Geschichte der katholischen Kirchengemeinde Wiezebaum

Die Pfarrkirche von Wierzebaum wurde 1415 von dem ehemaligen Gutsherrn Bernhard Wierzbinski und seiner Ehefrau Agnes geb. Niewierski erbaut und ausgestattet und von ihm kanonisch errichtet. (Akten des Posener Konstoriums vom 18.11.1583). Im 16. Jahrhundert wurde die Familie Wierzbinski protestantisch und nahm den Katholiken die Kirche, die sie erst 1625 zurück erhielten. Bis 1738 nur Tochterkirche von Goray wurde sie dann wieder zur Pfarrkirche erhoben. Die Holzkirche St. Nikolaus, 1748 auf Kosten des Grundherrn errichtet, wurde 1909 durch Ziegelmauern verstärkt.
Quellen, die nach dem Ende des II. Weltkrieges erstellt wurden, bezeichnen Wierzebaum als zugehörig zur Diözese Schneidemühl und zum Dekanat Betsche. Der letzte deutsche Seelsorger war Kunibert Sobolewski.

Ortschaften (Stand Anfang 1939):

  • Briese, Neugörzig, Petermühle, Striche-Kolonie, Striche-Hauland.

Kirchenbücher:

  • *, oo und † seit 1760.

Per Anfang der 1960er Jahre gelten alle Original-Kirchenbücher als vernichtet. Die vor dem II. Weltkrieg beim Amtsgericht in Schwerin/Warthe deponierten Duplikate lückenhafter Jahrgänge 1808 bis 1874 sind ins Brandenburgische Landeshauptarchiv in Potsdam gelangt. Dieser Bestand ist durch die Kirche der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) verfilmt worden.

In den ältesten Kirchenbüchern finden sich ltd. Volkmann u.a. die Familiennamen Grzyb, Musial, Nowak, Sientek und Wzietek.

Literatur:

  • Handbuch über die katholischen Kirchenbücher in der Ostdeutschen Kirchenprovinz östlich von Oder und Neiße und dem Bistum Danzig, München 1962
  • Volkmann, W.: Die Kirchenbücher der katholischen Pfarreien in der früheren Provinz Grenzmark Posen-Westpreußen, Schneidemühl 1939 (Sonderheft der Grenzmärkischen Heimatblätter)

Katholische Kirchengemeinde Wierzebaum