{"id":90059,"date":"2017-10-16T09:25:58","date_gmt":"2017-10-16T07:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.agoff.de\/?p=90059"},"modified":"2018-08-14T08:17:13","modified_gmt":"2018-08-14T06:17:13","slug":"geschichte-der-gemeinde-tschermin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=90059","title":{"rendered":"Geschichte der Gemeinde Tschermin"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p style=\"text-align:right\"><!-- Navigation --><br>\r\n<i>Sie sind hier: <a href=\"https:\/\/agoff.de\/\">Start<\/a> &#187; <a href=\"?p=840\">FST Posen<\/a> &#187; <a href=\"?p=52440\">FGR B\u00f6hmische Br\u00fcder<\/a><br>&#187; <a href=\"?p=52611\">Tschermin<\/a> &#187; Geschichte<\/i><\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Tschermin wurde im Jahr 1284 erstmalig urkundlich erw&auml;hnt. Der Name leitet sich vermutlich von der Besitzer Familie Czirminski her, die eine Zeitlang Besitzer diese Dorfes war. Im Jahr 1763 war das Dorf Tschermin in Verwaltung des preu&#223;ischen K&ouml;nigs. Es befand sich bis 1920 im schlesischen Kreis Gro&#223; Wartenberg (<em>poln. Syz&#243;w<\/em>) unmittelbar an der Grenze zum Posener Kreis Kempen (<em>poln. K&#281;pno<\/em>). Im Jahr 1920 wurde Tschermin dem polnischen Kreis K&#281;pno zugeordnet.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der preu&#223;ische K&ouml;nig Friedrich II. hatte im Jahr 1749 in unmittelbarer N&auml;he von Tschermin in der Baldowitzer Brandheide b&ouml;hmische Emigranten in den neugegr&uuml;ndeten D&ouml;rfern Gro&#223; Friedrichs-Tabor und Klein Friedrichs-Tabor angesiedelt. Die Anzahl der b&ouml;hmischen Glaubensfl&uuml;chtlinge nahm aber stetig zu, so das die Parzellen f&uuml;r die Kolonisten nicht mehr ausreichten. In Gro&#223; Friedrichs-Tabor waren 56 Parzellen und in Klein Friedrichs-Tabor 14 Parzellen f&uuml;r die Kolonisten erschlossen worden. Da das bereits bestehende Dorf Tschermin kaum noch Einwohner besa&#223;, wurden die noch vorhandenen Bewohner in andere D&ouml;rfer des Kreises Gro&#223; Wartenberg umgesiedelt und das komplette Dorf Tschermin den b&ouml;hmischen Emigranten zu Kolonisierung zur Verf&uuml;gung gestellt. Es entstanden 1763 insgesamt 69 Kolonistenstellen und somit war Tschermin das gr&ouml;&#223;te b&ouml;hmische Dorf im Kirchenspiel der evangelisch-reformierten Gemeinde der b&ouml;hmischen Br&uuml;der von Gro&#223; Friedrichs-Tabor. Das Dorf Tschermin war auf das Hauptdorf Gro&#223;-Friedrichs-Tabor ausgerichtet. Neben der Kirche befand sich auch die Schule und der Friedhof dort. Im Jahr 1834 wurde auf Grund des Wachstums des Ortes Tschermin eine eigene Schule im Dorf errichtet. Als das Hauptdorf Gro&#223; Friedrichs-Tabor um 1880 aus der Baldowitzer Brandheide in die Gemarkung des Dorfes Gohle bei Bralin verlegt wurde und neben der Kirche auch der Friedhof dorthin verlegt wurde, beschloss die Gemeinde Tschermin einen eigenen Friedhof anzulegen. Dieser  Friedhof wurde im Jahr 1896 auf einem Grundst&uuml;ck &#8222;Pelske Kaped&#8223; am Rande von Tschermin eingerichtet. Weil zu diesem Zeitpunkt die in Tschermin lebende Bev&ouml;lkerung schon aus Einwohner mit verschieden Konfessionen bestand wurde der es ein multikonfessioneller Friedhof f&uuml;r alle Einwohner. Neben den evangelisch-reformierten Kolonisten die sich zur b&ouml;hmischen Nationalit&auml;t bekannten, gab es auch immer mehr Kolonisten die sich im deutschen Umfeld integriert hatte und zum evangelisch-lutherischen Glauben gewechselt hatte. Katholisch waren vereinzelt in Tschermin arbeitende polnische Landarbeiter. Der neue Friedhof wurde von 1896 bis 1945 genutzt. Im Jahr 1945 lebten noch 72 Familien &uuml;berwiegend b&ouml;hmischer und deutscher Nationalit&auml;t in Tschermin.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Ende des 2.Weltkrieges l&ouml;ste sich die Gemeinde Tschermin fast vollst&auml;ndig auf. Die Familien mit b&ouml;hmischer Nationalit&auml;t gingen in die Tschechei in die freigewordenen Gebiete der Sudetendeutschen und die Menschen die sich der deutschen Nationalit&auml;t zugeh&ouml;rig f&uuml;hlten flohen nach Deutschland. Etwa im Jahr 2000 starb in Polen die letzte bekannte Nachfahrin der b&ouml;hmischen Br&uuml;der aus Tschermin.<\/p>   \r\n\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em>Text: Carsten Iwan, Pegau<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n<ul class=\"abstandsliste\" style=\"text-align:left\">\r\n<li><a href=\"?p=52440\">Forschungsgruppe B&ouml;hmische Br&uuml;der<\/a><\/li>\r\n<li><a href=\"?p=52611\">Gemeinde Tschermin<\/a><\/li>\r\n<li><a href=\"?p=52756\">Ev.-reformierte Kirchengemeinde Gro&#223; Friedrichs-Tabor<\/a><\/li>\r\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sie sind hier: Start &#187; FST Posen &#187; FGR B\u00f6hmische Br\u00fcder&#187; Tschermin &#187; Geschichte Tschermin wurde im Jahr 1284 erstmalig urkundlich erw&auml;hnt. Der Name leitet sich vermutlich von der Besitzer Familie Czirminski her, die eine Zeitlang Besitzer diese Dorfes war. 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