{"id":94688,"date":"2019-01-13T17:27:17","date_gmt":"2019-01-13T16:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=94688"},"modified":"2021-04-10T21:45:29","modified_gmt":"2021-04-10T19:45:29","slug":"stadtkreis-schneidemuehl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=94688","title":{"rendered":"Stadtkreis Schneidem\u00fchl"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Abtretung des gr&ouml;&#223;ten Teils der Provinz Posen und Westpreu&#223;ens an Polen nach dem Friedensvertrag von Versailles verlegte die Regierung in Bromberg ihren Sitz 1919 nach Schneidem&uuml;hl <em>(poln. Pi&#322;a)<\/em>. Am 20. November 1919 nahm sie ihre T&auml;tigkeit als Regierungsstelle f&uuml;r den Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreu&#223;en-Posen auf. Diese verwaltete alle beim Deutschen Reich verbliebenen Gebiete der Provinzen Posen und Westpreu&#223;en westlich der Weichsel. Die Regierungsstelle in Schneidem&uuml;hl trug ab 11. Januar 1921 den Namen Posen-Westpreu&#223;en. Seit dem 1. Juli 1922 war Schneidem&uuml;hl Hauptstadt der neuen Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en.<br>Die neue Provinzhauptstadt wurde mit gro&#223;em Aufwand ausgebaut. Schneidem&uuml;hl war bisher eine Kleinstadt und sollte nun das Zentrum f&uuml;r alle deutsch gebliebenen Gebiete zwischen Pommern, Brandenburg und Schlesien einerseits und Ostpreu&#223;en andererseits bilden. Die neue Reichsgrenze verlief nur wenige Kilometer &ouml;stlich der Stadt, durch die der Verkehr zwischen dem zur deutschen Exklave gewordenen Ostpreu&#223;en und dem restlichen Deutschland rollte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1934 k&uuml;ndigte die polnische Staatsregierung das in Versailles am 28. Juni 1919 abgeschlossene deutsch-polnische Minderheitenschutzabkommen einseitig auf. Die Folge war ein gro&#223;er Zustrom von Vertriebenen und Fl&uuml;chtlingen aus dem Gebiet des Polnischen Korridors sowie aus anderen nun unter polnische Hoheit gekommenen oder polnisch besetzten Gebieten. Die Einwohnerzahl stieg auf &uuml;ber 43.000 an.<br>\r\nDie Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en, deren Hauptstadt Schneidem&uuml;hl geworden war, wurde schon seit 1933 vom Oberpr&auml;sidenten der Provinz Brandenburg in Personalunion mitverwaltet, dann aber am 1. Oktober 1938 aufgehoben und (mit ver&auml;nderten Grenzen) als Regierungsbezirk der Provinz Pommern angegliedert. Schneidem&uuml;hl blieb als Hauptstadt des gleichnamigen Regierungsbezirks weiterhin Verwaltungszentrum.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach schweren K&auml;mpfen wurde die Stadt durch sowjetische Truppen am 14. Februar 1945 eingenommen. Nach Kriegsende wurde Schneidem&uuml;hl im Sommer 1945 von der sowjetischen Besatzungsmacht gem&auml;&#223; dem Potsdamer Abkommen unter polnische Verwaltung gestellt und erhielt die polnische Ortsbezeichnung Pi&#322;a. Die Stadt ist heute ein Teil Polens.<\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quelle:<br\/>\r\n<li>Wikipedia Artikel <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pi%C5%82a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Pi&#322;a<\/a> (<em>besucht 13. Januar 2019<\/em>)<\/li><\/p>\r\n&nbsp;\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stadtkreis Schneidem&uuml;hl bestand im Jahr 1930 aus einer Stadtgemeinde. Er bestand am 1. Dezember 1930 aus der Stadtgemeinde Schneidem&uuml;hl. Die Zahl der Einwohner am 16. Juni 1925 ist in Klammern angef&uuml;gt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<table cla&#223;=\"table_kreisgemeinden_vierspaltig\">\r\n<thead>\r\n     <tr>\r\n     <td colspan=\"4\">Stadtgemeinden<\/td>\r\n     <\/tr>\r\n<\/thead>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td><b>Ort<\/b><\/td>\r\n<td><b>evangelische Kirche<\/b><\/td>\r\n<td><b>katholische Kirche<\/b><\/td>\r\n<td><b>Standesamt<\/b><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n        <td>Schneidem&uuml;hl (37.520)<\/td>\r\n        <td>Schneidem&uuml;hl<\/td>\r\n        <td>Schneidem&uuml;hl<\/td>\r\n        <td>Schneidem&uuml;hl<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nGemeindelexikon f&uuml;r den Freistaat Preu&#223;en Band V Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en. Nach dem endg&uuml;ltigen Ergebnis der Volksz&auml;hlung vom 16. Juni 1925 und anderen amtlichen Quellen unter Zugrundelegung des Gebietsstandes vom 1. Dezember 1930 bearbeitet vom Preu&#223;ischen Statistischen Landesamt, Berlin 1930, S. 20. Digitalisat in <a href=\"https:\/\/www.wbc.poznan.pl\/dlibra\/publication\/116086\/edition\/126785\/content\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Wielkopolska Biblioteka Cyfrowa<\/a> (<em>Gro&#223;polnische Digitale Bibliothek; besucht am 28. November 2020<\/em>)<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p> \r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n\r\n<hr>\r\n<p><a href=\"?p=101146\">Kreisseite Chodziesen<\/a> &#8211; Stand 01.12.1871<br>\r\n<a href=\"?p=101138\">Kreisseite Kolmar i.Posen<\/a> &#8211; Stand 01.12.1885<br>\r\n<a href=\"?p=91041\">Kreisseite Kolmar i. Posen <\/a> &#8211; Stand 01.12.1905<br>\r\n<a href=\"?p=86313\">Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en \u2013 Stadt- und Landkreise<\/a> &#8211; Stand 01.12.1930<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Abtretung des gr&ouml;&#223;ten Teils der Provinz Posen und Westpreu&#223;ens an Polen nach dem Friedensvertrag von Versailles verlegte die Regierung in Bromberg ihren Sitz 1919 nach Schneidem&uuml;hl (poln. Pi&#322;a). Am 20. November 1919 nahm sie ihre T&auml;tigkeit als Regierungsstelle f&uuml;r den Verwaltungsbezirk Grenzmark Westpreu&#223;en-Posen auf. Diese verwaltete alle beim Deutschen Reich verbliebenen Gebiete der <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=94688\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Stadtkreis Schneidem\u00fchl<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[86,2210],"tags":[50,2332],"class_list":["post-94688","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fst-posen","category-posen-kreis","tag-posen","tag-schneidemuehl"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94688","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=94688"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94688\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101151,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/94688\/revisions\/101151"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=94688"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=94688"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=94688"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}