{"id":93220,"date":"2018-09-23T20:17:48","date_gmt":"2018-09-23T18:17:48","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=93220"},"modified":"2023-02-24T11:12:10","modified_gmt":"2023-02-24T10:12:10","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-babiak","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=93220","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Babiak"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Umgebung von Babiak entstanden 1760 Przystronie, 1770 K&ouml;lsch (<em>Kiejsze Hauland<\/em>), Lipia G&#243;ra, 1772 J&#243;zefowo, 1777 Lipiny, 1778 Kaczyniec Hauland und Siedlisko, 1780 Smolniki, 1787 Boreczna, 1791 Kr&auml;hen-Hauland (<em>&#379;&#243;rawieniec<\/em>). Alle diese Kolonien geh&ouml;rten zum Bereisungsbezirk der Pastoren des 1776 gebildeten Kirchspiels W&#322;adys&#322;awow. Erst nach zwei Jahrzehnten beschlossen sie die Gr&uuml;ndung einer eigenen Gemeinde in Babiak, die Bonaventura von Raczy&#324;iski, der Grundherr von Ozorzyn, tatkr&auml;ftig unterst&uuml;tzte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 23. November 1796 war die Parochie organisiert, eine kleine Holzkirche errichtet und ein Kirchenkollegium gew&auml;hlt. Von Raczy&#324;iski als Patron stattete die Gemeinde mit 8 Morgen Land f&uuml;r den jeweiligen Pastor und 1 Morgen f&uuml;r den Kantor und K&uuml;ster aus. Au&#223;erdem bestimmte er noch f&uuml;r den Pfarrer ein j&auml;hrliches Deputat, bestehend aus einem Quantum Roggen, 6 Tonnen Bier und 6 Klaftern Holz.<br> \r\nIm Jahr 1798 &uuml;bernahm die Gemeinde Pastor Johann Gottlieb Maske aus Bia&#322;owie&#380;yn bei Lipno, in die damals 219 Familien eingepfarrt waren. Da Pastor Maske von 1798-1808 schwer erkrankte litt darunter das gemeindliche Leben, zumal er fast gar nicht arbeiten konnte. Wohl kam einmal im Monat vertretungsweise zu Gottesdiensten aus Kowal Pastor Pra&#223;hardt, was aber nur eine Notl&ouml;sung. Nach dem Tode von Pastor Maskes Tod wurde die Pfarrstelle durch Pfarrer Johann Friedrich Lambeck besetzt, den das Bromberger Konsistorium, dem die Parochie unterstand, entsandte. Am 8. Oktober 1810 brannte die Kirche ab. Aus ihr konnte man noch einen sch&ouml;nen, schmiedeeisernen, aus dem Jahr 1799 stammenden Kronleuchter retten. Lambecks Nachfolger, Pastor Adam Friedrich Gieser, wirkte in Babiak ab 1812 &uuml;ber ein Jahrzehnt. Im Jahr 1816 erheilt Babiak Stadtrecht. An Stelle des Predigerhauses errichtete er im Jahr 1818 ein neues Pastorat, das auf dem Platze gegen&uuml;ber der jetzigen r&ouml;misch-katholischen Kirche lag. Der Bau der neuen Kirche, 50 Ellen lang und 27 Ellen breit, dauerte laut den Kirchenakten von 1813-1825.<br>Im Jahr 1837 gliederte man Izbica, Pasieka und Sarnowo wieder in die Babiaker Parochie ein, nachdem sie von 1820-1837 zur Gemeinde Chodecz geh&ouml;rt hatten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hatte in den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts durch die Einwanderung von Tuchmachern, Leinewebern u. a. das Kirchspiel eine Aufw&auml;rtsentwicklung genommen zeichnete sich von 1820-1850 eine r&uuml;ckl&auml;ufige Entwicklung ab.<br>In den Jahren 1870-1872 wanderten Gemeindeglieder nach dem Cholmer Lande und nach dem Kreis Garwolin aus. Im Jahr 1903 schlo&#223; das Konsistorium Babiak administrativ an Ko&#322;o an und ernannte zum Verweser von Ko&#322;o-Babiak Pfarrer Richard Paszke mit dem Wohnsitz in Ko&#322;o. Das bauf&auml;llige Pfarrhaus und das schadhafte Kantor- und Schulhaus wurden verkauft und man erbaute 1905 ein massives und ger&auml;umiges Gemeindehaus. 1904-1905 wurde in Boreczna auf kircheneigenem Boden ein Kantorhaus errichtet.<br>1910 trennte sich Izbica von Babiak und konstituierte sich zu einem Filial. Dadurch verminderte sich die Zahl der Gemeindemitglieder von Babiak von 2.500 im Jahr 1897 auf 1.600 im Jahr 1910. Der Administrator bereiste das Kirchspiel einmal monatlich und am 2. Feiertag an den Festtagen. 1937 erhielt es in Pastor Reinhold Dreger wieder einen ortsans&auml;ssigen Seelsorger. 1938 wurde der Friedhof in Babiak mit einem massiven Zaun umgeben.<\/p> \r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nKneifel, Eduard: Geschichte der  Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Niedermarschacht &uuml;ber Winsen an der Luhe 1962<br>\r\nKneifel, Eduard: Die Pastoren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen, Eging, Niederbayern 1970<br>\r\nKneifel, Eduard: Die evangelisch-augsburgischen Gemeinden in Polen 1555-1939, Vierkirchen &uuml;ber M&uuml;nchen 1971<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=27472\">Evangelische Kirchengemeinde Babiak<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Umgebung von Babiak entstanden 1760 Przystronie, 1770 K&ouml;lsch (Kiejsze Hauland), Lipia G&#243;ra, 1772 J&#243;zefowo, 1777 Lipiny, 1778 Kaczyniec Hauland und Siedlisko, 1780 Smolniki, 1787 Boreczna, 1791 Kr&auml;hen-Hauland (&#379;&#243;rawieniec). 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