Hilfsmittel für genealogische Forschungen in der Ostpreußen

1. Verzeichnis von Personenstandsunterlagen

Erhaltene Kirchenbücher und Standesamtsbücher können im Internet über die Seiten zu den einzelnen ehemaligen Landkreisen; über genealogische Plattformen, sowie die einschlägigen Seiten der polnischen Staatsarchive ermittelt werden.

(In Einzelfällen nicht immer zuverlässig, daher gegebenenfalls bei der AGoFF oder dem VFFOW nachfragen. Zu welchem Kreis ein gesuchter Ort gehörte, lässt sich über die Kreislisten ermitteln.)

Da in Ostpreußen Personenstandsunterlagen oftmals nur lückenhaft existieren, muss vielfach auf andere Quellen zurückgegriffen werden, was allerdings aufwändige Archivrecherchen notwendig macht. Die meisten Archive bieten mittlerweile Online-Findmittel an. Der nachfolgende gedruckte Archivführer zeigt verschiedene Archive und ihre Bestände im Überblick auf:

  • Archivführer zur Geschichte des Memelgebiets und der deutsch-litauischen Beziehungen. Bearb. von Christian Gahlbeck und Vacys Vaivada. Herausgegeben von Joachim Tauber und Tobias Weger. München 2006 (Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 27).
    (Die darin aufgeführten Archivbestände sind für das gesamte Ostpreußen ergiebig.)

 

2. Historisches Ortslexikon

Bedingt durch seine historische Entwicklung war der Großteil Ostpreußens in staatlichem Besitz. Es sind daher großflächig Prästationstabellen (Tabellen von Abgaben, die von den Grundbesitzern zu entrichten waren) und Mühlenconsignationen (Tabellen von Mahlgästen) vorhanden. Das jeweils zuständige Amt lässt sich ermitteln mit:

  • Goldbeck, Johann Friedrich (Herausg.): Vollständige Topographie des Königreichs Preußen. Erster Teil: Topographie von Ostpreußen. Vollständige Topographie vom Litthauischen Cammer=Departement. Königsberg und Leipzig 1785, Seite 3 (Nachdruck: Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e. V., Nr. 7. Hamburg 1990).

(Achtung: Prästationstabellen und Mühlenconsignationen enthalten keine Städte, keine Kämmereidörfer und auch keine Dörfer, die sich adligem Besitz befanden!)

 

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Forschungsstelle Ost- und Westpreußen