{"id":99986,"date":"2020-11-17T13:44:19","date_gmt":"2020-11-17T12:44:19","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=99986"},"modified":"2020-11-17T13:53:32","modified_gmt":"2020-11-17T12:53:32","slug":"geschichte-der-katholischen-kirchengemeinde-marzdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=99986","title":{"rendered":"Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Marzdorf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Nachweislich hat schon im 12. oder 13. Jahrhundert eine Kirche in Marzdorf existiert, denn im neum&auml;rkischen Landbuch von 1337 ist schon von einer sehr alten Kirche die Rede. Das Kirchensystem d&uuml;rfte bald nach Begr&uuml;ndung des Dorfes entstanden sein.<br> \r\nMarzdorf (Martiusdorf) geh&ouml;rte 1337 zur Landschaft B&ouml;thin, einer alten neum&auml;rkischen Vogtei. Burg B&ouml;thin, schon in vorgeschichtlicher Zeit befestigt, ist lange der Mittelpunkt des Kroner Landes gewesen. Die Burg wurde von Boleslaus III. 1107 erobert. Das Dorf geh&ouml;rte sp&auml;ter den T&uuml;tzer Wedells. Die Kirche bewahrte die Gr&auml;ber der katholischen Goltzen und eines anderen Edelmannes. Sie war urspr&uuml;nglich selbst&auml;ndig, wurde in der Reformation lutherisch, hatte aber schon 1625 wieder einen katholischen Pfarrer, Josua Ziebarth. Die vor dem Zweiten Weltkrieg existierende sp&auml;tgotische Kirche wurde 1627 von Christoph von Wedell auf T&uuml;tz erbaut und 1660 von Adalbert Tholibowski, Bischof von Posen, konsekriert. Im 17. Jahrhundert kam die Kirche als Filiale zu T&uuml;tz, wurde aber 1761 wieder selbst&auml;ndig. Im Hochaltar wurde ein Marienbild als Gnadenbild verehrt.<br>Quellen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges erstellt wurden, bezeichnen St. Katharina zu Marzdorf als zugeh&ouml;rig zur Di&ouml;zese Schneidem&uuml;hl und zum Dekanat Deutsch Krone. Der letzte deutsche Seelsorger war Konrad Pickmeier.<\/p>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Filialkirchen<ul>\r\n<li>Brunk<br>\r\nDie offenbar alte Kirche war Filiale von T&uuml;tz und geh&ouml;rte seit dem 18. Jahrhundert zu Marzdorf. Die Vorkriegs-Fachwerkkirche wurde durch die Grundherrschaft 1775 erbaut und im selben Jahr geweiht. Brunk ist ein uraltes Dorf, von den Askaniern von der Neumark aus neu begr&uuml;ndet. Es geh&ouml;rte zur Landschaft B&ouml;thin, dem Kern des Kroner Landes und war Vasallengut der T&uuml;tzer Wedells.<\/li>\r\n<li>Lubsdorf<br>\r\nDie sehr alte Kirche sollte Pfarrkirche werden, war seit dem Anfang des 17. Jahrhunderts Filiale von T&uuml;tz, zuletzt von Marzdorf. Die &auml;ltesten Teile des Gotteshaus sollen aus dem 14. Jahrhundert stammen. Im ersten Schwedenkrieg wurde die Kirche vor&uuml;bergehend in ein Kastell umgewandelt. 1825 verbrannte die alte Kirche. Der Neubau wurde in Feldsteinen aufgef&uuml;hrt und 1829 geweiht.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ortschaften<ul>\r\n<li>Alt Lobitz, Alt Prochnow (Gutsbezirk), B&ouml;thin (Vorwerk), Brunk, Dreetz (Gutsbezirk), Henkendorf, Iritz, K&ouml;nigsgnade, Lubsdorf, Lubshof, Marzdorf (Gut und Dorf), Marienhof, M&auml;rkisch Friedland (Stadt), Nierosen, Neu Prochnow, Petznik, Wilhelmshof, Wordel und Zadow (Gutsbezirk).<br>\r\nVolkmann merkt an, dass die Kirche St. Mariam Magdalenam in M&auml;rkisch Friedland, welches Filialgemeinde von Deutsch Krone war, 1545 abgetragen wurde.<\/li><\/ul> \r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kirchenb&uuml;cher:<ul>\r\n<li>* * seit 1686,<\/li>\r\n<li>* oo  seit 1708,<\/li>\r\n<li>* &#8224; seit  1760.<\/li><\/ul> \r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Quelle Volkmann erw&auml;hnt f&uuml;r den 24.12.1759 einen Brand des Pfarrhauses, wobei die Kirchenb&uuml;cher verloren gingen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Aktuell vorhanden sind im  Di&ouml;zesanarchiv K&ouml;slin folgende Kirchenb&uuml;cher:<ul>\r\n<li>Taufen  1865-1909, 1909-1944, 1945-1950<\/li>\r\n<li>Eheschlie&#223;ungen  1760-1790, 1791-1867<\/li>\r\n<li>Sterbef&auml;lle   1876-1905, 1909-1968<\/li><\/ul> \r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In den &auml;ltesten Kirchenb&uuml;chern finden sich laut Volkmann u.a. die Familiennamen Bl&uuml;mke, B&ouml;nig, Cybort, Gacki, Haymann, Harske, Kluck, Koltermann, Litwin, L&uuml;ck, Milke, Neumann, Panzram, Polzin, Putz, Radke, Robek, Rump, Schulz, Will.<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abgeschrieben und bearbeitet im Dezember 2019<br>von Jutta Grube<\/em><\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Literatur:<br\/>\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>Handbuch &uuml;ber die katholischen Kirchenb&uuml;cher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz &ouml;stlich von Oder und Nei&#223;e und dem Bistum Danzig, M&uuml;nchen 1962<\/li>\r\n\t<li>Volkmann, W.: Die Kirchenb&uuml;cher der katholischen Pfarreien in der fr&uuml;heren Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en, Schneidem&uuml;hl 1939 (Sonderheft der Grenzm&auml;rkischen Heimatbl&auml;tter)<\/li><\/ul>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"?p=99902\">Katholische Kirchengemeinde Marzdorf<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nachweislich hat schon im 12. oder 13. Jahrhundert eine Kirche in Marzdorf existiert, denn im neum&auml;rkischen Landbuch von 1337 ist schon von einer sehr alten Kirche die Rede. Das Kirchensystem d&uuml;rfte bald nach Begr&uuml;ndung des Dorfes entstanden sein. Marzdorf (Martiusdorf) geh&ouml;rte 1337 zur Landschaft B&ouml;thin, einer alten neum&auml;rkischen Vogtei. 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