{"id":89708,"date":"2017-08-27T20:35:06","date_gmt":"2017-08-27T18:35:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=89708"},"modified":"2023-02-24T12:00:02","modified_gmt":"2023-02-24T11:00:02","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-sobieseki","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=89708","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Sobies\u0119ki"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im J. 1782 wurde auf den G&uuml;tern des Besitzers von Sobiesenki (<em>Sobies&#281;ki<\/em>) und Stok Martin W&#261;growski die Siedlung Marcin&#243;w oder, wie man sie sp&auml;ter nannte, Sobies&#281;ker Hauland (Stoker und Piegonisker Hauland) gegr&uuml;ndet. Die Kolonisten bereiste dreimal im Jahr Pastor Callmann aus Stawiszyn. Inzwischen errichteten sie in Sobies&#281;ki ein Bethaus und lie&#223;en es am 13. April 1796 einweihen. Im Jahr 1808 erm&ouml;glichte der Gutsbesitzer von Iwanowice W&#281;&#380;yk den dortigen evangelischen Siedlern den Bau eines h&ouml;lzernen Bethauses in der N&auml;he des gleichnamigen St&auml;dtchens. Zu ihrem Pastor beriefen sie Gottfried Felke, der aber die Pfarrstelle schon 1812 aufgab. Im Jahr 1817 wurde das Bethaus bei Iwanowice durch Blitzschlag zerst&ouml;rt, so da&#223; die Kolonisten ihre Gottesdienste im Hause eines gewissen Jekel hielten, um so mehr als sie das Bethaus in Sobies&#281;ki nicht benutzten.<\/p> \r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 2. Januar 1809 verkaufte der Gutsbesitzer W&#281;&#380;yk an weitere 37 Ansiedler, darunter auch r&ouml;m.-kath. Bekenntnisses, 21 Hufen Land. Sie stammten aus dem Posener Lande und Schlesien. Der Plan des Dominiums von Iwanowice, hier ein evang. Kirchensystem einzurichten und ein Gotteshaus zu erbauen, konnte nicht realisiert werden, weil sich daf&uuml;r nur die Evangelischen von Iwanowice und Joanka eingesetzt hatten. Bei der Beratung am 20. Oktober 1818 erkl&auml;rte sich Stanislaw W&#281;growski bereit, ein Pfarrhaus mitsamt den Wirtschaftsgeb&auml;uden zu errichten, auch eine Hufe Ackerland Kulmer Ma&#223;es zu geben. Der Kalischer Superintendent Sienell erkl&auml;rte nur Sobies&#281;ki, das bereits am 23. Septemer 1813 von den Landesbeh&ouml;rden best&auml;tigt worden war, k&ouml;nne Pfarr- und Kirchenort sein. Zum Schlu&#223; der Beratung konstituierte sich das erste Kirchenkollegium. Das Projekt der Parochialgr&uuml;ndung best&auml;tigte die Regierungskommission am 17. M&auml;rz 1819, worauf dann am 11. August 1821 Martin und Andreas W&#261;growski, die Besitzer von Sobies&#281;ki, das der evangelischen Kirchengemeinde versprochene Land hypothekarisch verschrieben haben. Durch den Weggang des Pfarrers Friedrich Haupt von Sobies&#281;ki nach W&#281;gr&#243;w und die \u00dcbersiedlung des Pastors Haase von Iwanowice nach Sobies&#281;ki noch in demselben Jahr nahmen die dauernden Spannungen und Auseinandersetzungen zwischen Iwanowice und Sobies&#281;ki ein Ende. Pfr. Ostyd&#322;o wurde 1834 wegen geistiger St&ouml;rung entlassen. Von Pastor Rother, der aus Petrikau Trybunalski gekommen war, starb 1847 nach kurzer T&auml;tigkeit an Typhus. Pfarrer Ehrentraut, von Przedecz nach Sobies&#281;ki versetzt, schied 1857 wegen einer schweren Krankheit aus seinem Amt und starb bald darauf in Kalisch.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da&#223; die Parochie unter den Krankheiten der Pastoren in ihrer religi&ouml;sen Versorgung jahrelang selbst gelitten hatte, braucht nicht besonders hervorgehoben zu werden. Im Jahre 1855 &uuml;bernahm die Pfarrstelle Eduard Fiedler. 1859 wurde das Pastorat erweitert und 1860 die bauf&auml;llige Kirche instand gesetzt. Im Oktober 1871 setzte das Konsistorium Pfarrer Gerth ab. Inzwischen waren Kirche und Pfarrhaus derart bauf&auml;llig geworden, da&#223; sie 1880 versiegelt werden mu&#223;ten.<br>\r\nDer ausw&auml;rtige Administrator, Pastor Schultz aus Pra&#380;uchy, bewog die Eingepfarrten auf der Gemeindeversammlung vom 29. Juni 1882: 1. zum Bau einer neuen Kirche und eines neuen Pfarrhauses; 2. zur Selbstbesteuerung mit je 3 Rubel vom Morgen, zahlbar in drei Raten; 3. zur Wahl eines Baukomitees; 4. zur Erh&ouml;hung des Pfarrgehaltes von 300 Rubel auf 450 Rubel j&auml;hrlich; 5. zur Erh&ouml;hung der Geb&uuml;hren f&uuml;r Amtshandlungen. Um selbst mit gutem Beispiel voranzugehen, verzichtete Pastor Schultz auf alle Einnahmen von der Verwaltung der Sobiesenker Gemeinde. Au&#223;erdem war es ihm gelungen, Pfarrer Kaspar Mikulski f&uuml;r die \u00dcbernahme der Pfarrstelle ab dem 1. Oktober 1881 zu gewinnen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahre 1882 wurde das Pfarrhaus und 1882-1884 die Kirche erbaut. Durch den Kirch- und Pfarrhausbau machte sich Pastor Mikulski um Sobies&#281;ki sehr verdient. Zur Zeit des Pfarrers Hermann Knothe erwarb die Parochie von der Lodzer St.-Trinitatis-Gemeinde eine gebrauchte Orgel. In den Jahren 1903-1909 wurde die Inneneinrichtung der Kirche angeschafft.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 27. September 1908 feierte die Parochie ihr 100j&auml;hriges Jubil&auml;um. Von 1909-1923 amtierte hier Pfarrer Mergel, der wegen eines schweren Augenleidens vorzeitig in den Ruhestand treten mu&#223;te. Von 1930 war Pastor Viktor Maczewski t&auml;tig. Am 29. September 1933 beging die Gemeinde ihr 5oj&auml;hriges Kirchweihjubil&auml;um und schaffte zwei Glocken an. Am 1. November 1933 fand die Einweihung der Kapelle in Przystajnia statt.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nFrantz, J&uuml;rgen und Pechner, Dieter: Die Entscheidung zur Gr&uuml;ndung der evangelisch-augsburgischen Kirchengemeinde Sobies&#281;ki im Jahr 1818, in  ZOFG 61. Jahrgang (2013), S. 129 ff <br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=18454\">Evangelische Kirchengemeinde Sobies&#281;ki<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im J. 1782 wurde auf den G&uuml;tern des Besitzers von Sobiesenki (Sobies&#281;ki) und Stok Martin W&#261;growski die Siedlung Marcin&#243;w oder, wie man sie sp&auml;ter nannte, Sobies&#281;ker Hauland (Stoker und Piegonisker Hauland) gegr&uuml;ndet. 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