{"id":99991,"date":"2020-11-17T13:57:05","date_gmt":"2020-11-17T12:57:05","guid":{"rendered":"https:\/\/agoff.de\/?p=99991"},"modified":"2020-11-17T16:39:15","modified_gmt":"2020-11-17T15:39:15","slug":"geschichte-der-katholischen-kirchengemeinde-mellentin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/agoff.de\/?p=99991","title":{"rendered":"Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Mellentin"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Im Landburch von 1337 und im Kirchenregister von 1349 wird die Kirche erw&auml;hnt, ebenso 1410 in einer Urkunde des Pfarrers von T&uuml;tz. Sp&auml;ter verlie&#223; der Pfarrer der Ort, weil er nicht genug Unterhalt bot. Die Pfarrei wurde T&uuml;tz einverleibt. Die Protestanten &uuml;bernahmen f&uuml;r einige Zeit den Kirchenbau, doch wurde er Anfang des 18. Jahrhunderts wieder katholische Pfarrkirche mit Filialen in Ruschendorf und Stibbe. Die Vorkriegskirche Maria Mutter der Schmerzen wurde um 1755 von der Patronin errichten. Mellentin geh&ouml;rte zur Vogtei T&uuml;tz.<br>Quellen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges erstellt wurden, bezeichnen Mellentin  als zugeh&ouml;rig zur Di&ouml;zese Schneidem&uuml;hl und zum Dekanat Deutsch Krone. Der letzte deutsche Seelsorger war Bernhard Koltermann.<\/p> \r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Filialkirchen<ul>\r\n<li>Ruschendorf<br>\r\nDie katholische Kirche in Ruschendorf war ein Holzbau. Ehemals selbst&auml;ndige Pfarrkirche, wurde Ruschendorf Filiale von T&uuml;tz und zuletzt von Mellentin. Die Vorkriegskirche stammte aus dem 18. Jahrhundert und hatte die &auml;ltesten Glocken der Umgebung, so eine aus dem Jahr 1425 mit der Inschrift: \u201eHelp Got und Maria und St. Nicolaus\u201c. Eine weitere Glocke war von 1504 von Wilhelm Karstadt, dem Begr&uuml;nder einer im Kreis sehr angesehenen Glockengie&#223;er-Familie. Ruschendorf geh&ouml;rte zu den &auml;ltesten Ortschaften des Kreises und spielte in fr&uuml;herer Zeit eine bevorzugte Rolle. 1312 wurde zu Ruschendorf an der Grenze des polnischen und neum&auml;rkischen Gebiets ein Vertrag wegen des Bischofszehnten zwischen den Markgrafen Waldemar und Johannes einerseits und dem Bischof Andreas von Posen und dem Domkapitel andererseits abgeschlossen. Das Dorf geh&ouml;rte zur Vogtei T&uuml;tz.<\/li>\r\n<li>Stibbe<br>\r\nAls ehemalige Pfarrkirche unbekannten Ursprungs kam Stibbe zu T&uuml;tz und wurde bei Errichtung der Pfarrei Mellentin dort eingepfarrt. Die Fachwerkkirche wurde 1819 errrichtet und geweiht. Das Dorf Stibbe wurde 1306 von der Familie Bolt von Zantoch aus der Neumark gegr&uuml;ndet. Die Bolt kamen mit den Wedell ins Kroner Land und blieben deren Vasallen.<\/li>\r\n<li>Strahlenberg<br>\r\nDie Kirche geh&ouml;rte als Filiale zu T&uuml;tz, sp&auml;ter zu Mellentin. Die Kapelle stammte aus dem Jahr 1740. Strahlenberg ist von den Wedell als deutsches Dorf gegr&uuml;ndet. Das Vasallengut der T&uuml;tzer Wedell wurd 1338 von einem Sohn des Vasallen Bolt, einem Geistlichen, der Kirche zu T&uuml;tz geschenkt. Wegen dieser Schenkung wird 1397 vom Propst in T&uuml;tz ein \u00dcbereinkommen mit einem B&uuml;rger Bolt getroffen. Aus dieser Bolt`schen Stiftung stammt die bekannte T&uuml;tzer Stiftung f&uuml;r altersschwache Geistliche, der sogenannte &#8222;Marienkessel&#8223;.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ortschaften<ul>\r\n<li>Adolfshof, Emilienthal, Gr&uuml;nbaum, Gr&uuml;nwald, Mellentin, Neukrug, Neustrahlenberg, Rohrwiese (F&ouml;rsterei), Ruschendorf, Stibbe, Strahlenberg.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kirchenb&uuml;cher:<ul>\r\n<li>* seit 1813;<\/li>\r\n<li>oo seit 1818;<\/li>\r\n<li>&#8224; seit 1813.<\/li><\/ul>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Per Anfang der 1960er Jahren waren folgende Kirchenb&uuml;cher vorhanden:<ul>\r\n<li>* von 1846 bis 1944<\/li>\r\n<li>Diese Kirchenb&uuml;cher sollen sich dem Vernehmen nach im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald befinden. Duplikate, die noch vor dem 2. Weltkrieg ins Amtsgericht nach Schloppe gelangt sein sollen, werden als vernichtet betrachtet. F&uuml;r Mellentin vorhanden gewesene &auml;ltere Kirchenb&uuml;cher galten bis August 2003 als wahrscheinlich im Verlaufe des zweiten Weltkrieges vernichtet. In diesem Jahr gab es einen Zufallsfund; n&auml;heres lesen Sie dazu bitte unter Pfarrei T&uuml;tz.<\/li><\/ul>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Abgeschrieben und bearbeitet im Januar 2020<br>von Jutta Grube<\/em><\/p>\r\n\r\n<p class=\"quelle\">Literatur:<br\/>\r\n<ul style=\"text-align: left;\">\r\n\t<li>Handbuch &uuml;ber die katholischen Kirchenb&uuml;cher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz &ouml;stlich von Oder und Nei&#223;e und dem Bistum Danzig, M&uuml;nchen 1962<\/li>\r\n\t<li>Volkmann, W.: Die Kirchenb&uuml;cher der katholischen Pfarreien in der fr&uuml;heren Provinz Grenzmark Posen-Westpreu&#223;en, Schneidem&uuml;hl 1939 (Sonderheft der Grenzm&auml;rkischen Heimatbl&auml;tter)<\/li><\/ul>\r\n\r\n\r\n<p><a href=\"?p=99910\">Katholische Kirchengemeinde Mellentin<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Landburch von 1337 und im Kirchenregister von 1349 wird die Kirche erw&auml;hnt, ebenso 1410 in einer Urkunde des Pfarrers von T&uuml;tz. Sp&auml;ter verlie&#223; der Pfarrer der Ort, weil er nicht genug Unterhalt bot. Die Pfarrei wurde T&uuml;tz einverleibt. Die Protestanten &uuml;bernahmen f&uuml;r einige Zeit den Kirchenbau, doch wurde er Anfang des 18. Jahrhunderts wieder <a href=\"https:\/\/agoff.de\/?p=99991\" class=\"more-link\">\u2026\u00a0<span class=\"screen-reader-text\">  Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Mellentin<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[86,2196],"tags":[2711,50],"class_list":["post-99991","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-fst-posen","category-posen-kath-kirchengemeinde","tag-mellentin","tag-posen"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99991","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=99991"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99991\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99996,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/99991\/revisions\/99996"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=99991"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=99991"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/agoff.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=99991"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}