{"id":87816,"date":"2017-04-17T17:32:38","date_gmt":"2017-04-17T15:32:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=87816"},"modified":"2023-02-12T22:39:52","modified_gmt":"2023-02-12T21:39:52","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-nowa-wies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=87816","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Nowa Wie\u015b"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die deutsch-evangelischen Kolonisten siedelten sich in der Parochie Nowa Wie&#347;-Neudorf in 36 D&ouml;rfern an, von denen die wichtigsten D&#261;b Wielki (<em>gegr. 1746<\/em>), Dunin&#243;w, Karolewo (<em>gegr. 1805<\/em>), &#321;adne und Wola Brwile&#324;ska waren.<br> \r\nIm Jahre 1810 wird der erste Lehrer in D&#261;b Wielki oder Niem. Hauland erw&auml;hnt. 1860 war hier Matth&auml;us Abend Lehrer. Im Jahr 1870 erbauten die Kolonisten ein steinernes Schul- und Bethaus. 1917 besa&#223;en sie in Gro&#223; Demby &#8211; wie es von ihnen genannt wurde &#8211; insgesamt 130 Hufen Land, meist schlechte Sandb&ouml;den und auch Waldungen. Von 1911 an wirkte hier Lehrer Hassenr&uuml;ck. Die Zahl der Schulkinder betrug damals 80-90 und die der Konfirmanden 20-30. Das Kantorat &#321;adne umfa&#223;te die Ortschaften &#321;adne, Mostki, &#321;&#261;czka, Wistki, Tyl&#261;&#380;no und Sm&#243;lnik. Die evangelischen Siedlungen bereisten die Prediger von P&#322;ock, dann G&#261;bin und zuletzt Gostynin.<br> \r\nIm Jahre 1843 stiftete Baron Karl Wilhelm von Ike, Besitzer der von ihm 1829 erworbenen G&uuml;ter Dunin&#243;w, die Gemeinde Nowa Wie&#347;, die aber weder Kirche noch Pfarrhaus hatte. Er schenkte ihr auch Land und verpflichtete sich, zum Unterhalt des Pastors eine j&auml;hrliche Beihilfe von 850 Rubel zu zahlen sowie 5 Klaftern Holz zu geben. Diese Verpflichtung, mutma&#223;lich hypothekarisch nicht eingetragen, verlor bald ihren verbindlichen Charakter. Den Bau der Kirche, begonnen durch Baron von Ike im Jahre 1847, beendete erst nach drei&#223;ig Jahren dessen Sohn. Am 3. April 1877 wurde sie mit zwei Glocken ausgestattet eingeweiht. Die Kirche lag auf einem Waldh&uuml;gel in der N&auml;he des linken Weichselufers unweit der Landstra&#223;e P&#322;ock-Radziwie-W&#322;oc&#322;awek und von P&#322;ock 18 km entfernt. Mit ihrer Frontseite zur Weichsel gerichtet, war sie von ihr nur etwa 200 Meter entfernt. Den ganzen Kirchplatz umgab dichter Nadelwald. Im Hintergrund sah man, soweit das Auge reichte, H&uuml;gel und T&auml;ler.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 12. Juni 1932 w&auml;hlte die Kirchengemeinde Pastor Eduard Erich Kelm, den bisherigen Vikar in Gostynin, zum ersten ortsans&auml;ssigen Pfarrer. Am 27. M&auml;rz 1938 f&uuml;hrte Supintendent Wosch die Wahl des neuen Kirchenrats durch. Am 27. Juni 1938 sprach das Bezirksgericht in W&#322;oc&#322;awek im Proze&#223; des Kantorats Gro&#223; Demby gegen die politische Gemeinde Dobiegniewo das Kantoratseigentum den Evangelischen zu. Im Zweiten Weltkrieg fiel am 9. M&auml;rz 1943 Pastor Kelm als Soldat an der Ostfront. Nach 1945 wurde das evangelische Gotteshaus abgebrochen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 1843 gegr&uuml;ndete Gemeinde geh&ouml;rten rund 2.500 Menschen an. Neben der Kirche und 2 Bets&auml;len hatte sie 5 Friedh&ouml;fe, ein Pfarrhaus, ein Haus f&uuml;r die Bediensteten und Wirtschaftsgeb&auml;ude. Im Jahr 1929 wurden 75 Taufen vollzogen, fanden 40 Konfirmationen und 19 Trauungen statt, sowie wurden 58 Beerdigungen durchgef&uuml;hrt.\r\nSie verf&uuml;gte &uuml;ber Schulen in Nowa Wie&#347;, D&#261;b Wielki und &#321;adne mit polnischer Unterrichtssprache und drei evangelischen Lehrern.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=87808\">Evangelische Kirchengemeinde Nowa Wie&#347;<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die deutsch-evangelischen Kolonisten siedelten sich in der Parochie Nowa Wie&#347;-Neudorf in 36 D&ouml;rfern an, von denen die wichtigsten D&#261;b Wielki (gegr. 1746), Dunin&#243;w, Karolewo (gegr. 1805), &#321;adne und Wola Brwile&#324;ska waren. 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