Mitgliedertreffen und Mitgliederversammlung 2014 in Soest

Das Mitgliedertreffen 2014

Das Mitgliedertreffen 2014 fand vom 21. bis 23. März im Hotel „Am Wall‟ in Soest statt.

Bereits am Freitagnachmittag kamen in Soest Vorstand und Kuratorium der Dr.-Werner-Emil-Maaß-Stiftung zu ihrer jährlichen Zusammenkunft zusammen. Die eigentliche Veranstaltung begann dann mit einer Stadtführung durch die Altstadt mit dem Schwerpunkt Geschichte der Soester Kirchen. Die Führung wurde von den zahlreich in die alte Hansestadt Soest angereisten Mitgliedern mit Interesse angenommen. Das Abendessen in einer traditionellen, am Marktplatz gelegenen, Gaststätte nutzten viele der angereisten Vereinskollegen für ein erfreutes Wiedersehen und den Austausch von Neuigkeiten in entspannter Atmosphäre. Erstmals anwesende Mitglieder wurden interessiert in die Gesprächsrunden aufgenommen.

Am 22. März eröffnete der Vorsitzende, Jürgen Frantz, den Vortragstag und stellte die neue, am 16. März 2014 aufgeschaltete, interaktive Webpräsenz des Vereins vor. Schwerpunkt seiner Darstellung lag dabei in der Möglichkeit einer Einbindung der Forschungen unserer Mitglieder in die Vereinsarbeit. Hierzu stellte er als Beispiel die Datenbanken Familienanzeigen und Grabsteininschriften vor: Bei ersterer können alle Mitglieder aktiv Daten eingeben, bei der Grabsteininschriftendatenbank erfolgt dies zentral über das Einspielen kompletter Datenblöcke.

Eine weitere Neuerung ist das Online-Findbuch unseres Vereinsarchivs in der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne. Der Archivar des Vereins, Peter Bahl, berichtete von der Sichtung des umfangreichen Bestandes an Archivalien und ganzen auf die AGoFF übertragener Sammlungen sowie die Erstellung der Findmittel. Das Findbuch ist unterteilt in a) Vereinsakten, b) Nachlässe (und vorarchivische Sammlungen), c) (Archivische) Sammlungen und d) Externe Körperschaften.

Nach dem Mittagessen hatten die anwesenden Mitglieder und auch weitere Interessenten, die sich eingefunden hatten, die Möglichkeit, das Sondertreffen der FST Ost- und Westpreußen bzw. den Workshop zur Schlesienkartei zu besuchen. Der Leiter der Forschungsstelle Schlesien, Andreas Rösler, stellte das Mitmachprojekt „Digitale Erfassung der Schlesienkartei‟ vor. Die sog. Schlesienkartei ist eine dem Verein gehörende Zettelkartei, die von der der Forschungsstelle Schlesien betreut wird. Über 20.000 Karteikarten wurden hierzu eingescannt und können online indexiert werden. Es wurden von Mitarbeitern der Forschungsstelle Schlesien bereits über 30% der Karteikarten und „Zettel‟ indexiert.

Am Nachmittag fand die eigentliche Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. statt. Nach der sich anschließenden konstituierenden Sitzung des neuen Vorstandes kamen am Abend fast alle Teilnehmer und Gäste zu einer großen gemeinsamen Tafel in der Gaststätte „Im Wilden Mann‟ am Markt zusammen. Dort war in kluger Voraussicht der große Festsaal bereitgestellt worden, ein würdiger Rahmen für die erfolgreiche Mitgliederversammlung.

Am Sonntagvormittag stellte der neu gewählte stellvertretende Vorsitzende, Gregor Meyer, den genealogischen Nachlass von Dr. Gerd Schmerse vor, der in der Vergangenheit auch Leiter der Forschungsstelle Neumark war. Dem Engagement der Forscher und dem Wirken von Dr. Schmerse ist es zu verdanken, dass über 400.000 Datensätze gesammelt werden konnten, die nun in der Neumark-Datenbank abfragbar sind. Wegen der Komplexheit der historischen Strukturen des räumlich eher kleinen Forschungsgebietes der Neumark leitete Peter Bahl den Vortrag mit einer kompakten Darstellung der Geschichte der Region Neumark ein.

Im Anschluss an diesen Vortrag stellte Marco Fischer das Programm „PhotoIdent‟ vor. Viele von uns sind im Besitz alter Bilder, doch wer kann schon von sich behaupten, alle darauf Abgebildeten benennen zu können? Das Programm eignet sich hervorragend, diese von Familienmitgliedern und Zeitzeugen eingeholten Informationen mit den Bildern zu verbinden oder aber durch Vorlage der überarbeiten Bilddateien solche einzuholen. Bei der Vorstellung dieser IT-Anwendung bemerkte man sogleich, dass sich der Entwickler viele Gedanken dazu gemacht hat. Die Nutzung ist in der Tat einfach und deckt alle notwendigen Funktionen ab, die wünschenswert sind.

Zum Abschluss berichtete Dr. Arkadiusz Danszczyk, Stellv. Direktor der Martin-Opitz-Bibliothek in Herne, mit einem anschaulichen Vortag über die überarbeitete Onlinesuche der Bibliothek und die Bestellmöglichkeit von Digitalisaten aus verschiedenen Buchbeständen. Sein Vortrag bildete eine Art Folgevortrag zur Mitgliederversammlung 2012. In Bielefeld hatte der Direktor der Martin-Optiz-Bibliothek, Dr. Hans-Jakob Tebarth, über die umfangreichen Forschungsmöglichkeiten in seinem Haus berichtet.

Am Sonntagmittag besichtigen die Mitglieder das Burghofmuseum und wurden hier anschaulich über Geschichte und kulturelles Erbe der Stadt informiert.
Der Vorstand möchte seine Freude über die rege Teilnahme an den diesjährigen Gemeinschaftsaktivitäten zum Ausdruck bringen. So wurde die gemeinsame Zeit zum Gedankenaustausch und Anknüpfen neuer Kontakte in diesem Jahr besonders aktiv genutzt.

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