Heimatortskartei Heilsberg i. Opr.

Heilsberg wurde 1240 vom Deutschen Orden gegründet, gehörte seit 1243 zum Fürstbistum Ermland und war ab 1306 Sitz des Bistums. Nach dem Zweiten Thorner Frieden 1466 gehörte es zu Preußen königlicher Anteil unter der Oberhoheit der polnischen Krone. Erst 1772 fiel es mit der ersten polnischen Teilung an das Königreich Preußen.
Der Kreis Heilsberg wurde 1818 gebildet und gehörte zum Regierungsbezirk Königsberg der Provinz Ostpreußen. Mit diesem kam er 1867 zum Norddeutschen Bund und 1871 zum Deutschen Reich und nach der Teilung der Provinz Preußen zu Ostpreußen. Im Jahr 1945 kam er zur Republik Polen, die Kreisstadt heißt seitdem Lidzbark Warmiński. Die deutsche Bevölkerung wurde nahezu vollständig vertrieben.

Anfang der fünfziger Jahre gründete sich aus den Reihen der Vertriebenen eine Heimatkreisgemeinschaft, für die 1953 der Kreis Aschendorf-Hümmling die Patenschaft übernahm. Mit der Eingliederung des Kreisgebietes in den Kreis Emsland wurde die Patenschaft nicht weitergeführt. Seit 1992 erscheint jährlich der „Heimatbrief für den Kreis Heilsberg‟. Die Heimatkreiskartei der Gemeinschaft wurde 2017 durch den damaligen Vorsitzenden Erwin Popien der AGoFF geschenkt. Sie ist bis dahin benutzt worden, umfasst aber nur einen Teil der ehemaligen Einwohner des Kreises Heilsberg. Im Einzelfall muss daher auf die Quellen des Bundesarchivs, Abt. Lastenausgleichsarchiv zurückgegriffen werden, wo sich auch die Unterlagen der Heimatortskarteien befinden.

 

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