Kreis Beuthen

Nach dem Wiener Kongress kam in Rahmen der Neuorganisation der Kreisgliederung im preußischen Staate mit dem 1. Mai 1816 der Kreis Beuthen in der preußischen Provinz Schlesien vom Regierungsbezirk Breslau zum Regierungsbezirk Oppeln. Er umfasste überwiegend ländliche Gebiete um die Städte Beuthen, Georgenberg, Myslowitz und Tarnowitz. Das Landratsamt befand sich in Roßberg.
Seit dem 1. Juli 1867 gehörte der Kreis zum Norddeutschen Bund und ab Januar 1871 zum Deutschen Reich. Im Jahre 1873 wurden aus Teilen des Kreisgebiets die neuen Kreise Kattowitz, Tarnowitz und Zabrze gebildet. Am 1. April 1890 schied die Stadt Beuthen aus dem Kreis Beuthen aus und bildete fortan einen eigenen Stadtkreis. Dadurch änderte sich die Bezeichnung Kreis Beuthen in Landkreis Beuthen. Am 1. April 1898 schied auch Königshütte aus dem Landkreis aus und wurde ein eigenständiger Stadtkreis.
Zum 8. November 1919 wurde die Provinz Schlesien aufgelöst. Aus dem Regierungsbezirk Oppeln wurde die neue Provinz Oberschlesien gebildet. 1921 fand die Volksabstimmung in Oberschlesien statt. Im Jahre 1922 wurde ein kleinerer Teil des Landkreises Beuthen an Polen abgetreten, wo aus ihm der Powiat Świętochlowice gebildet wurde. Er war Bestandteil der neuen polnischen Autonomen Wojewodschaft Śląsk (Schlesien). 1938 wurde der Powiat Świętochlowice aufgelöst und auf die Powiat Katowice und Tarnowskie Góry aufgeteilt. Zum 1. Januar 1927 wurden die Landgemeinde Roßberg und der Gutsbezirks Roßberg aus dem Landkreis Beuthen in die kreisfreie Stadt Beuthen eingegliedert. Die bei Deutschland gebliebenen Reste des Landkreises Beuthen und des Kreises Tarnowitz wurden zu einem neuen Landkreis Beuthen-Tarnowitz zusammengeschlossen. Das Landratsamt befand sich in Beuthen.
Im Frühjahr 1945 wurde das ehemalige Kreisgebiet durch die Rote Armee besetzt und wurde danach ein Teil Polens

Der Landkreis Beuthen (bis 1890 Kreis Beuthen) war von 1816 bis 1926 ein preußischer Landkreis in Oberschlesien. Im Jahr 1927 ging der Landkreis Beuthen im Landkreis Beuthen-Tarnowitz auf.

Quelle:

  • Wikipedia Artikel Landkreis Beuthen (besucht am 28. März 2016)
  •  

    Der Kreis Beuthen gliederte sich im Jahr 1885 in Landgemeinden und selbstständige Gutsbezirke. Er bestand am 1. Dezember 1885 aus zwei Stadtgemeinden (Beuthen i. Ob. Schles. und Königshütte i. Ob. Schles.), 20 Landgemeinden und 22 Gutsbezirken. Die Zahl der Einwohner am 1. Dezember 1885 ist in Klammern angefügt.

       
    Stadtgemeinden
    Ort evangelische Kirche katholische Kirche Standesamt
    Beuthen i. Ob. Schles. (26.484) Beuthen Beuthen Beuthen
    Königshütte i. Ob. Schles. (32.072) Königshütte Königshütte Königshütte
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    Landgemeinden
    Ort evangelische Kirche katholische Kirche Standesamt
    Birkenhain (1.481) Beuthen Kamin Kamin
    Bobrek (1.728) Beuthen Miechowitz Miechowitz
    Brzozowitz (674) Beuthen Kamin Kamin
    Chropoczow (3.623)
    1909: Namensänderung
    von Chropaczow in
    Schlesiengrube
    Königshütte Lipine Chropoczow
    Deutsch Piekar (4.054) Beuthen Deutsch Piekar Deutsch Piekar
    Groß Dombrowka (2.116) Beuthen Kamin Kamin
    Kamin (1.027) Beuthen Kamin Kamin
    Karf (1.627) Beuthen Miechowitz Miechowitz
    Lipine (10.454) Königshütte Lipine Lipine
    Miechowitz (3.802) Beuthen Miechowitz Miechowitz
    Mittel Lagiewnik (1.477)
    1904: Zusammenschluß der
    Gemeinden Mittel Lagiewnik
    und Ober Lagiewnik sowie
    des Gutsbezirkes
    Mittel Lagiewnik zur
    Gemeinde Hohenlinde
    Königshütte Beuthen Ober Lagiewnik
    Neu Heiduk (4.386) Königshütte Königshütte Ober Heiduk
    Nieder Heiduk (1.046)
    1901/08: Zusammenschluß
    von Nieder Heiduk
    und Ober Heiduk
    zu Bismarckhütte
    Königshütte Königshütte Ober Heiduk
    Ober Heiduk (2.959)
    1901/08: Zusammenschluß
    von Nieder Heiduk
    und Ober Heiduk
    zu Bismarckhütte
    Königshütte Königshütte Ober Heiduk
    Ober Lagiewnik (2.009)
    1904: Zusammenschluß der
    Gemeinden Mittel Lagiewnik
    und Ober Lagiewnik sowie
    des Gutsbezirkes
    Mittel Lagiewnik zur
    Gemeinde Hohenlinde
    Beuthen Beuthen Ober Lagiewnik
    Orzegow (2.870) Beuthen Beuthen Godullahütte
    Rokittnitz (999) Tarnowitz Miechowitz Miechowitz
    Roßberg (4.933) Beuthen Beuthen Beuthen
    Schomberg (1.086) Beuthen Beuthen Godullahütte
    Schwientochlowitz (3.818) Königshütte Königshütte Schwientochlowitz
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    Gutsbezirke
    Ort evangelische Kirche katholische Kirche Standesamt
    Bobreck (477) Beuthen Miechowitz Miechowitz
    Brzozowitz (584) Beuthen Kamin Kamin
    Chroporzow (276)
    1909: Namensänderung des
    Gutsbezirkes Chropaczow in
    Gutsbezirk Schlesiengrube
    Königshütte Lipine Chropozow
    Deutsch Piekar (4.679) Beuthen Deutsch Piekar Deutsch Piekar
    Guretzko (292) Beuthen Beuthen Beuthen
    Kamin (118) Beuthen Kamin Kamin
    Miechowitz (375) Beuthen Miechowitz Miechowitz
    Mittel Lagiewnik (161)
    1904: Zusammenschluß der
    Gemeinden Mittel Lagiewnik
    und Ober Lagiewnik sowie
    des Gutsbezirkes
    Mittel Lagiewnik zur
    Gemeinde Hohenlinde
    Königshütte Beuthen Ober Lagiewnik
    Nieder Heiduk (6) Königshütte Königshütte Ober Heiduk
    Ober Heiduk () Königshütte Königshütte Ober Heiduk
    Ober Lagiewnik (371)
    1904: Namensänderung
    des Gutsbezirks
    Ober Lagiewnik in
    Gutsbezirk Hohenlinde
    Beuthen Beuthen Ober Lagiewnik
    Orzegow (3.653) Beuthen Godullahütte Godullahütte
    Rokittnitz (142) Tarnowitz Miechowitz Miechowitz
    Roßberg (41) Beuthen Beuthen Beuthen
    Schomberg (193) Beuthen Beuthen Godullahütte
    Schwarzwald,
    Beuthener (4.118)
    Königshütte Eintrachthütte Beuthener Schwarzwald
    Schwientochlowitz (1.787) Königshütte Königshütte Schwientochlowitz
       

    Quellen:
    Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 Königreich Preußen/Provinz Schlesien/Regierungsbezirk Oppeln/Landkreis Beuthen (Oberschlesien) (besucht am 28. März 2016)
    Gemeindelexikon für das Königreich Preußen – Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen; VI. Provinz Schlesien; Berlin 1887, S. 388-391. Digitalisat in Opolska Biblioteka Cyfrowa (Digitale Bibliothek der Region Oppeln; besucht am 28. März 2016))

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