{"id":97416,"date":"2019-11-09T21:26:34","date_gmt":"2019-11-09T20:26:34","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=97416"},"modified":"2019-11-10T15:44:17","modified_gmt":"2019-11-10T14:44:17","slug":"altlutherische-kirchengemeinde-rogasen-schulen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=97416","title":{"rendered":"Altlutherische Kirchengemeinde Rogasen &#8211; Schulen"},"content":{"rendered":"<h3 style=\"text-align: center;\">Die Elementarschule in Rogasen<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Von 1836 bis 1845 unterrichtete an der lutherischen Privatschule der Lehrer und sp&auml;tere Pastor Adolf Ferdinand Augustin. Ihm folgte 1846 Lehrer August Freymark. 1849 wurde eine neue Kirche geweiht, in deren Obergescho&#223; die Schulstube und die Lehrerwohnung untergebracht waren. 1852 wurde der Schulamtskandidat G&auml;dke als Lehrer angestellt. 1856 hatte die Schule den &ouml;ffentlichen Status erreicht. Lehrer war jetzt Georg Plehn. Zum 1. November 1857 wurde dieser aber versetzt. Sein Nachfolger war Friedrich Ledebuhr, bis diese 1864 einging.<\/p> \r\n\r\n<h3 style=\"text-align: center;\">Die H&ouml;here Schule in Rogasen<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 1. November 1848 rief Dr. Emil Francke mit Unterst&uuml;tzung des Hilfspredigers Gustav Ludwig K&ouml;nnemann eine lutherische h&ouml;here Schul- und Erziehungsanstalt in Rogasen ins Leben mit der Absicht, sie zu einem Gymnasium auszubauen. Die Genehmigungen der Regierung und des Oberkirchenkollegiums lagen vor. 1850 konnte ein erster Schulneubau errichtet werden. 1856 fand die Grundsteinlegung f&uuml;r ein neues Geb&auml;ude, das die Heimst&auml;tte des Privat-Gymnasiums werden sollte, statt. Der Ausbau ging voran, weil am Ort ein Bedarf an h&ouml;herer Bildung bestand; er wurde aber zugleich durch finanzielle Probleme aufgehalten und durch die konfessionell-lutherische Ausrichtung erschwert. Von 1856 bis 1858 stand die Schule unter der Direktion des Kollegienrates Theodor von Thr&auml;mer. Danach &uuml;bernahm Francke selbst die Schulleitung und legte deshalb sein Pfarramt nieder.<br> \r\nEs gestaltete sich schwierig, die erforderlichen Lehrer zu finden. Zum 1. Mai 1854 trat Pastor Johann Samuel B&uuml;rger aus Reinswalde als Lehrer ein und blieb bis 1859. 1856 und 1857 wirkte Lehrer Paul Erwin Fischer, der sp&auml;ter in Berlin t&auml;tig wurde. Auch Lehrer Wilhelm Kegel war 1858 zun&auml;chst an der h&ouml;heren Schule in Rogasen im Einsatz, ehe er nach Berlin wechselte. Am 5. Oktober 1858 wurde Lehrer Karl August Ratsch an die h&ouml;here Knabenschule nach Rogasen berufen; er erhielt dort 1866 seine definitive Anstellung, als die Schule bereits in st&auml;dtische Verwaltung &uuml;bergegangen war.<br> \r\nDie &Uuml;bernahme als Progymnasialschule durch die Stadt erfolgte zum 1. Oktober 1862. Aus dieser Vorstufe ging dann am 15. Oktober 1873 das k&ouml;nigliche Gymnasium Rogasen hervor.<\/p>\r\n\r\n<h3 style=\"text-align: center;\">Die Schule in Lindenwerder \u2013 Pfarrbezirk Rogasen<\/h3>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die lutherische Gemeindeschule wurde am 22. November 1845 gegr&uuml;ndet. Als ein Gotteshaus gebaut wurde (dieses wurde am 16. November 1851 geweiht), hatte man im Dachgeschoss eine Lehrerwohnung und eine Schulstube eingebaut. Als Lehrer wurde 1852 Johann Rosenau eingestellt. Rosenau war vorher Lehrer in Budsin und in Sypniewo bei Margonin. Sein Nachfolger wurde vor&uuml;bergehend Theodor Mertens, der 1853 nach Jabel wechselte. Im Jahr 1855 trat Wilhelm Konschak die Lehrerstelle an. Die Schule hatte 1864 einen &ouml;ffentlichen Status erlangt. Nach Konschaks Emeritierung &uuml;bernahm 1896 Paul Penther die Stelle. 1912 konnte eine Vereinigung mit der evangelischen Schule abgewendet werden. 1913 wurde ein neues Schulhaus gebaut, welches am 13. Oktober d. J. eingeweiht wurde. Penther verlie&#223; Posen und war ab 1.April 1922 Lehrer an der evangelischen Volksschule 137 in Berlin. Die Sch&uuml;lerzahl erreichte 1864 ihren H&ouml;chststand mit 31 Jungen und 28 M&auml;dchen, und pendelte sich danach zwischen 40 und 50 Sch&uuml;lern ein, bis sie zum Ersten Weltkrieg absank (1918: 30 Sch&uuml;ler).<br>\r\n<br> \r\n1920 war die Hilfslehrerin Lydia Hoffmann angestellt. Die Zahl der Schulkinder war infolge des Kriegs weiter zur&uuml;ck gegangen. Infolge der Nachkriegsereignisse war Lindenwerder Polen zugeschlagen worden. Zusammen mit anderen Gemeinden, die zur ELKP geh&ouml;rten, bildete Lindenwerder seit 1924 die eigenst&auml;ndige &#8222;Evangelisch-Lutherische Kirche in Polen&#8223;. Danach erscheint die Schule nicht mehr in den Statistiken. Und als zu Beginn des Zweiten Weltkrieges nach der deutschen Besetzung Polens Lindenwerder wieder in die ELKP eingegliedert wurde, bestand die Schule schon nicht mehr.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abgeschrieben und &uuml;berarbeitet von Jutta Grube im November 2019<\/em><\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"quelle\">Quellen:<br>\r\nStolle, Volker: Lutherische Schulen von 1835 bis 1940. Das Schulwesen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Preu&#223;en (Altlutheraner). G&ouml;ttingen 2017 (Oberurseler Hefte, Erg&auml;nzungsband 19), S. 181 ff, 191, 192<br>\r\nKnoop: Zur Geschichte des Rogasener Gymnasiums, 3-11; BGS 237; 291; 297)<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<hr \/>\r\n<a href=\"#top\">\r\n<img decoding=\"async\" src=\"wp-content\/pic\/topblue5.gif\" alt=\"nach oben\" \/>\r\n<\/a>\r\n<hr \/>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p><a href=\"?p=93893\">Altlutherische Kirchengemeinde Rogasen<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Elementarschule in Rogasen Von 1836 bis 1845 unterrichtete an der lutherischen Privatschule der Lehrer und sp&auml;tere Pastor Adolf Ferdinand Augustin. 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