Forschungsgruppe Litauen – Quellen

In diesem Beitrag werden bzw. sind Quellen für die Forschung auf dem Gebiet der Forschungsgruppe Litauen zusammengestellt.

 

1. Evangelische Kirchenbücher

Die evangelischen Kirchenbücher Litauens befinden sich im Litauischen Staatlichen Historischen Archiv (Vilnius), im Hauptarchiv Alter Akten (Warschau) und im Staatsarchiv Lettlands (Riga). Sie sind online, entweder in Familysearch oder auf den Websites der jeweiligen Archive.

Die evangelischen Kirchenbücher der ehemaligen russischen Gouvernements Kowno, Vilnius und der 1918 ausgerufenen Republik Litauen sind in Tabellenform verfasst. Im 19. Jahrhundert erfolgten die Eintragungen in Deutsch, von 1892 bis zum Ersten Weltkrieg in Russisch und anschließend je nach staatlicher Zugehörigkeit in Litauisch oder Polnisch.

Die evangelischen Kirchenbücher des ehemaligen Gouvernements Suwałki sind in Fließtext verfasst. Die Eintragungen erfolgten zunächst in Deutsch, von 1826 bis 1868 in Polnisch, von 1868 bis zum Ersten Weltkrieg in Russisch und anschließend je nach staatlicher Zugehörigkeit in Litauisch oder Polnisch.

 

2. Katholische Kirchenbücher

Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden evangelische Personenstandsfälle teilweise in katholische Kirchenbücher eingetragen, wenn die nächste evangelische Kirche zu weit entfernt war. Die Eintragungen erfolgten zunächst in Latein, dann in Polnisch, von 1868 bis zum Ersten Weltkrieg in Russisch und anschließend in Litauisch.

Die katholischen Kirchenbücher Litauens befinden sich hauptsächlich noch vor Ort in den Pfarreien. Sie sind nicht online. Einige, vor allem vorhandene Zweitschriften, liegen im Litauischen Staatlichen Historischen Archiv (Vilnius), im polnischen Staatlichen Archiv in Suwałki und im Nationalen Historischen Archiv Weißrusslands (Grodno). Diese sind online in Familysearch.

 

3. Militärkirchenbücher

Während der kurzen Zugehörigkeit eines kleinen Teils Litauens zur preußischen Provinz Neuostpreußen (1795-1807) übernahmen die preußischen Militärpfarrer die kirchliche Betreuung der verstreut lebenden Evangelischen. Für diese Zeit sind demnach auch preußische Militärkirchenbücher zu prüfen. Beispielweise finden sich im Kirchenbuch des Husarenregiments Nr. 5, das damals in Wirballen stationiert war, Einträge der evangelischen Zivilbevölkerung aus Wirballen und Umgebung.

 


 

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