{"id":95585,"date":"2019-03-03T15:01:30","date_gmt":"2019-03-03T14:01:30","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=95585"},"modified":"2020-12-09T22:27:47","modified_gmt":"2020-12-09T21:27:47","slug":"geschichte-der-evangelischen-kirchengemeinde-margonin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=95585","title":{"rendered":"Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Margonin"},"content":{"rendered":"<table class=\"Artikelkopf_mit_Siegel\">\r\n<tr>\r\n<td><center><\/center><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/table>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Stadt Margonin und in der Umgebung wohnten schon in der ersten H&auml;lfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche evangelische Deutsche. Als die Stadt zum Netzedistrikt geschlagen war, ordnete Friedrich II. Durch Kabinetsordre vom Oktober 1772 an, &#8222;da&#223; man in dem neu gewonnenen Netzedistrikte vorl&auml;ufig vier Scheunen zum Gottesdienste aptiere, auch vier Prediger und vier Schulmeister anstelle&#8223;. Als Wohnsitze dieser vier lutherischen Pfarrer bestimmte er die St&auml;dte Bromberg, Vandsburg, Zempelburg und Margonin. Die dortige Gemeinde kaufte darauf eine Scheune, die zum einfachen Bethaus eingerichtet wurde, und berief im Jahr 1773 den schon betagten Pfarrer Thyme aus Jankendorf, der schon zuvor die Margoniner Evangelischen betreut hatte. Eine Kirche in Margonin wurde 1778 erbaut, die bis zum Jahr 1891 in Gebrauch war. Ein neue Kirche, zu deren Errichtung schon in den 1860er Jahren eine Kirchenkollekte bewilligt worden war und schlie&#223;lich auch ein &#8222;Allerh&ouml;chstes Gnadengeschenk&#8223; von 27.500 Mark gew&auml;hrt wurde, ist im Jahr 1891 vollendet und 18.12. des Jahres durch den Generalsuperintendenten Hesekiel geweiht worden.<br>\r\nZwar verminderte sich, vornehmlich w&auml;hrend der 1820er Jahre die Gr&ouml;&#223;e der Stadtgemeinde in Folge der russischen Grenzsperre durch die Auswanderung zahlreicher Tuchmacher nach Ru&#223;land, die Landgemeinde jedoch vermehrte sich besonders durch Ansiedler aus der Neumark so ansehnlich, dass im Jahr 1835 die Abtrennung des Kirchspiels Samotschin von Margonin notwendig wurde. Danach umfasste die Gemeinde die Stadtgemeinde Margonin, Margoninsdorf, Lipin, Lipinhauland, Josefowo, Eichenau mit Steinau, Ober-, Sage-, Neu-, Wesrednik-, Muchm&uuml;hle, Arnoldsthal, Sypniewo, Klothildenhof, Bugaj, Wittkowitz, Oporzyn, Zon, Tereska, Prochnowo mit Ofelia, Kowalewo und Sulaszewo u.a.<br>\r\nAm 1.April 1894 wurden Radwonke und Alyrode von der Gemeinde in Kolmar abgezweigt und als selbst&auml;ndige Kirchengemeinde Radwonke mit Margonin verbunden.<br>\r\nDie Zahl der  Gemeindeglieder betrug um 1889 1.642 und 1937 1.100 Personen.<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abschrift und Bearbeitung des Textes aus Werner\/Steffani, \u00dcberarbeitung und Erg&auml;nzung: Jutta Grube im Februar 2019<\/em> <\/p>\r\n\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br\/>\r\nGolon, Arnold und Steffani, Johannes: Posener Evangelische Kirche. Ihre Gemeinden und Pfarrer von 1548 bis 1945, 1967<br>\r\nKr&uuml;ger, Paul (Hrsg.): Antlitz und Geschichte des Kreises Kolmar (Posen), Heimatkreisgemeinschaft Kolmar, Posen;  Kiel 1970, S. 124.<br>\r\nWerner, Albert u. Steffani, Johannes: Geschichte der evangelischen Parochien in der Provinz Posen, Posen 1898, Seite 209 ff.<br>\r\n<br>\r\nArtikel in Wikipedia <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Unierte_Evangelische_Kirche_in_Polen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unierte Evangelische Kirche in Polen<\/a> (zuletzt besucht am 09.12.2020)<\/p>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<hr \/>\r\n\r\n&nbsp;\r\n<p><a href=\"?p=22554\">Evangelische Kirchengemeinde Margonin<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Stadt Margonin und in der Umgebung wohnten schon in der ersten H&auml;lfte des 18. Jahrhunderts zahlreiche evangelische Deutsche. Als die Stadt zum Netzedistrikt geschlagen war, ordnete Friedrich II. 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