{"id":86187,"date":"2016-12-13T00:11:42","date_gmt":"2016-12-12T23:11:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=86187"},"modified":"2019-03-15T19:13:28","modified_gmt":"2019-03-15T18:13:28","slug":"das-schweidnitzer-gymnasialblatt-als-genealogische-quelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=86187","title":{"rendered":"Schulschriften des Schweidnitzer Gymnasiums als genealogische Quelle"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\r\n<h3 style=\"text-align:center\">Personenbezogene Beitr&auml;ge und Meldungen<br><br>\r\nEin Register f&uuml;r die Jahre 1887 bis 1940<\/h3>\r\n<h4 style=\"text-align:center\"><em>Bearbeitet von Harald Wenske<\/em><\/h4>\r\n<!-- <p style=\"text-align:center\"><em>(Die Erfassung wird fortgesetzt)<\/em><\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align:center\">Einleitung<\/h3>\r\n-->\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Schweidnitz hat eine lange schulische Tradition. Schon 1248 ist eine Ratsschule &uuml;berliefert, die sp&auml;ter Lateinschule wurde. Im Rahmen der Gegenreformation gab es in der Stadt seit 1664 ein Jesuitenkolleg. In den Bestimmungen des Westf&auml;lischen Friedens von 1648 wurde den Evangelischen Schlesiens gestattet drei Friedenskirchen aus Holz, Lehm und Stroh au&#223; erhalb der Stadtmauern zu errichten. Eine davon wurde 1656\/57 in Schweidnitz gebaut. Nachdem die Altranst&auml;dter Konvention 1707 den Evangelischen die Errichtung von Schulen bei ihren Kirchen gestattete, wurde schon im Herbst 1707 eine evangelische Lateinschule an der Friedenskirche gegr&uuml;ndet, die im Januar 1708 feierlich er&ouml;ffnet wurde. Innerhalb weniger Monate konnte dazu ein Schulhaus errichtet werden. Diese wurde 1812 zu einem Gymnasium erweitert und 1822 in die Obhut der Stadt &uuml;berf&uuml;hrt um eine langfristige Finanzierung zu sichern. Nachdem das alte Schulgeb&auml; ude zu klein geworden war, wurde es 1854 in einen Neubau auf dem Gel&auml;nde des Franziskanerklosters, K&ouml;ppenstra&#223;e 7, verlegt. Im Jahr 1925 hatte das Gymnasium nur noch 176, weshalb immer wieder Forderungen gestellt wurden es mit der Oberrealschule zu vereinen. Im Jahr 1934 zog die Schule in die Waldenburger Stra&#223;e.<\/p> <p style=\"text-align: justify;\">Schulschriften waren an den h&ouml;heren Schulen sehr h&auml;ufig. Den Anfang macht hier die vom ersten Rektor der Schule, Johann Christian Leubscher, vorher Lehrer am Magdalen&auml;um in Breslau, im Zusammenhang mit der &Uuml;bernahme seines Amtes verfasste Schrift an seine bisherigen Sch&uuml;ler:<br><a href=\"wp-content\/uploads\/images\/zeitungen\/schweidnitzer_zeitungen\/schweidnitzer_gymnasialblatt_1924_1200x1899.png\"><img decoding=\"async\" style=\"margin: 8px 0px 0px 12px; float: right;\" src=\"wp-content\/uploads\/images\/zeitungen\/schweidnitzer_zeitungen\/schweidnitzer_gymnasialblatt_1924_1200x1899.png\" alt=\"Schweidnitzer Gymnasialblatt 1924 Seite 1\" width=\"270px\" height=\"360px\" \/><\/a> An seine kurtz zuvor besuchte saemptliche Schueler ; Johann Christian Leubschers, der Schulen zur H. Dreyfaltigkeit vor Schweidnitz Rectoris, an seine kurtz zuvor besuchte saemptliche Schueler aus Bresslau abgesandte wohlgemeinte Zuschrifft. Schweidnitz ; gedruckt bey Ockelischer Wittwe ; 1708.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Meist erschienen die Schulschriften am Ende des Schuljahres. Anlass waren die seit 1789 stattfindenden Abiturientenpr&uuml;fungen. In Schweidnitz begann man erst nach der &Uuml;bernahme des Gymnasiums durch die Stadt mit dieser Tradition. Nachweisbar sind die nachfolgenden Schulschriften seit 1832.<br> &#8222;Programm, wodurch zu der &ouml;ffentlichen Pr&uuml;fung der &#8230; Klassen des hiesigen Gymnasiums, &#8230; einladet&#8223;, sp&auml;ter unter dem Titel &#8222;Programm \/ Gymnasium zu Schweidnitz: durch welches zur Feier des Geburtsfestes Sr. Majest&auml;t des Kaisers und &ouml;nigs und zur Entlassung der Abiturienten &#8230; einladet. Schweinitz&#8223;. Zum Teil hie&#223; die Ver&ouml;ffentlichung auch &#8222;Programm, wodurch zu der am &#8230; haltenden &ouml;ffentlichen P&uuml;fung s&auml;mmtlicher Klassen des Gymnasiums &#8230; einladet&#8223;, in den Jahren 1864\/65 &#8211; 1874\/75 &#8222;Programm des Gymnasiums zu Schweidnitz&#8223;. Der Schrift waren als Beilage z.T. beigegeben &#8222;Programm, wodurch zu der in der Aula des Gymnasiums &#8230; zu haltenden Pr&auml;mial-Rede&uuml;bung hochachtungsvoll einladet&#8223;. Schweidnitz 1831\/32(1832) &#8211; 1879\/80(1880).  Danach war es &#8222; Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz : Programm des Evangelischen Gymnasiums zu Schweidnitz&#8223;. 1880\/81(1881) &#8211; 1888\/89(1889); anschlie&#223;end &#8222;Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz : Jahresbericht \/ Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz&#8223;, 1889\/90(1890) &#8211; 1893\/94(1894); gefolgt von &#8222;Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz : Bericht &uuml;ber das Schuljahr &#8230; \/ Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz, auch: St&auml;dtisches Evangelisches Gymnasium in Schweidnitz&#8223;. Schweidnitz 305.1924\/25(1925) &#8211; 316.1935\/36(1936); zuletzt &#8222;St&auml;dtisches Gymnasium in Schweidnitz : Bericht &uuml;ber das Schuljahr &#8230; Jahresbericht &uuml;ber das Schuljahr &#8230; \/ St&auml;dtisches Gymnasium in Schweidnitz&#8223;. Schweidnitz \t1939\/40[?]<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben der Schulschrift zum Schuljahresende gab es zunehmend den Bedarf der Information ehemaliger Sch&uuml;ler &uuml;ber die Entwicklung der Schule.<br> So entstand das &#8222;Nachrichtenblatt der Schulgemeinde des Schweidnitzer Gymnasiums&#8223;. Jahrgang 1 (1924) &#8211; Jahrgang 11, Nr. 3 (1934), anschlie&#223;end &#8222;Nachrichtenblatt der ehemaligen Sch&uuml;ler des Schweidnitzer Gymnasiums&#8223;. Schweidnitz Jahrgang 13, Nr. 4 (1936) &#8211; Jahrgang 18 (1941).<br> Im Geleitwort der ersten Ausgabe wird begr&uuml;ndet, warum es zur Auflage des Nachrichtenblattes kam:<br><br><em>&#8222; \u2026 An alle, \u2026, wendet sich unser Bl&auml;ttchen. Es will ihnen berichten von dem Geiste, der jetzt auf unserer Anstalt herrscht, von den Wandlungen, die auch sie notwendig im Laufe der Jahre erfahren mu&#223;te, von dem Streben, den Freuden des heutigen Sch&uuml;lergeschlechts, will ihnen aber auch behilflich sein, F&auml;den mit alten Kameraden wiederanzukn&uuml;pfen, die sich aus den Augen verloren haben, ihnen kurz &uuml;ber deren Schicksal berichten. \u2026 &#8223;<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In mehr oder weniger ausf&uuml;hrlichen Artikeln wird &uuml;ber das vergangene und des laufende Schulleben berichtet. Fr&uuml;heren Lehrern, besonders wenn diese verstorben sind, wird in r&uuml;hrender Art und Weise gedacht. Aber auch Berichte &uuml;ber Sportveranstaltungen, Ausfl&uuml;ge in und au&#223; erhalb Deutschlands und Wiedersehensfeiern fr&uuml;herer Abiturjahrg&auml;nge finden ihren Platz im Nachrichtenblatt. Bemerkenswert ist eine Fortsetzungsreihe &uuml;ber &#8222;Einige kostbare Sch&auml;tze unserer Schweidnitzer Gymnasialbibliothek&#8223;. Da werden z.B. Briefe Luthers im Original oder auch Autogramme des im 17. und 18. Jahrhundert lebenden schlesischen Liederdichters Benjamin Schmolck beschrieben.<br> Bereits in den ersten Ausgaben fanden sich z.T. ausf&uuml;hrliche biografische Notizen zu Leben und Wirken von ehemaligen Gymnasiasten, die sich zu herausragenden Pers&ouml;nlichkeiten der damaligen Zeit sich entwickelt hatten, so z.B. &uuml;ber den schlesischen Dichter Moritz Graf Strachwitz oder den preu&#223;ischen Kultusminister Konrad von Studt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser Mitglied Harald Wenske hat sich der verdienstvollen Aufgabe angenommen die Schulschriften auszuwerten und so f&uuml;r einen gr&ouml;&#223;eren Interessentenkreis zug&auml;nglich zu machen. Ein gro&#223;er Anspruch dabei war und bleibt das Erfassen der einzelnen Personen. Diese Datens&auml;tze summieren sich allein f&uuml;r die bisher erfasste Nachrichtenbl&auml;tter (1924 bis 1940) auf 2.224. Dabei waren Mehrfacherfassungen unumg&auml;nglich, da in verschiedensten Ausgaben die betreffende Person erw&auml;hnt wird. Die Gr&uuml;nde waren z.B. Ver&auml;nderungen im Wohn- und Arbeitsort, Berufswechsel oder auch Bef&ouml;rderungen und Verleihen von Titeln. Die oben erw&auml;hnten Biogramme sind bei der Auswertung im jeweiligen Datensatz zur Person unter &#8222;Bemerkungen&#8223; aufgef&uuml;hrt.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Inwischen wurde mit der Auswertung der &#8222;Programme des evangelischen Gymnasiums zu Schweidnitz&#8223; begonnen. Die Programmhefte der Jahre 1887 und 1888 erbrachten 52 genealogisch relevant Datens&auml;tze.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"> <em>Berlin, im Februar 2017.\tAndreas R&ouml;sler<\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align:center\">Suchbereich<\/h3>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier k&ouml;nnen Sie nach einem Nachnamen suchen:<\/p>\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<table class=\"table_forschungsgruppen\">\r\n<thead>\r\n<tr>\r\n<td colspan=\"3\"><a name=\"Forschungsgruppen\">Biogramme<\/a><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align:center; width: 33%\"><a href=\"?p=87497\">Dr. Konrad von Studt<\/a><\/td>\r\n<td style=\"text-align:center; width: 33%\"><a href=\"?p=87517\">Moritz Hermann Graf Strachwitz<\/a><\/td>\r\n<td style=\"text-align:center; width: 33%\"><a href=\"?p=87520\">Prof. Dr. Benno Tschischwitz<\/a><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Literatur:<\/p>\r\n<ul class=\"abstandsliste\" style=\"text-align:left\">\r\n<li>Adler, Horst: <a href=\"http:\/\/www.horst-adler.de\/schulen_ab_1925.pdf\" target=\"_blank\">Das Schweidnitzer Schul- und Bildungswesen bis und nach 1925<\/a> (<em>abgerufen am 12. Februar 2017<\/em>)<\/li>\r\n<li>Baege, Max: Das Gymnasium zu Schweidnitz in seiner geschichtlichen Entwicklung von der Gr&uuml;ndung bis 1830. Festschrift zur zweihundertj&auml;hrigen Jubelfeier. Schweidnitz 1908<\/li>\r\n<li>Dittrich, Karl: 225 Jahre Gymnasium Schweidnitz : 1708-1933, 26. Januar. Sonderdruck aus: T&auml;gliche Rundschau f&uuml;r Mittelschlesien. Schweidnitz 1933<\/li>\r\n<li>Wasner, Adolf: Aus der Geschichte des Schweidnitzer Schulwesens 1284-1925. Schweidnitz 1925<\/li>\r\n<li>Schweidnitz im Wandel der Zeiten: (Spitalhof Reutlingen, 22. September bis 21. Oktober 1990 ; Haus Schlesien, K&ouml;nigswinter-Heisterbacherrott, 1. M&auml;rz bis 2. April 1991) \/ (Hrsg. und Veranstalter: Stiftung Kulturwerk Schlesien). Bearb. von Werner Bein und Ulrich Schmilewski. W&uuml;rzburg 1990<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<p><a href=\"?p=7395\">Zur&uuml;ck zur Forschungsstelle Schlesien<\/a><br>\r\n<a href=\"?p=168\">Zur&uuml;ck zu Projekte\/Datenbanken<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Personenbezogene Beitr&auml;ge und Meldungen Ein Register f&uuml;r die Jahre 1887 bis 1940 Bearbeitet von Harald Wenske Schweidnitz hat eine lange schulische Tradition. Schon 1248 ist eine Ratsschule &uuml;berliefert, die sp&auml;ter Lateinschule wurde. Im Rahmen der Gegenreformation gab es in der Stadt seit 1664 ein Jesuitenkolleg. 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