente der Betrachtung und Bewertung der Organisationsstrukturen und -abl&auml;ufe.<\/p>\r\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agoff.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/2011_bs_marburg_web_2.jpg\" alt=\"\" \/><\/center>\t<br \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorsitzende berichtete, die &Uuml;bernahme der Vereinsakten vom Amtsvorg&auml;nger sei im November abgeschlossen worden. Erfreulich sei, dass es mit Ausnahme eines amerikanischen Vereins gelungen ist, f&uuml;r das Jahr 2010 alle ausstehenden Mitgliederbeitr&auml;ge einzuziehen. Die Finanzsituation der AGoFF stelle sich positiv dar, auch dank der guten Nachfrage nach alten AOFF-Heften und dem erfolgreichen Verkauf durch die AOFF-Sonderaktionen. Leider habe die Dr.-Werner-Emil-Maa&#223;- Stiftung die Finanzierung bzw. Bezuschussung des geplanten Generalregisters der eingestellten Ostdeutschen Familienkunde wegen der aus ihrer Sicht zu hohen Kosten abgelehnt. Der Leiter der FGR Lauban habe den Wunsch ge&auml;u&#223;ert, die von ihm geleitete Forschungsgruppe in eine Forschungsstelle umzuwandeln. Der Vorstand habe dem Vorschlag, mit Wirkung vom 01. Januar 2011 eine Forschungsstelle \u201e&Ouml;stliche Oberlausitz\u201c einzurichten, entsprechen wollen. Leider h&auml;tten bereits in den neunziger Jahren entstandene und nun wieder aufgeworfene unterschiedliche Ansichten &uuml;ber die Gestaltungsm&ouml;glichkeiten innerhalb des Rechts der Gemeinn&uuml;tzigkeit von Vereinen dazu gef&uuml;hrt, dass der Leiter der FGR Lauban seinen Antrag zur&uuml;ckgezogen und die Leitung der Forschungsgruppe niedergelegt habe.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schatzmeister informierte, dass die Vervollst&auml;ndigung der neuen elektronischen Mitgliederverwaltung nahezu abgeschlossen sei. Es sei gelungen, fast alle ehemaligen Mitglieder in diese Datenbank aufzunehmen. Auch konnten unklare Mitgliedsnummern wieder den entsprechenden Mitgliedern zugeordnet werden. Anschlie&#223;end wurde der vom Vorsitzenden vorgestellte und erl&auml;uterte Wirtschaftsplan 2011 ausf&uuml;hrlich beraten.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schriftleiter der ZOFG Dr. Ulrich Schmilewski teilte mit, der Wechsel vom Degener-Verlag zum Eigenverlag mit der Zeitschrift ZOFG sei gelungen. Diese habe nun ein auff&auml;lliges &Auml;u&#223;eres, womit der Neuanfang deutlich sichtbar geworden sei. F&uuml;r die n&auml;chsten Hefte sei ein Vorrat an Manuskripten vorhanden.<\/p>\r\nDer Schriftleiter des ARB Gerhard K&ouml;nig berichtete, der Arbeitsbericht habe sich im vergangenen Jahr deutlich ver&auml;ndert und verbessert.<br>\r\nDer Leiter der Versandstelle Dieter Pechner informierte &uuml;ber die Verkaufsaktionen und k&uuml;ndigt an, in diesem Jahr in gleicher Weise den Verkauf vorhandener AOFF-Hefte fortzusetzen.<br \/>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Vorsitzende berichtete, eine neu gebildete IT-Runde, der federf&uuml;hrend Nichtmitglieder angeh&ouml;ren, bereite eine grundlegende Neugestaltung der WEB-Pr&auml;senz der AGoFF und der einzubindenden Datenbanken vor. Es werde die M&ouml;glichkeit einer einfachen Eingabe von Daten angestrebt, damit sich viele Mitglieder an dem Projekt beteiligen k&ouml;nnen. Zwei Datenbanken seien bereits vorhanden, die im August im Netz pr&auml;sentiert werden k&ouml;nnten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In organisatorischer Hinsicht wurde eine bedeutsame &Auml;nderung vorgenommen. Neithard von Stein, der seinen R&uuml;cktritt angek&uuml;ndigt hatte und in Marburg feierlich verabschiedet wurde, wurde von der Position des Leiters der Forschungsstelle Schlesien abberufen. Andreas R&ouml;sler wurde zum neuen Leiter der Forschungsstelle Schlesien berufen.<br>\r\nAus Gr&uuml;nden einer klaren Strukturierung und der Rechtssicherheit wurden folgende Forschungsstellen best&auml;tigt: FST Baltikum, FST Donauschwaben und Ungarn, FST Galizien, FST Mittelpolen, FST Neumark, FST Ost- und Westpreu&#223;en, FST Pommern, FST Posen, FST Ru&#223;landdeutsche, FST Schlesien, FST Sudetenland, FST S&uuml;dosteuropa und FST Wolhynien.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Weiter wurden ebenfalls aus Gr&uuml;nden einer klaren Strukturierung und der Rechtssicherheit folgende Forschungsgruppen best&auml;tigt:<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_1_spalte\" cellspacing=\"3\" cellpadding=\"3\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td class=\"noborder\">\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>FGR Briesen und Graudenz, FGR B&uuml;tow, Lauenburg und Stolp (FST Ost- u. Westpreu&#223;en)<\/li>\r\n\t<li>FGR Breslau, FGR Brieg, FGR Hirschberg und L&ouml;wenberg, FGR Landeshut, FGR Neustadt\/Schl., FGR Ohlau, FGR Oels, FGR Rosenberg, FGR Rybnik und Pless (FST Schlesien)<\/li>\r\n\t<li>FGR Kalisz, FGR Lodzer Industriegebiet, FGR Pabianice, FGR Petrikau, FGR Tomaszow (FST Mittelpolen)<\/li>\r\n\t<li>FGR Gottschee (FST S&uuml;dosteuropa)<\/li>\r\n\t<li>FGR Tutschin und Rowno (FST Wolhynien).<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es wurden folgende Forschungsgruppen aufgel&ouml;st: FGR Glatz, FGR Gro&#223; Strehlitz, FGR Lauban, FGR Leobsch&uuml;tz und FGR Rum&auml;nien. Das vorhandene Guthaben der aufgel&ouml;sten Forschungsgruppen wurde dem Etat der jeweils &uuml;bergeordneten Forschungsstelle zugeschlagen.<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<h4 style=\"text-align: center;\">Beiratssitzung in Marburg<\/h4>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 02. M&auml;rz 2011 fand in Marburg die erste Sitzung des mit der Satzungs&auml;nderung am 23. Januar 2010 eingerichteten Beirates statt.<br>\r\nGem&auml;&#223; \u00a7 10 Abs. 1 der Vereinssatzung besteht der Beirat aus den berufenen Leitern der Forschungsstellen und der zentralen Einrichtungen sowie den Schriftleitern der Zeitschriften AOFF, ZOFG und ARB, soweit diese nicht Mitglied des Vorstandes sind.<br \/>\r\nVerein: Der Vorsitzende er&ouml;ffnete um 9:00 Uhr die Beiratssitzung und begr&uuml;&#223;te die angereisten Forschungsstellenleiter, Leiter der Zentralen Einrichtungen und die geladene G&auml;ste. Er berichtete &uuml;ber die Entwicklung des Vereins im vergangenen Jahr und die geplanten Ver&auml;nderungen.<\/p>\r\n<center><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.agoff.de\/wp-content\/uploads\/2014\/03\/2011_bs_marburg_web_3.jpg\" alt=\"\" \/><\/center>\t<br \/>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Rahmen der Sitzung dankte er dem in Marburg wohnenden geladenen Ehrengast Herrn von Hueck f&uuml;r 50j&auml;hrige Mitgliedschaft in der AGoFF und hob seine Verdienste f&uuml;r die genealogische Forschung, die er durch die jahrelange Leitung des Deutschen Adelsarchivs in Marburg erworben hat, hervor. Als Anerkennung f&uuml;r seine treue Mitgliedschaft &uuml;berreichte er ihm ein vom Autor Stefan Guzy signiertes Exemplar des ersten Bandes der Schriftenreihe. Herr von Hueck dankte herzlich f&uuml;r die Einladung und die Ehrung und freute sich, dass die AGoFF eine erfolgreiche Arbeit leiste. In seiner kurzen Dankesrede schilderte er, dass er nach seiner Geburt in Reval im Jahr 1931 &uuml;ber Finnland nach Deutschland gekommen sei, wo seine Eltern und er zun&auml;chst in Oderin bei M&auml;rkisch Buchholz wohnten, bevor die Familie f&uuml;r vier Jahre im \u201eWarthegau\u201c angesiedelt wurde. In Posen besuchte er die Volksschule und in Gnesen die Oberschule. Mit dem gro&#223;en Treck im Januar 1945 floh die Familie. Sie kam bis R&uuml;gen, siedelte aber schnell nach Oberbayern um, wo er in M&uuml;nchen das Abitur ablegte. Danach studierte er in G&ouml;ttingen, Marburg und Mainz Geschichte, wo er auch promovierte. Anschlie&#223;end arbeitete er 35 Jahre lang als Archivar des Deutschen Adelsarchivs und besch&auml;ftigte sich dabei besonders mit der Genealogie der estnischen Ritterschaft.<br>\r\nNach der Ehrung und den Dankesworten berichtete der Vorsitzende &uuml;ber die j&uuml;ngsten Beschl&uuml;sse des Vorstandes. Die Forschungsstellen und Forschungsgruppen wurden einer Revision unterzogen und einige Forschungsgruppen, die ihre T&auml;tigkeit eingestellt haben bzw. deren Leitung nicht neu besetzt werden konnte, aufgel&ouml;st. Somit bestehen derzeit Forschungsstellen mit folgenden Leitern\/innen:<\/p>\r\n\r\n<table class=\"table_1_spalte\" cellspacing=\"3\" cellpadding=\"3\">\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td class=\"noborder\">\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>FST Baltikum \u2013 Hans Boettcher<\/li>\r\n\t<li>FST Donauschwaben und Ungarn \u2013 Dr. G&uuml;nter Junkers<\/li>\r\n\t<li>FST Galizien \u2013 Manfred Daum<\/li>\r\n\t<li>FST Mittelpolen \u2013 Irmgard M&uuml;ller und Beate Harbich-Sch&ouml;nert<\/li>\r\n\t<li>FST Neumark \u2013 Dr. Gerd Schmerse<\/li>\r\n\t<li>FST Ost- und Westpreu&#223;en \u2013 Dirk Vollmer<\/li>\r\n\t<li>FST Pommern\t\u2013 Elmar Bruhn<\/li>\r\n\t<li>FST Posen \u2013 Wolf-Dietrich Wildegans<\/li>\r\n\t<li>FST Ru&#223;landdeutsche\t\u2013 Detlef Hollatz<\/li>\r\n\t<li>FST Schlesien \u2013 Andreas R&ouml;sler<\/li>\r\n\t<li>FST Sudetenland \u2013 Gregor Tumpach<\/li>\r\n\t<li>FST S&uuml;dosteuropa \u2013 Dr. Thomas Urch<\/li>\r\n\t<li>FST Wolhynien \u2013 Gerhard K&ouml;nig<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Forschungsgruppen Glatz, Gro&#223; Strehlitz, Lauban, Leobsch&uuml;tz und Rum&auml;nien wurden durch Beschluss des Vorstandes aufgel&ouml;st.<br \/>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Archiv: Dr. Peter Bahl berichtete &uuml;ber den Stand des Vereinsarchivs. Wegen der dezentralen Organisation der AGoFF sei der Bestand derzeit schwer zu &uuml;berblicken. Die &Uuml;berlieferungen auch der einzelnen Forschungsstellen und Forschungsgruppen seien f&uuml;r die Vereinsgeschichte sehr bedeutsam. In fr&uuml;heren Arbeitsberichten f&auml;nden sich mehrfach Beschl&uuml;sse zur Archivierung, die leider nie umgesetzt worden seien. Beispielsweise gebe es zwar ein Foto der Archivbest&auml;nde des ehemaligen Vorsitzenden Fritz Modler in Bonn, aber Sammlungen oder ein genealogischer Nachlass von ihm seien nicht ins Vereinsarchiv gelangt. Immer wieder seien Best&auml;nde verloren gegangen, so jene von Dr. Paul Edel, dem Leiter der Forschungsstelle Ru&#223;landdeutsche. Dr. Peter Bahl stellte fest, es sei ein Problem vieler Vereine, ihre Best&auml;nde zu sichern, u. a. weil diese oftmals in den Privatwohnungen der Mitglieder aufbewahrt werden und wurden. Er bat nachdr&uuml;cklich darum, dem Verein &uuml;bergebene Originale nach M&ouml;glichkeit im Archiv in Herne zu sammeln und den Forschungsstellen Kopien oder Digitalisate zur Verf&uuml;gung zu stellen.<br>\r\nDr. Bahl berichtete weiter, er sei im Rahmen seiner zeitlichen M&ouml;glichkeiten dabei, das Vereinsarchiv in Herne zu erfassen und zu ordnen, damit es zug&auml;nglich gemacht werden k&ouml;nne. Es gebe leider keine Forschungsstelle, von der er in Herne Akten aufgefunden habe. Zum Schluss bat Dr. Peter Bahl, die T&auml;tigkeit der Forschungsstellen und Forschungsgruppen zu dokumentieren.<br \/>\r\nPommern: Elmar Bruhn berichtete, dass der Schriftwechsel der Jahre 1980 bis 2001 der im Jahr 1987 von seinem Vater &uuml;bernommenen Forschungsstelle alphabetisch geordnet vorliege, die Beilagen seien als alphabetische Sammlung gesondert geordnet. Die Korrespondenz enthalte etwa 500 Anfragen j&auml;hrlich. Mit der Gr&uuml;ndung des Pommerschen Greifs e.V. seien die Anfragen stark zur&uuml;ckgegangen. Den Schriftwechsel werde er dem Vereinsarchiv in Herne &uuml;bergeben.<br>\r\nSchriftleitung Zeitschrift f&uuml;r Ostdeutsche Familiengeschichte: Dr. Ulrich Schmilewski berichtete, er sammle die eingegangenen Manuskripte nebst Begleitkorrespondenz bis ein Jahr nach der Ver&ouml;ffentlichung. Nur besondere Schreiben w&uuml;rden dar&uuml;ber hinaus archiviert. Es werde eine Autorenkartei zur OFK und ZOFG mit Hinweisen auf die Heftnummern gef&uuml;hrt, in denen die Autoren publiziert haben. Von seinem Vorg&auml;nger Seeberg-Elberfeld habe er einen Ordner mit Korrespondenz &uuml;bernommen.<br \/>\r\nS&uuml;dosteuropa: Dr. Thomas Urch informierte, es gebe derzeit an diesem geographisch riesigen Gebiet wenig Interesse. Er erhalte ca. zwei Anfragen im Jahr. Von seinem Vorg&auml;nger Dr. Martin Armgart habe er keine Unterlagen &uuml;bernehmen k&ouml;nnen.<br>\r\nSchlesien: Der bisherige Forschungsstellenleiter Neithard von Stein wird dem Archiv eine gro&#223;e Zahl angefallener Unterlagen &uuml;bergeben. Der neue Forschungsstellenleiter Andreas R&ouml;sler, der seit 2010 die Anfragen beantwortet, erh&auml;lt monatlich 10 bis 15 Anfragen, die gemeinsam mit den hierauf gegebenen Antworten abgeheftet werden.<br>\r\nFGR Brieg: Ekkehard Lindner erkl&auml;rte, die Korrespondenz der seit 2002 bestehenden Forschungsgruppe Brieg liege vollst&auml;ndig vor.<br>\r\nFGR Rosenberg: Hans Fuhrich erg&auml;nzte, er habe die gesammelten Daten seiner Forschungsgruppe ausschlie&#223;lich in digitaler Form vorliegen.<br>\r\nFGR Rybnik u. Pless: Stefan Guzy erh&auml;lt f&uuml;r die Forschungsgruppe sehr viele Anfragen, z. T. auch wegen seiner Ver&ouml;ffentlichungen. Es seien 300 bis 500 pro Jahr, die zur H&auml;lfte Oberschlesien betreffen. Ein Ergebnis dieser Arbeit sei auch Band 1 der Schriftenreihe.<br>\r\nMittelpolen: Beate Harbich-Sch&ouml;nert berichtete, das Forschungsgebiet sei r&auml;umlich gesehen recht gro&#223;, daher gebe es (noch) nicht f&uuml;r alle Landesteile Forschungsgruppen. Die bestehenden Gruppen bzw. Einzelforscher erfassten systematisch verfilmte evangelische Kirchenb&uuml;cher bzw. deren Indices. F&uuml;r den Gro&#223;raum Lodz\/Kalisch (Pabianice-Petrikau, Belchatow, Radomsko-Tomaschow) verf&uuml;ge die Forschungsstelle &uuml;ber eine recht gut aufgestellte Datenbank, erstellt mit Angaben aus den Kirchenb&uuml;chern. Diese und viele Einzelpublikationen mit heimatkundlichen Berichten werden \u2013 sobald die Voraussetzungen geschaffen seien \u2013 online f&uuml;r die Vereinsmitglieder zu Forschungszwecken zug&auml;nglich gemacht werden. Das k&ouml;nne f&uuml;r Nichtmitglieder ein Anreiz zum Eintritt sein. Anfragen, die nicht &uuml;ber die AGoFF-Liste eingingen, w&uuml;rden schriftlich bzw. vorwiegend im \u201eMittelpolen-Forum\u201c beantwortet. Seit Bestehen des Forums h&auml;tten sich mittlerweile rund 400 Teilnehmer angemeldet. &Uuml;ber diese Seite k&ouml;nnen auch digitalisierte Jahrg&auml;nge der Zeitschrift \u201eDer Heimatbote\u201c bezogen werden.<br>\r\nFGR Kalisch: Dieter Pechner f&uuml;hrte aus, die Forschungsgruppe erhalte j&auml;hrlich etwa 35 Anfragen, die jeweils mit den Antworten alphabetisch nach den Korrespondenzpartnern gesammelt w&uuml;rden.<br>\r\nSudetenland: Gregor Tumpach berichtete, die Anfragen gingen meist an die Forschungsstellen und Forschungsgruppen der VSFF. Archivalien w&uuml;rden kopiert und diese Kopien in Regensburg im Sudetendeutschen Genealogischen Archiv verwahrt.<br>\r\nDonauschwaben und Ungarn: Dr. G&uuml;nter Junkers berichtete &uuml;ber die neu eingerichtete Forschungsstelle und die seit Jahresbeginn bestehende gegenseitige Mitgliedschaft zwischen AKdFF und AGoFF. Viele Anfragen gingen direkt an das AKdFF-Archiv im Haus der Donauschwaben in Sindelfingen, das &uuml;ber eine gro&#223;e Bibliothek sowie fotokopierte und mikroverfilmte Kirchenb&uuml;cher verf&uuml;ge. Dort gebe es ca. 2500 Mikrofilme und mehr als 200 Ortsfamilienb&uuml;cher. Die Kirchenbuchduplikate im Bistumsarchiv Kalosca\/Ungarn st&uuml;nden seit kurzem digital im Netz. Die Mikrofilme und Kopien von Kirchenb&uuml;chern im Archiv des AKdFF w&uuml;rden nach und nach gescannt. Der Verein, einst vom AGoFF-Mitglied Hans Bartsch mitbegr&uuml;ndet und gef&ouml;rdert, habe z. Zt. rund 600 Mitglieder.<br>\r\nPosen: Wolf-Dietrich Wildegans erkl&auml;rte, er werde den Schriftwechsel und die Unterlagen der Forschungsstelle ordnen und neu strukturieren. Der vorhandene Schriftverkehr sei auf zwei Arten abgelegt worden. Otto Firchau habe Schriftverkehr und Anfragen alphabetisch, Hilde Moeller chronologisch geordnet. Die von Hilde Moeller &uuml;bernommenen umfangreichen Unterlagen, auch als Kopien, best&uuml;nden aus Zeitschriften, B&uuml;chern, Verzeichnissen und z. T. aus genealogischen Nachl&auml;ssen.<br>\r\nOst- und Westpreu&#223;en: Dirk Vollmer leitet seit 2009 die Forschungsstelle Ostpreu&#223;en. Diese wurde 2010 mit der Forschungsstelle Westpreu&#223;en zusammengef&uuml;hrt. Laut seinem Bericht arbeitet er eng mit dem VFFOW zusammen und arbeitet an der Erstellung von Datenbanken. Von in den bisherigen Jahren der Forschungsstelle angefallenen Unterlagen sei nichts aufgefunden worden, ein Teilarchiv scheint nicht mehr zu bestehen.<br>\r\nWolhynien: Gerhard K&ouml;nig berichtete, er erfasse gemeinsam mit anderen Forschern die vorhandenen Digitalisate. Ein Teil sei schon im Mitgliederbereich einsehbar. Das hierdurch entstehende Archiv werde von der Forschungsstelle betreut. Das Archiv in Wiesentheid, das vom langj&auml;hrigen Vorsitzenden des historischen Vereins Wolhynien Nikolaus Arndt begr&uuml;ndet wurde, werde nach Herne in die Martin-Opitz-Bibliothek gegeben.<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n<hr \/>\r\n\r\n\r\n<h4 style=\"text-align: center;\">Sitzung der Forschungsstelle Schlesien<\/h4>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 12. M&auml;rz 2011 fand in Marburg in zeitlicher Verbindung mit der Vorstands- und Beiratssitzung eine Sitzung der Forschungsstelle Schlesien statt. Neithard von Stein &uuml;bergab dabei die Leitung der Forschungsstelle an Andreas R&ouml;sler. J&uuml;rgen Frantz dankte Neithard von Stein f&uuml;r seine jahrzehntelange Arbeit als Forschungsstellenleiter, bei der er oft den Spagat zwischen Beruf, Familie und Forschung leisten musste, und w&uuml;nschte ihm weiterhin eine erfolgreiche genealogische Forschung und pers&ouml;nliches Wohlergehen. Als kleine Anerkennung &uuml;berreichte er ihm ein vom Autor, Stefan Guzy, signiertes Exemplar des ersten Bandes der neuen Schriftenreihe \u201eDas Urbar der Herrschaft Cosel 1578\u201c.<br> \r\nNeithard von Stein gab eine kurze Zusammenfassung seiner T&auml;tigkeit. Sehr viele Impulse f&uuml;r seine Arbeit habe er von Dr.-Ing. Curt Liebich, den er als einer der wenigen Mitglieder noch pers&ouml;nlich kannte, erhalten. Die Forschungsstelle &uuml;bernahm er 1980 von Berengar Elsner von Gronow und leitete sie 31 Jahre. Die Erteilung von Ausk&uuml;nften sei wegen seiner beruflichen Belastung als Leiter einer Seniorenresidenz in Bad Eilsen keine einfache Aufgabe gewesen. Er freue sich, dass Andreas R&ouml;sler, der schon seit 2010 die Ausk&uuml;nfte der Forschungsstelle erteilt, diese nun &uuml;bernehme und w&uuml;nschte ihm viel Erfolg bei der Arbeit. Er selbst werde der Forschungsstelle gern mit seiner Erfahrung weiter zur Seite stehen. Das umfangreiche Archiv werde er demn&auml;chst &uuml;bergeben.<br>\r\nAndreas R&ouml;sler berichtete, innerhalb des vergangenen Jahres seien etwa 150 Anfragen eingegangen und beantwortet worden, wobei der &uuml;berwiegende Teil davon als E-Mail die Forschungsstelle erreichte.\r\nEr stellte aktuelle Projekte der Forschungsstelle Schlesien vor, wie z.B. die Teilnahme an einem Arbeitskreis von Forschern, die sich mit der Auswertung der Fl&uuml;chtlingstransportlisten des Lagers Marienthal bei Helmstedt besch&auml;ftigen, die Erstellung eines Ortsverzeichnisses von 1750 mit Angabe des Besitzers anhand der Kriegskarte von Wrede, die weitere Ermittlung der schlesischen Best&auml;nde der B&ouml;hmischen Hofkammer im Nationalarchiv Prag und die Sammlung von Nachweisen zu noch vorhandenen schlesischen Sch&ouml;ppenb&uuml;chern. In Vorbereitung sind die Publikation der Geburten in den Schlesischen Provinzialbl&auml;ttern 1785\u20131849 und die Digitalisierung der Kartei W&uuml;nsche. In der sich anschlie&#223;enden Diskussion wurde mehrfach die Ausarbeitung einer Arbeitsgrundlage f&uuml;r die Forschungsgruppen angeregt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<hr \/>\r\n<p><a href=\"?p=3358\">Zur&uuml;ck zu Vereinsleben<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besuch des Herder-Instituts Im Zusammenhang mit der Sitzung von Vorstand, Beirat und Forschungsstelle Schlesien fand ein Besuch des Herder-Instituts statt. Die Teilnehmer wurden von J&uuml;rgen Warmbrunn, dem Stellvertretenden Leiter des Herder-Instituts und Leiter der Bibliothek begr&uuml;&#223;t und in einem einleitenden Vortrag &uuml;ber das Institut und seine Ziele informiert. Das Herder-Institut besteht aus den Bereichen Bibliothek, <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=4044\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Vorstands- und Beiratssitzung vom 11. bis 13. M\u00e4rz 2011 in Marburg &#8211; Besuch des Herder-Institus<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1166,1165],"tags":[212,1662,211],"class_list":["post-4044","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-beiratssitzung","category-vereinsleben","tag-herder-institut","tag-vereinsleben","tag-vorstands-und-beiratssitzung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4044","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4044"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4044\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24842,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4044\/revisions\/24842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4044"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4044"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4044"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}