Verstorbene im Bereich der Standesämter Duisburg-Mitte und Duisburg-Süd

Das Ruhrgebiet im Westen der Bundesrepublik Deutschland gilt nach wie vor als Deutschlands größter Ballungsraum. Die Besiedlung ist sehr dicht, es leben dort mehr als fünf Millionen Menschen auf engem Raum. Bereits früh lassen sich erste Kernelemente der Industrialisierung und des großen wirtschaftlichen Aufschwungs in der Region erkennen. Wichtige Zechen haben den Abbau der Steinkohle in Bergwerken ermöglicht und zum wirtschaftlichen und industriellen Aufstieg der Region geführt. Unweigerlich führte dies ab Mitte/Ende des 19 Jahrhunderts zu einem großen Bedarf an Arbeitskräften. Aus verschiedensten Regionen wanderten neue Arbeitskräfte ins Ruhrgebiet.
Das Hauptaugenmerk dieses Projektes gilt denjenigen, die aus den östlichen Provinzen des ehemaligen Deutschen Reiches kamen und im Ruhrgebiet eine neue Heimat fanden.

Im Frühjahr 2025 war Jan Ruben Haller auf der Suche nach einem Sterbefall in Duisburg und erkannte sehr schnell, dass unzählige der dort verstorbenen Personen aus den ehemaligen östlichen Provinzen des Deutschen Reiches und/oder den deutschen Siedlungsgebieten in Osteuropa stammen. Es wäre schade gewesen, über diese Funde hinwegzugehen. Kurzerhand wurde entschieden, diese Zufallsfunde im Rahmen eines Projekts zu erfassen. Die Arbeit übernahm Jan Ruben Haller.
Die Funde aus den Sterberegistern werden in bereits bestehende Mustertabellen eingetragen und regelmäßig in eine Datenbank eingespielt.

Die Durchführung des Projekts wird durch die Digitalisate des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen (Personenstandsarchiv), hier des Rheinlandes, Bestand PA 3103, ermöglicht. Nähere Informationen findet man auf der Seite: Familienforschung Digital. Die Sterberegister von 1874–1938, 1. Halbjahr, können online eingesehen und u.a. für die Familienforschung und wissenschaftliche Arbeiten und Auswertungen genutzt werden.

Das Projektteam freut sich selbstverständlich über weitere Mitstreiter. Für Fragen und einen Austausch zum Projekt oder bei bestehendem Interesse an einer Mitarbeit steht Ihnen der Projektleiter Jan Ruben Haller oder der Vorsitzende unter kontakt@agoff.de zur Verfügung.

 

Bartholomä, im September 2025. Jan Ruben Haller

 


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Kategorien: Allgemein
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