Hintergrund zur Arbeit mit den Kirchenbüchern in Friemersheim
Die Daten stammen aus dem Kirchenbuch von Friemersheim, einem Ortsteil von Rheinhausen am Niederrhein. Rheinhausen wurde um 1960 in die Stadt Duisburg eingemeindet. Die Gemeinde Friemersheim war damals zuständig für etwa die Hälfte von Rheinhausen sowie für mehrere umliegende Dörfer. Seit etwa 50 Jahren besteht in Friemersheim der Heimatverein „Freundeskreis Lebendige Grafschaft‟. Innerhalb dieses Vereins gründete sich vor gut 20 Jahren eine Arbeitsgruppe für Ahnenforschung. Seit rund 15 Jahren beschäftigen sich die Arbeitsgruppe intensiv mit den Kirchenbüchern der beiden Rheinhausener Gemeinden
Da kein Archiv alle Bücher vollständig besaß, mussten diese aus vier verschiedenen Quellen zusammengeführt werden. So konnten die Arbeitsgruppe schließlich die Kirchenbücher ab dem Jahr 1641 vollständig rekonstruieren – bis auf wenige Jahre, die in einem Band leider fehlten. Mit fünf bis sechs Mitstreitern wurden die Bücher abgeschrieben, teilweise haben auch Zweit- oder Drittleser mitgearbeitet. Im Laufe der Arbeit wurde das Thema Zufallsfunde immer sichtbarer, da zahlreiche Einträge zu Personen mit östlichem Hintergrund vorkamen. Diese wurden gezielt herausgesucht und an die AGoFF e.V. und auch nach Verden übergeben.
Es handelte sich überwiegend um Arbeiter der Friedrich Krupp AG in Rheinhausen, ein kleinerer Teil war auf den Zechen beschäftigt. Die meisten lebten mit ihren Familien in Rheinhausen und den umliegenden Dörfern und waren – mit Ausnahme der Schlesier – evangelisch.
Duisburg, im Oktober 2025. Kurt Willutzki
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