{"id":87878,"date":"2017-04-21T08:48:00","date_gmt":"2017-04-21T06:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=87878"},"modified":"2023-02-12T22:32:21","modified_gmt":"2023-02-12T21:32:21","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-chodecz-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=87878","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Gostynin"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Zeit ab 1770 siedelten sich in der Gegend von Gostynin deutsch-evangelische Kolonisten an. Nach 1818 wanderten in Gostynin Tuchmacher aus dem Posenschen und Westpreu&#223;en ein, was zur Gr&uuml;ndung der sogenannten Neustadt f&uuml;hrte.<br>\r\nIn den Jahren 1824\/25 wurden die Kirche und ein h&ouml;lzernes Pfarrhaus errichten. Als Bauplatz schenkte die Regierung einen westlich der Stadt gelegenen, k&uuml;nstlich aufgesch&uuml;tteten H&uuml;gel mit einer Burgruine, deren Steine man zum Teil bei der Errichtung des Gotteshauses verwendete.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum ersten Pastor berief man Karl Wilhelm Pastenaci, den Johann Georg Seegemund abl&ouml;ste. Da er der polnischen Revolutionsregierung den Treueid verweigerte und mit seiner Verhaftung rechnen mu&#223;te, fl&uuml;chtete er &uuml;ber die preu&#223;ische Grenze. Bald w&uuml;tete auch in der Kirchengemeinde die Cholera, der allein in der Stadt 160 Evangelische zum Opfer fielen. Sein Nachfolger wurde Ludwig Otto Ehlers, ein sehr aktiver Pastor. Nachkommen der von ihm getauften Juden lebten noch bis 1939 in der Gemeinde.Im Jahre 1843, zur Amtszeit Pastor Cottas, trennte sich eine Anzahl von Kolonien von Gostynin und bildete die Parochie Nowa Wie&#347;, die von P&#322;ock verwaltet wurde. Von 1876-1896 war Gostynin vakant. Durch die Auswanderung nach Wolhynien ging die Zahl der Eingepfarrten zur&uuml;ck. W&auml;hrend der Vakanz wurde im Jahr 1883 ein neues Pfarrhaus gebaut, das 1918 durch einen Neubau vergr&ouml;&#223;ert wurde. Verglichen mit seinen Vorg&auml;ngern amtierte Pastor Philipp Schmidt am l&auml;ngsten in Gostynin. Au&#223;er seinem Pfarrdienst wirkte er als Direktor des polnischen Gymnasiums im Ort und als Vorsitzender des polnischen Kreisschulrates. Am 11. September 1925 feierte die Gemeinde das Fest ihres 100j&auml;hrigen Bestehens und der Einweihung ihrer Kirche. Aus diesem Anla&#223; wurde das Gotteshaus mitsamt allen kirchlichen Geb&auml;uden renoviert. Von den fr&uuml;heren deutsch-evangelischen Schulen blieb nach 1918 nichts mehr &uuml;brig. Den letzten Gostyniner Kantor Oskar Scharfenberg, der nach 1945 in Eisenberg, Th&uuml;ringen, im Alter von 86 Jahren starb, beerdigte Otto Lipski, der letzte deutsche Pastor in Gostynin. Die Patenschaft &uuml;ber die ehemaligen Gostyniner &uuml;bernahm im Jahr 1966 die Stadt Langenfeld (Rhld.).<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<br>\r\nNasarski, Peter (Bearb.): Von der Weichsel an den Rhein (Gostynin-Langenfeld), Troisdorf (Rhld.) 1966<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=29265\">Evangelische Kirchengemeinde Gostynin<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Zeit ab 1770 siedelten sich in der Gegend von Gostynin deutsch-evangelische Kolonisten an. 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