{"id":92142,"date":"2018-06-25T20:00:32","date_gmt":"2018-06-25T18:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=92142"},"modified":"2018-06-25T20:15:34","modified_gmt":"2018-06-25T18:15:34","slug":"geschichte-der-katholischen-kirchengemeinde-fraustadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=92142","title":{"rendered":"Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Fraustadt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Fraustadt besa&#223; schon im 13. Jahrhundert deutsches Recht. Es geh&ouml;rte den Herz&ouml;gen von Glogau und wurde dem K&ouml;nig Johann von B&ouml;hmen verpf&auml;ndet, 1343 von K&ouml;nig Kasimir von Polen besetzt und diesem im Frieden von 1346 zugesprochen. Die Stadt blieb bis 1793 unter polnischer Herrschaft.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Privileg des Herzog Heinrich von Schlesien von 1326 tritt ein Pfarrer Jordan in &#8222;Frovenstadt&#8223; als Zeuge auf. 1408 bestand bereits eine massiv gebaute Kirche, die 1529 beim Stadtbrand schwer besch&auml;digt wurde. Matth&auml;us Lambrecht, Domherr von Breslau und Archidiakon von Glogau, ein geb&uuml;rtiger Fraust&auml;dter, veranlasste eine umfassende Wiederherstellung. 1552 entzog der Fraust&auml;dter Schlo&#223;hauptmann Matthias Gorski den Katholiken die Kirche. Erst 1602 kam sie wieder in katholischen Besitz. Kirchenschiff und Turm wurden vom Magistrat neu aufgebaut. Nach dem Brand von 1685 blieb die Kirche bis 1727 Ruine, wurde dann vom Magistrat wieder hergerichtet und auf Betreiben des damaligen Ortspfarrers Karl Poninski, Domherr von Posen, mit Zustimmung des Bischofs von Posen den aus Posen herbeigerufenen Jesuiten &uuml;bergeben. Diese verwalteten die Pfarrei bis 1772. In ihre Rechte traten die Zisterzienser und danach Weltgeistliche ein.<br>Quellen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges erstellt wurden, bezeichnen Fraustadt als zugeh&ouml;rig zur Di&ouml;zese Schneidem&uuml;hl und zum gleichnamigen Dekanat. Der letzte deutsche Seelsorger an St. Stanislaus war Josef Kliche.<\/p>  \r\n<p style=\"text-align: justify;\">Filialkirchen<ul>\r\n<li>Geyersdorf<br> \r\nGeyersdorf war ehemals im Besitz der Familie Debowalski, welche die Pfarrkirche gr&uuml;ndete. Sie bestand schon vor 1510. Im 16. Jahrhundert &uuml;bergab der Grundherr Ossowski Kirche und Pfr&uuml;nde den Protestanten. Die Familie kehrte aber zum katholischen Glauben zur&uuml;ck und &uuml;bereignete die Kirche 1610 wieder den Katholiken. Der 1939  bestehende sp&auml;tgotische Bau St. Hedwig stammte aus dem 17. Jahrhundert. Geyersdorfer Aufzeichnungen begannen erst 1747 (*, oo) bzw. 1749 (+).<\/li>\r\n<li>Oberpritschen<br>\r\nDie St. Georg-Kirche in Pritschen war ehemals Pfarrkirche und bestand schon im 15. Jahrhundert. In der Reformation 1578 protestantisch, kam sie 1642 wieder in katholischen Besitz und wurde von Adalbert Tholibowski, Bischof von Posen, rekonziliert. Seit 1677 ist sie Filiale von Fraustadt.<br> \r\nDas Dorf Oberpritschen wurde 1278 von Herzog Przemislaus einem Walther geschenkt, der es nach  Magdeburgischem Recht anlegte. 1345 schenkte K&ouml;nig Kasimir der Gro&#223;e das Dorf mit der Kirche der Stadt Fraustadt. Bis 1858 war Oberpritschen Kr&auml;mereigut. Die sogenannte &#8222;rote Kirche&#8220; stammte vermutlich aus der zweiten H&auml;lfte des 15. Jahrhunderts. <\/li><\/ul>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ortschaften (Stand Anfang 1939):<ul>\r\n\t<li>Geyersdorf, Niederpritschen und Oberpritschen.<\/li><\/ul>\r\n\t\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kirchenb&uuml;cher:<ul>\r\n\t<li>* seit 1684, oo seit 1710, &#8224; seit 1708. <\/li><\/ul>\r\n\t\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bestand an alten Original-Kirchenb&uuml;chern (mit L&uuml;cken) befindet sich im Staatsarchiv in Gr&uuml;nberg (Zielona G&#243;ra), neuere Jahrg&auml;nge dem Vernehmen nach in der Gemeinde am Ort. Es gibt eine ganze Reihe Verfilmungen durch die Kirche der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen).<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Literatur:<br\/>\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>Handbuch &uuml;ber die katholischen Kirchenb&uuml;cher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz &ouml;stlich von Oder und Nei&#223;e und dem Bistum Danzig, M&uuml;nchen 1962<\/li>\r\n\t<li>Die Kirchenb&uuml;cher der katholischen Pfarreien in der fr&uuml;heren Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en, zusammengestellt von W. Volkmann, als Sonderheft der Grenzm&auml;rkischen Heimatbl&auml;tter, Schneidem&uuml;hl  1939 <\/li><\/ul>\r\n\r\n<p><a href=\"?p=90920\">Katholische Kirchengemeinde Fraustadt<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fraustadt besa&#223; schon im 13. Jahrhundert deutsches Recht. 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